Nichts für schwache Nerven war das Rückspiel der Champions League gegen den KK Beograd. Mit einem knappen 5:3 Vorsprung gingen wir ins Spiel und natürlich wurde von beiden Mannschaften wieder ordentlich taktiert bei der Aufstellung.
Im ersten Durchgang setzten wir Michal Kratochvil auf Bojan Klicaric und Martin Rathmayer bekam es erneut mit Daniel Tepsa zu tun. Michal konnte Klicaric ordentlich zusetzen und hatte bis zur letzten Bahn seine Chancen auf den Mannschaftspunkt. Am Ende blieb dieser jedoch bei 2:2 Satzpunkten mit 608 zu 583 Kegel bei den Serben. Martin verpasst es leider Tepsa vorzeitig in die Knie zu zwingen und so benötigte er im letzten Abräumen drei 9er und eine gehörige Portion Glück um den Mannschaftspunkt doch noch zu holen. Das Duell endete ebenso 2:2 nach Satzpunkten und 624 zu 612 Kegeln, allerdings zu unseren Gunsten.
Im Mittelpaar traf Honza Mecerod auf Ilija Jevremovic und Matthias Zatschkowitsch sollte gegen Aleksandar Milinkovic punkten. Auch hier entbrannten zwei enge Duelle. Bei Matthias stand es nach drei Bahnen 1,5 zu 1,5 Satzpunkten, aber auf der letzten Bahn war er eine Klasse für sich und entschied das Duell somit noch deutlich mit 669 zu 626 Kegel für sich. Honza war immer knapp an Jevremovic dran, am Ende reichte es bei 612 zu 608 Kegel jedoch für nur einen Satzpunkt.
26 Kegeln hatten wir nun Vorsprung und im letzten Durchgang haben beide Mannschaften “blind” aufgestellt und somit kam es zur kuriosen Situation, dass von beiden Teams die Ersatzleute mit den Probewürfen begannen. Nach drei Minuten Einspielzeit entschieden sich die Serben ihre Spieler einzutauschen. Wir reagierten postwendend auf die Auswechslung und stellten Lukas Temistokle auf David Laincsak und Patrick Fritz auf Adrijan Loncarevic. Alle vier Spieler taten sich schwer ins Spiel zu finden. Am besten gelang es Laincsak, der Luki gleich einige Kegel abnahm und so unseren erhofften Plan gleich mal zum Bröckeln brachte. Doch Patrick sprang schon wie letztes Jahr in Belgrad in die Bresche und sicherte sich den ersten Satz. Auch im zweiten Satz hatte Luki keine Chance und mit 38 Kegel Rückstand standen die Chancen nun schlecht für den erhofften dritten Mannschaftspunkt. Patrick verpasste es den zweiten Satzpunkt zu gewinnen und auch der dritte Satz ging an Loncarevic. Luki verpasste ebenso den dritten Satzpunkt und somit war das Duell vorzeitig zu Gunsten der Serben entschieden.
Damit war unsere Ausgangslage vor der letzten Bahn äußerst angespannt, denn wir lagen 24 Kegel zurück und benötigten beide Satzpunkte und Patricks Mannschaftspunkt. Und der Start war alles andere als vielversprechend, aber ab dem 10. Wurf wendete sich das Blatt plötzlich. Luki spielte eine Kugel wie die andere und auch Patrick konnte seinem Gegner wieder gehörig unter Druck setzen. Zwei Wurf vor Schluss war es dann entschieden. Patrick holte sich mit 589 zu 587 Kegel den Mannschaftspunkt und gewann den letzten Satz mit 13 Kegel Vorsprung ebenso wie Luki (Gesamtergebnis 620 Kegel) und damit gingen wir sogar noch mit einem 5:3-Erfolg (2 Kegel Vorsprung) von der Bahn und konnten uns ausgelassen über den Viertelfinaleinzug freuen.
Als Fazit bleibt, dass sich in diesem Champions League Duell zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnet sind und die Zuschauer zwei äußerst spannende Spiele zu sehen bekommen haben. Am Ende setzten wir uns natürlich auch mit etwas Kampfglück, aber durchaus nicht unverdient durch.