Vize-Champions League Sieger

Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte konnten wir uns für das Final-4 Turnier in der Champions League qualifizieren und zum zweiten Mal schafften wir auch den Sprung ins Finale.

Im deutschen Mörfelden (bei Frankfurt am Main) trafen die verbliebenen vier Teams in der Champions League aufeinander. Im deutschen Duell zwischen Zerbst und Raindorf setzten sich letztere in einem engen Spiel durch und standen als erster Finalist fest. Wir trafen auf KK Mertojak Split, die für ihre Fans mit Gitarre bekannt sind. Auf der 6-bahnigen Anlage in Mörfelden startete unsere altbewehrtes Startduo Martin Rathmayer (gegen Dimitrovski) und Jan Mecerod (gegen Totic). Ergänzt wurde unser Startpaar mit Patrick Fritz (gegen Matic). Patrick nutzte den Fehlstart seines Gegners eiskalt aus und ging mit 1:0 in Führung. Sein Gegner wurde ausgetauscht und für ihn kam Goran Pofuck ins Spiel. Auch diesem ließ Patrick Fritz keine Chance und mit einer soliden Leistung holte Patrick somit unseren ersten Mannschaftspunkt. Auch Martin konnte gleich zu Beginn anschreiben und einen hart umkämpften ersten Satz für sich entscheiden. Im zweiten Satz war er leider total abgemeldet und so brachte sich sein Gegner in Führung. Doch auf den zweiten 60 Wurf war Martin der bessere Spieler und holte sich schlussendlich klar mit 3:1 den Mannschaftspunkt. Nur Honzi musste einen 0:1-Rückstand gegen die Nr. 1 der Kroaten aufholen. Mit einer bärenstarken zweiten Bahn brachte er sich wieder ins Rennen und stellte im dritten Satz auf 2:1. Auf der letzten Bahn verwaltete er auf den letzten Würfen seinen Vorsprung und holte sich schlussendlich verdient mit 653 zu 639 Kegel den Mannschaftspunkt.

Mit einer komfortablen 3:0-Führung mussten Matthias Zatschkowitsch, Lukas Temistokle und Michal Kratochvil den Kegelvorsprung von 112 Kegel “nur” noch verteidigen. Aber es kam noch besser. Zuerst schien es so, als würden sich die Kroaten nochmal ins Spiel zurück kämpfen, aber unser Schlusstrio hielt mit einer bravourösen Leistung dagegen. Michal Kratochvil machte einen 0:2-Rückstand wett und holte sich am Ende mit einer sehr guten Leistung von 645 Kegel den Mannschaftspunkt. Auch Matthias Zatschkowitsch und Lukas Temistokle zeigten gegen die Routine ihrer Gegner keine Gnade und holten die Duelle klar auf unsere Seite. Mit 664 (Lukas) und 660 (Matthias) waren sie unsere beiden besten Spieler an diesem Halbfinaltag und holte jeweils mit 3:1-Sätzen den Mannschaftspunkt.

Daraus resultierte ein klarer 8:0-Erfolg und mit 3841 Gesamtkegel waren wir diesbezüglich in der selben Region unterwegs wie Zerbst und Raindorf.

Zerbst zeigte am Finaltag ihre Stärke und erzielte mit 3912 Kegel im kleinen Finale, die Turnierbestleistung.

