Wie letztes Jahr trafen wir in der 1. Runde in der Champions League auf den KK Beograd. Diesmal hatten wir zuerst das Heimrecht und durften uns über ein volles Kegelsportzentrum freuen. Die Zuschauer sahen ein attraktives und spannendes Champions League Spiel mit dem besseren Ende für uns.
Wir versuchten mit vier taktischen Wechseln den Gegner aus der Reserve zu locken, gelungen ist es nur bedingt. Im ersten Durchgang konnte wir aufgrund der taktischen Wechsel die Duellgegner entscheiden. Wir entschieden uns für Martin Rathmayer gegen Daniel Tepsa und Matthias Zatschkowitsch gegen Ilija Jevremovic. Zwischen Martin und Tepsa war das Duell von Beginn an einseitig. Martin (671 Kegel) sicherte sich alle vier Satzpunkte und den Mannschaftspunkt. Matthias bekam von seinem Gegner auf den ersten 60 Wurf große Gegenwehr und lag nach zwei Bahnen zwar 1,5 zu 0,5 in Führung, hatte aber nur 3 Kegel Vorsprung. Die zweiten 60 Wurf war Matthias der klar bessere Spieler und mit der Tagesbestleistung von 682 Kegel holte auch er mit weiteren 3,5 Satzpunkten den Mannschaftspunkt.
Unser Kegelvorsprung aus dem ersten Durchgang schien zunächst schnell zu verschwinden, doch Patrick Fritz (gegen Bojan Klikaric) und Honza Mecerod (gegen Aleksandar Milinkovic) erfingen sich nach anfänglichen Schwächen. Honza lieferte vor allem in den mittleren Sätzen mit 172 und 191 Kegel ein Weltklasseleistung ab. Leider misslangen ihm die erste und letzte Bahn. Der Mannschaftspunkt ging mit 3:1 an den Mannschaftsbesten der Serben mit 679 zu 647 Kegel. Patrick verlor auch nur aufgrund einer schwächeren Schlussbahn mit 629 zu 652 Kegel bei Satzgleichstand.
Im letzten Durchgang stellten beide Teams Ersatzspieler auf. Wir führten den taktischen Wechsel zuerst durch, somit entschied Belgrad im letzten Durchgang über die Duelle. Und so traf Lukas Temistokle auf David Laincsak und Michal Kratochvil auf Adrijan Loncarevic. Mit unserem Kegelvorsprung ging es zunächst rasant bergab, erst als Michal ins Abräumen schön langsam in sein Spiel fand, konnten wir den freien Fall beenden. Die Satzpunkte gingen dennoch beide an die Serben. Im zweiten Satz schlugen Michal und Luki allerdings zurück und holten uns wieder einen ordentlichen Kegelpolster. Luki setzte sich zudem um über 30 Kegel von seinem Gegner ab. Die dritte Bahn ließ den Kampf um die verbleibenden Mannschaftspunkt nochmal ordentlich eng werden. Während Michal sich mit einer tollen Abräumleistung in die Poleposition um den Mannschaftspunkt brachte, konnte Laincsak Luki wieder viele Kegel abnehmen und ging zudem mit 2:1 in Führung. Somit war vor der letzte Bahn vom 4:4 bis zum 6:2-Sieg für uns alles möglich. Es stellte sich jedoch relativ früh heraus, dass die Favoriten in den jeweiligen Duellen die Punkte dann doch gewinnen sollten. Luki war im letzten Satz mit 178 Kegel deutlich stärker als sein Gegner und setzte sich schlussendlich bei 2:2 Gleichstand mit 670 zu 642 Kegel durch. Ebenso stark spielte Loncarevic auf der letzten Bahn und somit gewannen die Serben ihren dritten Mannschaftspunkt mit 660 zu 638 Kegel.
Das Spiel endete mit 5:3 Mannschaftspunkten und 14,5 zu 9,5 Satzpunkten für uns. Natürlich hätten wir uns ein deutlicheres Ergebnis erhofft, aber das Spiel hat klar gezeigt, dass sich hier zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen und so wird es in zwei Wochen in Belgrad ein enges Spiel um den Aufstieg in die zweite Runde werden.