Nach der schwachen Leistung im Spiel um Platz 3 beim Weltpokal wollten wir beim Grün Weiß Micheldorf zeigen, dass wir auswärts doch mehr drauf haben, als wir beim letzten Spiel in München gezeigt haben. Leider konnte wir auch in Micheldorf keine heroische Auswärtsleistung erzielen. Mit einem souveränen 7:1 Sieg dürfen wir dennoch nicht unzufrieden sein.
Um den Gegner gar nicht erst ins Spiel lassen zu kommen, begannen wir mit Patrick Fritz gegen Daniel Ecker und Matthias Zatschkowitsch attackierte gleich im ersten Durchgang die Nr. 1 der Oberösterreicher Thomas Langbauer. Patrick hielt seinen Gegner auf den ersten 60 Wurf im Spiel, denn aufgrund seines schwachen Starts, lag Ecker mit 2:0 vorne. Währenddessen montierte Matthias die Nr. 1 der Micheldorfer regelrecht ab und führte nach zwei Bahnen mit 340 zu 280 Kegel 2:0. Auf Bahnrekordkurs liegend, lieferte er weiterhin eine Spitzenleistung ab, holte am Ende ein klares 4:0 und erzielte mit 666 Kegel neuen Einzelbahnrekord. Auch Patrick kniff nochmal die Arschbacken zusammen und zeigte sich auf den zweiten 60 Wurf stark verbessert. Er holte sich die weiteren zwei Sätze und konnte mit 559 zu 540 Kegel auch den Mannschaftspunkt gewinnen.
Im zweiten Durchgang zeigte Michal Kratochvil gegen Thomas Futschik zu Beginn, dass er sich in Micheldorf sehr wohl fühlte und entschied die ersten beiden hart umkämpften Sätze für sich. Sein Gegner ließ auf den darauffolgenden Bahnen nach und leider passte sich auch Michal dem Spiel seines Gegners an. Waren es im dritten Satz noch 141 Kegel und der siegbringende Satzpunkt, fand er im letzten Satz keine Lockerheit mehr und beendete sein Spiel mit lediglich 131 Kegel. Somit holte er zwar klar den Mannschaftspunkt, mit ausbaufähigen 570 Kegel ließ aber auch er einige Kegel liegen. Lukas Temistokle sollte im zweiten Durchgang den tschechischen Legionär der Micheldorf Tomas Cozik eliminieren. Doch obwohl Luki mit 10 Wurf 80 im ersten Satz begann, kam ihm der Tscheche auf den darauffolgenden Würfen immer näher und schnappe unserem Blondschopf am Ende doch noch den Satzpunkt weg. Im zweiten Satz kam es auf den letzten Wurf an. Luki spielte einen 5er, während Cozik seine verbleibenden vier Kegel mit einem Wurf abräumte und so die Satzpunkteteilung erzwang. Unter Zugzwang stehend, fehlte Luki die nötige Lockerheit seinen Gegner unter Druck zu setzen. Erst gegen Ende der dritten Bahn konnte er sich nochmal an seinen Gegner heranarbeiten, doch auch dieser Satzpunkt blieb mit 155 zu 150 Kegel beim Micheldorfer Legionär. Luki betrieb im letzten Satz nochmal ordentlich Schadensbegrenzung und spielte am Ende kegelmäßig mit 620 zu 614 sogar 6 Kegel mehr als der Tscheche.
Mit einem 3:1 und 181 Kegel Vorsprung war der Käse nun so gut wie gegessen. Bei Honza Mecerod sah es zu Beginn so aus, als würde er mit der Micheldorfer Bahn heuer besser zu recht kommen. Er holte sich Satz 1 und 2 und lag auf Kurs eine gute Leistung zu erzielen. Leider machten ihm die Bahnen 1 und 2 einen Strich durch die Rechnung. Im dritten Satz konnte sein Gegner Christian Wögl mehr als die Hälfte der verlorenen Kegel aufholen und machte das Duell nochmal spannend. Im letzten Satz spielten beide überschaubar gut. Am Ende blieb der Mannschaftspunkt verdient aufgrund der ersten 60 Wurf mit 553 zu 545 Kegel bei Honzi. Ein enges Duell lieferte sich zu Beginn Martin Rathmayer mit Gabriel Kaiblinger. Martin konnte den ersten Satz mit zwei Kegel unterschied gewinnen, aber der lange Micheldorfer schlug gleich im zweiten Satz zurück und sicherte sich diesen ebenfalls mit zwei Kegel Differenz. Somit startete auf der dritten Bahn alles von Anfang. Aber von Beginn an ließ sich Martin nicht mehr die Schneid abkaufen. Mit 168 Kegel holte er sich einen 36 Kegel Vorsprung für den letzten Satz und diesen wusste er auf der letzten Bahn auch zu verteidigen. Mit 622 zu 575 Kegel holte er unseren 5. Duellsieg und besiegelte den klaren 7:1 Erfolg.
Am kommenden Wochenende kommt nun der KV Schwaz zu uns. Letztes Jahr war das Duell auf unserer Heimbahn sehr ausgeglichen und spannend. Momentan haben die Tiroler mit einigen Verletzten zu kämpfen, allerdings zeigte sie dennoch bereits sehr gute Leistungen und konnte auch in Kleinwarasdorf ein Unentschieden holen. Die Zeichen für ein qualitativ hochwertiges Spiel stehen also äußerst gut!