Für Lukas Temistokle begann die WM, äußerst Verheißungsvoll. Mit seinem ersten 700er bei einer WM holte er mit 707 Kegel den Qualifikationssieg und ging somit als Nr. 1 in die zweite Runde. Dort wartete mit Philipp Vsetecka ein Österreich und die Nr. 32 aus der Quali. An einem gebrauchten Tag verlor Luki klar und somit war der Einzelbewerb für ihn beendet.
Im Sprintbewerb bekam er wohl das denkbar schwerste Los. Kujundzic Alen, der Weltranglisten Erste war der Gegner von Luki. Er hielt auf beiden Bahnen gut mit, jedoch fehlten am Ende jeweils ein paar Kegel und somit war für ihn in Runde 1 Schluss.
Dennoch blieb noch immer eine Medaillenchance für ihn. Denn in der Kombination (bestes Einzel- und Sprintergebnis) lag er vor der 2. Einzelrunde auf dem 2. Platz. Jedoch überspielten ihn in der 2. Runde mit Vereinskollegen Matthias Zatschkowitsch und Jaroslav Hazva zwei Spieler und so belegte er leider schlussendlich mit 1 Kegel Rückstand auf den 3. Platz die erhoffte Medaille.
Es folgte Lukis Resumee von der diesjährigen Einzel-WM:
“Vorrunde:
Nach den ersten paar Starten war für mich klar, dass es einem richtig guten Tag braucht um hoch hinauf zu spielen. Das es mir dann vom ersten Wurf an so aufgeht, hab ich ehrlich gesagt überhaupt nicht erwartet. Bis auf ein/zwei schlechte Würfe habe ich mein Spiel perfekt auf die Bahn gebracht und meinen somit das erste Mal bei einer WM die magische Zahl 700 überspielt.
Sprint:
Als Quali Erster konnte ich leider nie ganz die Kombinationswertung aus dem Kopf lassen. Zudem spielte ich vermutlich auch noch gegen einen der besten Kegler die es derzeit gibt. Schlussendlich bin ich dann in der ersten Runde ausgeschieden.
KO Runde:
Ich glaube zu der ersten Runde brauch ich nicht viel sagen. Es war von Wurf eins an nicht mein Tag und ich konnte mich überhaupt nicht auf das Material einstellen.
Fazit:
Im Großen und Ganzen brauch ich eigentlich nicht enttäuscht sein. Ich hab meinen ersten 700er bei einer WM gespielt. War lange Zeit drauf und dran eine Medaille bei der Kombinationswertung zu machen. Ich hab die zweit höchste Quote im Turnier gespielt.
Alles Sachen die mir persönlich gezeigt haben, dass ich am richtigen Weg bin. Jetzt gilt für mich eine kurze Pause um alle Gedanken und Gefühle der WM sacken zu lassen und dann geht es schon wieder ran an die Vorbereitungen. Denn wie heißt es schön: Nach der WM ist vor der WM.”