Während man in den ersten zwei Auswärtsspielen die mannschaftliche Geschlossenheit noch vermissen hat lassen, konnten wir beim KSV Wien eine überzeugende und mannschaftlich geschlossene Auswärtsleistung bringen.
Zwei Wochen zuvor zwangen die Wiener mit einer starken Heimleistung den SKC Kleinwarasdorf in die Knie, dementsprechend waren wir auch gewarnt. Zu unserem Glück konnten sie die Leistung nicht wiederholen und verkauften sich an diesem Tag unter ihrem Wert. Wir nutzten das an diesem Tag eiskalt aus.
Nach verhaltenem Start ins Volle fand Martin Rathmayer mit einem grandiosen Abräumen so richtig ins Spiel und konnte gegen Jürgen Ertl mit 4:0 und 666 zu 581 Kegel gewinnen. Michal Kratochvil gewann den ersten Satz gegen seinen Landsmann Milan Blecha. Die mittleren Sätze konnte Blecha mit 171 und 176 Kegel für sich entscheiden. Auf der letzten Bahn kämpfe sich Michal mit einigen 9ern im Abräumen nochmal heran, am Ende blieb der Mannschaftspunkt bei 2:2 Sätze mit 665 zu 631 Kegel bei den Wienern.
Im zweiten Durchgang konnte Jan Mecerod einen hart umkämpften ersten Satz gewinnen. Ab diesem Zeitpunkt zeigte er ein fantastisches Volle-Spiel. Leider konnte er seine Gassensicherheit im Abräumen nicht fortsetzen und so blieb ihm eine höhere Quote verwehrt. Mit 622 Kegel gewann er glatt mit 4:0 gegen Fabian Eigner. Das zweite Duell fand zwischen unserem heuer noch unbesiegten Patrick Fritz und den Formstarken Riccardo Hennebichler statt. Den ersten Satz teilten sich die beiden mit etwas Glück, aus unserer Sicht. Im zweiten Satz konnte sich Patrick bereits etwas von Hennebichler absetzen. Eine schwache dritte Bahn vom Wiener nutzte Patrick eiskalt aus und holte sich bereits nach drei Bahnen den Mannschaftspunkt. Leider konnte Patrick am Ende nicht an starken Leistungen der ersten Bahnen anschließen und so blieb ihm ein noch besseres Ergebnis verwehrt. Mit 623 Kegel war aber auch er am Ende durchaus zufrieden.
Im letzten Durchgang gingen Matthias Zatschkowitsch und Lukas Temistokle auf die Bahn. Wir waren 3:1 und 101 Kegel voran, also war aufgrund dieser Konstellation wenig Spielraum für Überraschungen. Und die beiden zeigten absolut fantastischen Kegelsport. Matthias konnte den ersten Satz zwar nur mit 1 Kegel Unterschied gegen Peter Bugar gewinnen, aber mit 171 Kegel ging es schon eindeutig Richtung 700. So richtig auf Kurs brachte er sich dann auf der dritten Bahn mit 190 Kegel. Zu diesem Zeitpunkt hatte er auch den Mannschaftspunkt bereits sicher. Im letzten Satz spielte er nochmal 162 Kegel und erzielte somit erneut ein fantastisches Endergebnis von 687 Kegel. Noch besser lief es bei Luki. 179 und 180 Kegel auf den ersten zwei Bahnen zeigte schon eindeutig aufs Knacken der 700er Grenze. Mit 193 Kegel im dritten Satz wechselte er aber nun mit 552 Kegel auf die letzte Bahn und benötigte nun „nur“ mehr 148 Kegel für seinen ersten Auswärts-700er. Zunächst fand er nicht so richtig in die Gasse, aber spätestens mit dem 16. Wurf war die kurze mentale Blockade gelöst und er erzielte mit 713 Kegel die Tagesbestleistung. Das Orther Powerduo erzielte im letzten Durchgang also gemeinsam 1400 Kegel und schraubte unsere Mannschaftsleistung auf 3942 Kegel (657 Schnitt) hinauf. Es ist das zweite Mal, dass wir auswärts über 3900 Kegel erzielen konnten.
Mit diesem 7:1 Sieg bleiben wir unverändert an zweiter Tabellenposition hinter den verlustpunktefreien Neunkirchner.
Am kommenden Samstag kommt es zum Spitzenspiel gegen den SKC Kleinwarasdorf im Orther Kegelsportzentrum. Ab 14 Uhr geht es los. Wir freuen uns auf ein zahlreiches Publikum.