Österreich ist Weltmeister

Unglaublich, aber wahr. Österreich krönt sich bei den Herren zum Teamweltmeister. Aber alles der Reihe nach.

An der diesjährigen Team-WM nahmen 17 Nationen aufgeteilt in eine 5er und drei 4er Gruppen teil. Österreich bekam es in der Gruppenphase mit Estland, Slowenien und der Slowakei zu tun. Die besten zwei aus jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale.

Im ersten Gruppenspiel traf die österreichische Nationalmannschaft auf den krassen Außenseiter Estland. Von Beginn an dominierten die Österreicher das Spiel. Sowohl Lukas Temistokle, als auch Martin Rathmayer waren in der Starting-6. Matthias Zatschkowitsch war nur Zuseher, da ihm keine zwei Wochen vor dem Spiel der Blinddarm entfernt wurde. Lukas spielte mit 647 Kegel den Partiebestwert, Martin erzielte 629 Kegel. Alle Österreicher konnten ihr Duell gewinnen und somit wurde Estland mit 8:0 besiegt.

Im zweiten Gruppenspiel ging es gegen Slowenien. Die Slowenen hatten gegen die Slowakei enttäuscht und mussten nun unbedingt gegen Österreich gewinnen um noch eine Chance auf das Viertelfinale zu haben. Sie steigerten sich auch gewaltig, doch auch Österreich konnte nochmal nachlegen und das Spiel mit 6:2 für sich entscheiden. Matthias Zatschkowitsch feierte dabei sein Comeback mit 629 Kegel. Auch Lukas (645) und Martin (627) waren wieder am Start.

Österreich war somit vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert. Am dritten Spieltag ging es gegen die Slowakei um den Gruppensieg. Martin Rathmayer spielte mit 671 Kegel den Partiebestwert und gewann bereits sein drittes Duell bei dieser WM. Auch Lukas Temistokle konnte im Mittelpaar mit 632 Kegel punkten und sorgte für die Vorentscheidung im Mitteldurchgang. Matthias Zatschkowitsch kam im letzten Durchgang zum Einsatz und erzielte 619 Kegel.

Österreich stand mit drei Siegen als Gruppensieger im Viertelfinale und traf dort auf Ungarn, die ebenfalls im Viertelfinale vor zwei Jahren besiegt wurden. Aber aus der Revanche der Magyaren wurde nichts, denn die Österreicher zeigten erneut eine blitzsaubere Leistung und gewannen mit 5:3. Sowohl Martin (660), als auch Lukas (636) und Matthias (652) zeigten erneut eine ansprechende Leistung.

Da der 3. Platz nicht ausgespielt wurde, war die Medaille bereits fixiert, allerdings war der Erfolgshunger des Nationalteams noch nicht gestillt. Das Damen-Nationalteam zeigte den Herren nämlich den Weg. Nachdem sie den amtierenden Weltmeister Deutschland in der Gruppenphase besiegen konnten, hat sich das Damen-Nationalteam als Gruppenerster mit einem vermeintlich “einfacheren” Weg in der K.O.-Phase belohnt und wurden ihrer Favoritenrolle im Viertel- und Halbfinale gerecht. Sie gewann überzeugend gegen Serbien und Rumänien und stand somit im Finale dem Veranstalterland Kroatien gegenüber.

In dieser Hinsicht hatten die Herren was voraus, denn im Halbfinale traf die Herren-Nationalmannschaft auf den Gastgeber Kroatien. Nach einem wahren Krimi endete das Spiel mit 4:4 Mannschaftspunkten unentschieden. Da dann die gewonnenen Sätze zum Tragen kommen und Österreich diese mit 13,5 zu 10,5 gewann, stand Österreich nicht nur bei den Damen, sondern auch bei den Herren im Finale. Unsere drei Orther waren wieder Bestandteil der Starting-6. Martin unterlag seinem Gegner knapp mit 628 zu 633 Kegel, ebenso wie Matthias 654 zu 657 Kegel und Lukas mit 651 zu 669 Kegel.

Der Finaltag war gekommen und vorm Damenteam baute sich mit Kroatien eine riesen Hürde auf. Die Kroatinnen waren von Beginn weg spielbestimmend und holte sich schlussendlich klar mit 7:1 die Goldmedaille. Doch die österreichischen Damen spielten eine tolle WM und standen schlussendlich völlig verdient bei der Siegerehrung als Vizeweltmeister auf dem zweiten Treppchen – historisch.

