Mit dem 6:2-Sieg beim BSV Voith St. Pölten konnten wir auch unser viertes Auswärtsspiel in dieser Saison gewinnen und liegen nun mit 8 Siegen aus 9 Spielen am zweiten Tabellenplatz. 2 Tabellenpunkte hinter den ungeschlagenen Neunkirchner und 5 Punkte vor dem SKC Kleinwarasdorf.
Das Spiel in St. Pölten gestaltete sich allerdings alles andere als leicht und das lag vor allem an unserer eigenen Leistung. Auf einer sehr ergiebigen Bahn schafften wir es durchwegs nicht ein gutes Spiel über vier Bahnen durchzuziehen. Honza Mecerod war im ersten Durchgang noch die Ausnahme. Mit vier Bahnen zwischen 157 und 165 Kegel konnte er drei Sätze gegen Oliver Christ für sich entscheiden und erzielte mit 640 Kegel zudem Tagesbestleistung. Patrick Fritz musste hingegen zum ersten Mal in dieser Saison den Duellsieg seinem Gegner überlassen. Er fand von Anfang an nicht gut ins Spiel, verlor vor allem ins Volle viele Kegel und so konnte er Alexander Tischler nur den letzten Satzpunkt abnehmen. Mit 589 zu 599 Kegel verlor ein nicht gerade hochklassiges Duell.
Aus diesem 1:1 im ersten Durchgang wurde eine 2:2 nach dem zweiten Durchgang. Michal Kratochvil hatte gegen einen zuletzt stark spielenden Filip Dejda alle Chancen, aber leider verpatzte er durch einige schlechte Phasen einen möglichen Mannschaftspunkt. Bereits auf der ersten Bahn hätte er seinem Landsmann den Satzpunkt abnehmen müssen (129 zu 134 Kegel). Im zweiten Satz spielten beide besser, Michal setzte sich auch durch und hielt das Duell offen. Der dritte Satz war wieder komplett zum Vergessen und so setzte sich Dejda von Michal ab. Eine starke Schlussbahn schraubte sein Ergebnis noch auf halbwegs erträgliche 579 Kegel hoch und ließ uns Gesamtkegeltechnisch nicht zu weit hinter St. Pölten fallen. Lukas Temistokle hatte mit Florian Quirin den stärksten Voithler an diesem Tag an der Backe. Nach Startschwierigkeiten von beiden, zeigten sie tolle Wurfserien. Quirin konnte nach verlorener ersten Bahn den Satzgleichstand herstellen. Im dritten Satz schlug Luki mit 169 Kegel zurück. Das St. Pöltner Küken konnte Luki auf der letzten Bahn nochmal gehörig unter Druck setzen, doch die Routine setzte sich am Ende durch und so blieb der Mannschaftspunkt mit 635 zu 626 Kegel bei uns.
Mit 6 Kegel Vorsprung ging wir in den alles entscheidenden Durchgang. Der österreichische Teamchef vermied am Ende doch das Duell gegen seinen Teamspieler und ließ sich durch Patrick Dvorak ersetzen. Dieser konnte Martin Rathmayer nicht wirklich unter Druck setzen, aber Martin schaffte es mit zwei Fehlwürfen en suite seinen Gegenspieler nochmal ins Spiel zu bringen und so teilten sie sich den ersten Satzpunkt. Ab dann war es ein einseitiges Duell zu Gunsten von uns. Martin holte mit 179 und 163 Kegel auf den folgenden Bahnen die vorzeitige Duellentscheidung. Im letzten Satz verpasste er ein besseres Ergebnis und so stellte er Honzas Tagesbestleistung von 640 Kegel ein. Matthias Zatschkowitsch blieb weiterhin gegen Matko Bulka, der nominellen Nr. 1 der St. Pöltner ungeschlagen. Beide hatte nicht ihren besten Tag. Matthias holte vor allem ins Volle viele Kegel gegen den Kroaten. Nach einem 1:1 zur Halbzeit holte sich Matthias den dritten Satz und konnte sich bereits etwas von Bulka absetzen. Den vierten Satzpunkt gewann wieder der Kroate, aber im Endeffekt konnte er Matthias im Kampf um den Mannschaftspunkt nicht mehr richtig unter Druck setzen und so entschieden wir auch dieses Duell mit 629 zu 615 Kegel für uns.
Das Endergebnis lautet 6:2 für uns. Mit 3712 Kegel ist die Generalprobe fürs Champions League Hinspiel allerdings nicht ganz geglückt. Gegen den KK Belgrad werden wir deutlich stärker Spielen müssen um am Ende nach zwei Spielen in die nächste Runde aufzusteigen.
Deshalb nochmal der Aufruf…kommts vorbei, unterstützt uns am kommenden Samstag, 26.11.2022 ab 13 Uhr gegen den serbischen Meister KK Belgrad. Wir brauchen jede Unterstützung die wir kriegen können und freuen uns auf ein volles Kegelsportzentrum.