Wir konnte leider nicht an die Leistung vom Vortrag anknüpfen. Vor allem aus dem Grund, weil Martin Rathmayer wieder nicht gut ins Spiel fand und einfach zu viele Kegel liegen ließ. Gegen Mathias Weber war er trotzdem bis zum Schluss am Mannschaftspunkt dran, denn obwohl er auf der ersten Bahn viele Kegel verlor, konnte er die Mittelsätze um jeweils einen Kegel gewinnen. Auf der letzten Bahn konnte er den Vorsprung von 9 Kegel ins Volle nicht nutzen und so ging der Mannschaftspunkt schlussendlich bei 2:2 mit 644 zu 599 Kegel klar an Raindorf. Patrick Fritz lag nach zwei Bahnen 0:2 gegen Milan Svoboda zurück. Im dritten Satz konnte er mit einer beherzten Leistung anschreiben. Der Rückstand von 30 Kegel war dennoch nahezu uneinholbar…nahezu…denn Patrick zeigte sich nochmal von seiner besten Seite und schien Svobodas Schwächen auszunutzen. Am Ende fehlten mit 631 Kegel nur mehr 8 Kegel auf den tschechischen Legionär der Gäste. Jan Mecerod bekam es mit dem besten des Vortages zu tun. Manuel Lallinger erzielte mit 710 Kegel im Halbfinale eine neue persönliche Bestleistung. Doch Jan zeigte wenig Ehrfurcht davor und nahm Lallinger auf der ersten Bahn gleich mal 31 Kegel ab. Dieser revanchierte sich im zweiten Satz und kam wieder bis auf 14 Kegel heran. Doch Jan ließ nicht locker, zeigte erneut eine tolle Leistung und gewann am Ende verdient bei 2:2-Sätzen mit 661 zu 644 Kegel den Mannschaftspunkt.

Der Mannschaftspunkt war natürlich wichtig für uns und ließ uns weiterhin von einem Sieg träumen. Der Kegelrückstand betrug 36 Kegel, also absolut im machbaren Bereich für unser Schlusstrio. Doch die Raindorfer fanden eindeutig besser ins Spiel und packten nochmal ordentlich Kegel auf der ersten Bahn drauf. Matthias Zatschkowitsch und Michal Kratochvil konnte im zweiten Satz jedoch anschreiben, was unseren Hoffnungen wieder steigen ließ, vor allem Matthias fand immer besser ins Spiel. Nahezu chancenlos war Lukas Temistokle, der gegen einen grandios kegelnden Jan Sandler spielte. Auch 172 Kegel im dritten Satz waren für Luki zu wenig und so war der Mannschaftspunkt bereits frühzeitig futsch. Matthias legte ebenfalls 172 Kegel um und holte wieder Kegel zu unseren Gunsten. Aber leider war auch bei Michal körperlich die Luft draußen und er konnte nicht mehr dagegenhalten. Somit zeichnete sich die Niederlage immer mehr ab. Mit 696 Kegel war Jan Sandler der Tagesbeste und ließ Luki mit 640 Kegel keinen einzigen Satzpunkt über. Matthias spielte unsere Tagesbestleistung mit 667 Kegel und holte unseren zweiten Mannschaftspunkt. Michal verlor am Ende deutlich mit mageren 571 Kegel und so waren wir schlussendlich von einem Sieg doch weit entfernt. Mit 3885 Kegel steigerte sich der deutsche Vizemeister im Vergleich zum Halbfinale nochmal, während wir mit 3769 Kegel unter unseren Möglichkeiten blieben. Somit krönte sich Raindorf mit einem klaren 6:2-Erfolg zum Champions League Sieger, während wir uns über Platz 2 freuen durften.

Natürlich war die Enttäuschung über das verlorene Finale anfangs groß, aber spätestens bei der Siegerehrung war jedem klar, dass wir erneut eine wirklich tolle Champions League Saison gespielt haben, drei starke Mannschaften im Verlaufe des Bewerbs ausschalten konnten und verdient zum zweiten Mal Finalist in der Champions League waren. In der Weltspitze wird es einfach verdammt eng, da kann man sich fast nichts leisten und wir wissen wo wir herkommen und was es für ein Privileg ist, in der Champions League mitspielen zu dürfen, also können wir uns definitiv auch über den zweiten Platz riesig freuen.

Zum Schluss bleibt uns noch ein Danke an die großartige Organisation von Mörfelden zu sagen, die uns von vorne bis hinten auf der Kegelbahn verwöhnt haben und für ein unvergessliches Final-4 gesorgt haben. Aber auch ein großes Danke geht an unsere mitgereisten Fans, die ihr Wochenende geopfert haben um uns vor Ort zu unterstützen und uns zu einem weiteren Meilenstenstein in der Vereinsgeschichte angefeuert haben.

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