Die Herren trafen auf Deutschland, die nach langer Zeit Serbien bei einer WM besiegen konnten und somit den Serien-Weltmeister aus dem Turnier nahmen. Und das Finale wurde zum besten Finale, das die Kegelwelt bis dato gesehen hat. Beide Mannschaften erzielten über 4000 Kegel und lieferten sich beinharte Duelle von Beginn bis zum Schluss. Martin Janits verlor im ersten Durchgang mit dem Bestwert von 705 Kegel gegen Christian Wilke mit 694 Kegel 1:3. Auch Martin Rathmayer musste sich seinem Gegner nach toller Aufholjagd noch mit 658 zu 679 Kegel geschlagen geben. Lukas Huber holte im ersten Durchgang den einzigen Mannschaftspunkt für Österreich und hielt die Chancen somit am Leben. Im zweiten Durchgang explodierte Matthias Zatschkowitsch leistungsmäßig. Er spielte gegen einen nicht schlechter spielenden Jürgen Pointinger groß auf und holte sich mit 704 zu 683 Kegel den Mannschaftspunkt. Auch Lukas Temistokle (664 zu 637) und Philipp Vsetecka konnten ihre Duelle gewinnen und somit stand Österreich mit einem neuen österreichischen Mannschaftsrekord von 4076 Kegel bei einem 6:2 Sieg als Weltmeister fest. Die Freude bei den extra angereisten Fans und der Delegation kannte keine Grenzen.

Deshalb geht auch ein großes Dankeschön an die vielen angereisten Fans, die uns vor Ort unterstützt haben und für eine geniale Athmosphäre gesorgt haben, die die Spieler nicht so schnell vergessen werden!

Danke danke danke!!!

Das könnte dich auch interessieren...

Vize-Champions League Sieger

Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte konnten wir uns für das Final-4 Turnier in der Champions League qualifizieren und zum zweiten Mal schafften wir auch den Sprung ins Finale. Im deutschen Mörfelden (bei Frankfurt am Main) trafen die verbliebenen vier Teams in der Champions League aufeinander. Im deutschen Duell zwischen Zerbst und Raindorf setzten sich

Wir sind Meister!!!

Nun ist es endlich fix. Nach den Siegen gegen St. Pölten und Neunkirchen war uns der Meistertitel kaum noch zu nehmen. Mit einem klaren 7:1-Erfolg gegen Kleinwarasdorf konnten wir die Titelverteidigung nun fixieren. Ein grandioses Duell lieferten sich Martin Rathmayer und Martin Janits. Unser Martin startete mit 205 Kegel fulminant ins Spiel, doch Janits nutzte

Im Kollektiv zum Bahnrekord

Gegen den abstiegsgefährdeten Aufsteiger BBSV Wien konnten wir uns mit einer starken mannschaftlichen Leistung mit 7:1 durchsetzen und somit fehlt uns nur mehr ein Tabellenpunkt um die Titelverteidigung zu fixieren. Am Wiener Praterstern begannen für uns Martin Rathmayer gegen Patrick Swatosch und Michal Kratochvil gegen Landsmann David Machala. Martin und Michal fanden nur schwer ins

Nächstes Spitzenspiel gewonnen

Der KSK Union Orth feiert am vergangenen Samstag einen souveränen 6:2-Heimsieg gegen den Titelmitfavoriten aus Neunkirchen und hält somit auch die Neunkirchen mit 6 Tabellenpunkten auf Abstand. In einem über drei Bahnen lang hart umkämpften Duell zwischen Martin Rathmayer und Philipp Vsetecka setzte sich am Ende der Orther mit einer bärenstarken Schlussbahn mit 691 zu

Halbfinalgegner steht fest

Am Montag erfolgte die Auslosung für das Halbfinale der Champions League. Natürlich gibt es da keine einfachen Gegner mehr. Denn mit Split, Raindorf und Zerbst stehen drei absolute Spitzenmannschaften im Halbfinale der Champions League. Wobei man sicher sagen muss, dass Zerbst nochmal über alle anderen zu stellen ist, nicht zuletzt, weil sie wohl die zweistärkste