Was für ein konträres Bild im Vergleich zum Champions League Spiel…die Woche davor war unser Zuschauerbereich noch voll, diesmal fanden nur die treuesten Fans den Weg ins Kegelsportzentrum…da stellt sich schon die Frage, ob der Livestream die Zuschauerzahlen nicht doch sehr niedrig hält. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass die Ausgangslage für das Heimspiel in der 3. Frühjahresrunde eine andere als im Champions League war. Gegen den Aufsteiger und Tabellen-8. KSK Sparkasse Jenbach waren wir klarer Favoriten. Für uns ging es vor allem darum, dass wir das letzte Bewerbsspiel vor dem Champions League Spiel nutzen und wirklich um jeden Kegel und Satzpunkt kämpfen, denn genau darum wird es am 18.02.2023 beim Rückspiel in der Champions League ankommen und darauf schworen wir uns vor dem Spiel auch ein.
Im ersten Durchgang zeigte Martin Rathmayer gegen Willi Gründler erneut eine bärenstarke Heimleistung und holte sich mit 697 zu 542 Kegel einen klaren 4:0-Erfolg. Bleibt nur zu hoffen, dass er seine ansteigende Heimform auch ins Auswärtsspiel gegen Szeged mitnehmen kann. Im Duell zwischen Honza Mecerod und Dominik Lieb ging es zunächst eng her. Nach zwei Bahnen stand es 1:1 und der Tiroler lag vier Kegel in Front. Honza nutzte im dritten Satz die Schwächen von Lieb aus und stellte auf 2:1. Im vierten Satz konnte sich Honza mit drei 9ern zu Beginn des Abräumens komfortabel in Führung bringen und am Ende gewann er das Duell mit 3:1 und 622 zu 603 Kegel.
Der zweite Durchgang begann äußerst durchwachsen. Luki fand nicht wirklich ins Spiel und auch Patrick tat sich im Vergleich zur Vorwoche schwer. Während Patrick den ersten Satz dennoch gewann, musste Luki den ersten Satzpunkt abgeben. Aber was unser kleiner Blondschopf dann auf die Bahn zaubert zeigte, dass er sich auch von einem kleinen Rückschlag nicht beirren lässt. Mit 188, 189 und 179 Kegel in den folgenden Sätzen knackte er mit 694 Kegel sogar noch fast die 700er-Marke und blieb damit der klare Duellsieger gegen Georg Schrof (603 Kegel). Bei Patrick merkte man, dass er weiß was er tut, aber in einen richtigen Flow wie die Woche davor wollte er nicht kommen. Nach drei Bahnen war ihm der Punkt mit 2,5 Satzpunkten sicher, also konnte er sich auch in einem hochklassigen letzte Satz gegen den Tschechen der Jenbacher mit 167 zu 171 Kegel geschlagen geben. Mit 625 Kegel zeigte auch er ein durchaus gutes Ergebnis.
Zum Schluss macht sich Michal auf den ersten 60 Wurf selbst das Leben schwer, ehe er sich gegen Thomas Kofler mit 168 Kegel wieder ins Rennen um den Mannschaftspunkt. Trotzdem lag er noch 16 Kegel zurück. Der junge Tiroler brachte sich aber schlussendlich selbst um den zuvor erspielten Vorsprung und so konnte auch Michal mit 597 zu 591 Kegel den Mannschaftspunkt sichern. Matthias Zatschkowitsch hatte wie erwartet keine Schwierigkeiten mit seinem Gegner. Mit einem glatten 4:0 setzte er sich gegen Josef Schrof durch. Erwähnenswert vor allem Matthias dritte Bahn mit 193 Kegel. Am Ende erzielte er mit 685 Kegel unsere dritte Topleistung an diesem Tag. Mit 3920 Kegel konnten wir Jenbach um über 400 Kegel auf Distanz halten.
Tabellenmäßig hat sich nichts verändert. Neunkirchen holt mit Bahnrekord einen überlegenen Sieg in Ritzing und auch Kleinwarasdorf konnte einen ungefährdeten Sieg feiern, somit liegen wir weiterhin vier Tabellenpunkte hinter Platz 1 und drei Tabellenpunkte vor den drittplatzierten Burgenländern.