Beim Einzelweltpokal der U-23 Klasse holte Matthias Zatschkowitsch nach seinem Sieg vor zwei Jahren in Straubing diesmal den zweiten Platz. Ebenfalls am Start war Lukas Temistokle und in der allgemeinen Klasse Martin Rathmayer.
Nun alles der Reihe nach…Lukas Temistokle war der erste Orther, der ins Geschehen eingriff. Im Achtelfinal bekam er es mit dem Slowenen Ziga Pozar zu tun. Leider erwischte Luki einen rabenschwarzen Tag und musst es sicht mit 565:582 bei einer Satzpunkteniederlage von 1:3 geschlagen geben. Im nächsten Durchgang ging Matthias auf die Bahn. Gegen den Franzosen Corentin Rauscher war er der haushohe Favorit, aber der Franzose zeigte ihm, dass er alles andere als ein Jausengegner ist. Mit über 340 Kegel wechselte der Westeuropäer und führte um fast 50 Kegel und mit 2:0 gegen unseren Bomberman. Matthias, der für seine Nerven bekannt ist, schlug auf den zweiten 60 Wurf tadellos zurück, während der Franzose immer mehr die Nerven verlor und so übertrumpfte Matthias am Ende Rauscher mit 617:608 Kegel und stieg ins Viertelfinal auf.
Im Viertelfinal hieß der Gegner Gasper Kragelj. Diesmal ließ Matthias nichts anbrennen, brachte nicht den Hauch einer Spannung ins Spiel und siegte mit 639:592 Kegel mit 3:1. Durch diese hohe Quote brachte er Österreich auch in der Nationenwertung (Summe des besten Herren- und Damenergebnis) auf den zweiten Platz und hatte mit dem Aufstieg ins Halbfinale erneut eine Medaille fix.
Am nächsten Tag ging in der allgemeinen Klasse Martin Rathmayer ins Rennen. Er bekam es mit dem Vorzeigeathleten und Routinier Uros Stoklas aus Slowenien zu tun. Leider stellte sich erneut heraus, dass Martin derzeit von seiner Bestform weit entfernt ist und so konnte er nur wenige Würfe mit dem Slowenen mithalten. Stoklas siegte ganz klar mit 670:595 Kegel und schoss Martin mit 4:0 Satzpunkten ab.
Am Finaltag traf Matthias im Halbfinale erneut auf einen Slowenen. Und auch hier ließ Matthias dem Slowenen nicht viele Chancen. Der Bezwinger von Luki spielte erneut keine besonders starke Partie und kam so nie an Matthias heran. Mit 640 Kegel verbesserte Matthias seine Turnierbestleistung und nun war Österreich mit Tschechien in der Nationenwertung Kegelgleich erster. Doch da das Abräumen als nächster Entscheidungsgrund herangezogen wurde, musste er im Spiel um Platz 1 nochmal nachbessern.
Wie aus einem Guss startete Matthias ins Finale. 176 Kegel auf der ersten Bahn brachten ihm den Satzpunkt und einen Haufen Kegel. Der serbische Spieler Bojan Klicaric wachte allerdings dann auf und entschied die nächsten zwei Bahnen für sich. Matthias lag kegelmäßig noch immer in Führung und musste sich daher nur den letzten Satzpunkt sichern. Bis zum 20. Wurf auf der letzten Bahn war es ein sehr enges Spiel, ehe sich der Serbe absetzen konnte und mit 3:1 gewann. Matthias erzielte erneut eine gute Leistung von 617 Kegel und durfte sich über die Silbermedaille freuen. In der Nationenwertung blieb somit auch alles unverändert. Dort holte er mit Fiona Steiner mit einer Kegelanzahl von 1269 Kegel den zweiten Platz!!!
Matthias Weg zu Silber