Nach dem Auftakterfolg in Schwaz gab es drei weitere Erfolge.
In der 2. Runde war der Wiederaufsteiger Grün Weiß Micheldorf zu Gast und hatte von Beginn an keine Chance. Martin Rathmayer fertigte seinen routinierten Gegner glatt mit 4:0 und 692 zu 618 Kegel ab. Jan Mecerod drehte ein 0:2 mit einer tollen zweiten Spielhälfte und gewann am Ende bei 2:2 Satzpunkten mit 638 zu 587 Kegel. Im zweiten Durchgang stellte Lukas Temistokle mit 696 Kegel die Tagesbestleistung auf und holte alle 4 Satzpunkte. Patrick Fritz bekam die Nr. 1 der Gäste als Gegner, hatte aber an diesem Tag mehr mit sich als mit seinem Gegner zu kämpfen. Am Ende holte er einen Satzpunkt und erzielte 601 Kegel. Im letzten Durchgang holte Matthias Zatschkowitsch 4 Satzpunkte und spielte mit 684 Kegel eine weitere Topquote an diesem Tag. Michal Kratochvil verlor zwar die erste Bahn, schlug aber mit einem konstant guten Spiel auf den weiteren Bahnen zurück und holte mit 3:1 Satzpunkten und 634 Kegel den Mannschaftspunkt. Mit diesem 7:1-Heimerfolg konnte die Tabellenführung gehalten werden und so kam es in der nächsten Runde gegen KSV Wien zum Duell zweier ungeschlagener Teams.
Das Spiel bei KSV Wien gestaltete sich zu Beginn sehr spannend. Patrick Fritz verlor immer wieder Kegel im Abräumen und dadurch lag er mit 0:2 zurück. Währenddessen agierte auch Martin Rathmayer nicht besonders souverän und konnte die Sätze meistens erst mit den letzten Würfen entscheiden. Am Ende drehte Fritz mit einer beherzten Leistung das Duell mit 616 zu 612 Kegel. Rathmayer gewann Ende klar mit 4:0 und erzielte 639 Kegel. Im Mitteldurchgang verlor das Spiel dann schnell an Spannung, sowohl Lukas Temistokle als auch Michal Kratochvil hatten ihre Gegner das ganze Spiel über im Griff und holten alle Satzpunkte. Kratochvil erzielte 599 und Temistokle 679 Kegel. Im letzten Durchgang brillierten unsere zwei Spieler nochmal. Matthias Zatschkowitsch verpasste mit der Tagesbestleistung von 699 Kegel erneut knapp den 700er auf den KSV-Bahnen. Jan Mecerod zeigte ebenfalls ein tolles Spiel und gewann mit 659 Kegel mit 3:1. Mit 648 Schnitt spielten wir erneut eine starke Auswärtsleistung.
Nun kam es zum ersten Schlagerspiel der Saison im Kegelsportzentrum Orth. Das durch den Königstransfer (Anm. Lukas Huber Rückkehr von Neunkirchen) neu motivierte Team war bei uns zu Gast. Der Matchplan der Landeshauptstädter war klar, sie wollten vier Duelle für ein mögliches Unentschieden gewinnen. Florian Quirin “opferten” sie im ersten Durchgang gegen Martin Rathmayer. Nach einem klaren Sieg auf der ersten Bahn, zeigte der talentierte Fuchsenbigler jedoch, dass er kein Bauernopfer ist und setzte Rathmayer zwei Bahnen lang ordentlich unter Druck. Den zweiten Satz entschied Rathmayer mit einem 9er kurz vor Schluss für sich und im dritten Satz vergab Quirin mit einem Fehlwurf selbst die Chance auf den Punktgewinn. Im letzten Satz zeigte der jüngste St. Pöltner nur mehr wenig Gegenwehr und so holte sich Rathmayer mit der Tagesbestleistung von 705 Kegel den Sieg mit 4:0. Im Duell der beiden Legionäre lag Jan Mecerod nach zwei Bahnen mit 0:2 gegen den Kroaten Matko Bulka zurück. Aber wie auch beim ersten Heimspiel bewies unser Jüngster Kämpferqualität, nahm Bulka den dritten Satz mit einem Kegel Differenz ab und ließ ihm auf der letzten Bahn keine Chance mehr. Daher ging der Mannschaftspunkt bei 2:2 Sätzen mit 657 zu 646 Kegel an uns. Damit hatten wir St. Pölten ordentlich den Wind aus den Segeln genommen. Völlig euphorisiert begann Patrick Fritz im zweiten Durchgang gegen Thomas Langbauer und hielt den Nationalteamanwärter ordentlich auf Abstand. Im zweiten Satz lief Fritz einem ordentlichen Rückstand ins Volle hinterher, mit einem starken Abräumen holte er sich jedoch auch noch diesen Satz und hatte nun alle Trümpfe für die zweite Halbzeit in seiner Hand. Der dritte Satz verlief ähnlich. Fritz lag ins Volle hinten, drehte das Spiel im Abräumen und fixierte so den Mannschaftspunkt vorzeitig. Mit einer guten Schlussbahn vollendete er sein starkes Spiel und zeigte mit 648 Kegel, dass er auch zuhause gute Leistungen bringen kann. Im Duell der Giganten zwischen Lukas Temistokle und Lukas Huber ging es hin und her. Den besseren Start erwischte das Aushängeschild der St. Pöltner. Unser Luki schlug mit einem phänomenalen Abräumen im zweiten Satz zurück und stellte auf 1:1. Im dritten Satz hatten beide einen Durchhänger, der Satzpunkt ging wieder an St. Pölten. In einem qualitativ starken letzten Satz hatte Huber das bessere Ende für sich und holte sich mit 3:1 Satzpunkten mit weniger Kegel (673 zu 677) den Mannschaftspunkt. Knapp unter 150 Kegel Vorsprung mussten Matthias Zatschkowitsch (gegen Filip Dejda) und Michal Kratochvil (gegen Alexander Tischler) ins Ziel bringen. Zatschkowitsch ließ aber keinen Zweifel daran aufkommen, dass es irgendwie noch spannend werden könnte, lieferte von Beginn an ein starkes Spiel ab und ließ dem Tschechen der Voithler keine Chance. Ein glattes 4:0 bei 679 zu 625 Kegel stand am Ende auf der Anzeigetafel. Zwischen Kratochvil und Tischler gab es ein spannendes Duell auf überschaubarem Niveau. Am Ende hatte unser Tscheche alle Trümpfe in der Hand, verfehlte allerdings am vorletzten Wurf den gewinnbringenden Kegel und so holte St. Pölten mit 602 zu 599 Kegel den zweiten Mannschaftspunkt. Mit 660 Schnitt brachten wir wie von Kapitän Matthias Zatschkowitsch eine gute Mannschaftsleistung, die für einen Sieg notwendig ist und so bleiben wir auch nach vier Spielen ungeschlagen auf Platz 1.
Am kommenden Samstag wartet jedoch schon das nächste Spitzenspiel gegen Titelanwärter Neunkirchen auswärts. Zwei Tage später geht es dann bereits nach Ungarn zum Weltpokal, wo unsere ersten drei Spieler am Dienstag im Einsatz sein werden.