Enttäuschung im Spitzenspiel

Bereits in der 2. Runde war es diese Saison soweit. Wir treffen als amtierender Meister in der Superliga auf den Titelfavoriten SK FWT Composites Neunkirchen. Nach dem knapp verfehlten Österreichrekord aus der Vorwoche hatten wir ordentlich Selbstvertrauen getankt und trauten uns den Heimsieg gegen Huber & Co. auch zu.

Das Spiel entwickelte sich zu einem richtigen Topspiel für das zahlreiche Publikum live vor Ort, aber auch vorm Livestream. Martin Rathmayer verschlief den Start und musste Neuzugang Philipp Vsetecka die ersten beiden Satzpunkte überlassen. Im dritten Satz fand er nun endlich zu seinem Spiel und konnte mit 176 Kegel den Satzpunkt gewinnen. Viel Kegel ließ sich Vsetecka allerdings nicht abnehmen und deshalb betrug Martins Rückstand weiterhin 14 Kegel. Im letzten Satz konnte er den Neunkirchner nochmal ordentlich unter Druck setzen, sah während dem Abräumen schon fast wie der Sieger aus, ehe ihm der Anwurf am 26. Wurf misslang und der die Stellung mit dem nächsten Wurf nochmal verschlechterte. Somit blieb der Mannschaftspunkt mit 651 zu 648 Kegel bei Neunkirchen. Auch das zweite Duell im ersten Durchgang verlief ähnlich spannend. Allerdings gab Honza Mecerod zunächst den Ton an und brachte sich mit 184 Kegel gleich mal mit 17 Kegel in Front. Auf den nächsten Bahnen fehlten immer wieder ein paar Kegel um den Satzpunkt zu gewinnen. Er lag vor der letzten Bahn 1:2 zurück und musste 3 Kegel auf Janze Luzan aufholen. Es war weiterhin ein enges Spiel, aber auch hier hatte am Ende der Neunkirchner Legionär die besseren Nerven und setzte sich mit 652 zu 648 Kegel durch.

7 Kegel hatten wir nach dem ersten Durchgang nur Rückstand, aber noch keinen Mannschaftpunkt auf dem Konto. Also waren Patrick Fritz und Lukas Temistokle im zweiten Durchgang bereits unter Zugzwang. Zu Beginn deutete nur wenig auf Duellsiege von uns hin. Markus Vsetecka, der Gegner von Patrick, begann mit 172 Kegel und setzte sich 20 Kegel von Patrick ab. Im zweiten Satz schwächelten beide und so konnte Patrick mit lediglich 132 Kegel für den Satzausgleich sorgen. Auch im dritten Satz behielt Patrick die Oberhand und ging nun mit 2:1 in Führung. Vsetecka spielte daraufhin grandiose Volle und konnte Patrick wieder abhängen. Dieser kämpfe sich ins Abräumen nochmal ordentlich zurück und beendete sein Spiel mit 603 Kegel. Der Neunkirchner hatte nun noch 2 Wurf, 595 Kegel und das volle Bild am Vierpass stehen. Mit einem 6er benötigte er nun alle drei Kegel für den Mannschaftspunkt, trifft er 2, teilen sich die beiden den Mannschaftspunkt, trifft er nur einen Kegel, würden wir endlich unseren ersten Mannschaftspunkt gewinnen. Er traf zwei und somit teilten sich Patrick und Vsetecka mit jeweils 603 Kegel den Mannschaftpunkt und dieser half Neunkirchen mehr als uns. Denn auch Lukas konnte in einem engen hochklassigen Duell den Mannschaftspunkt nicht gewinnen. Nachdem er die erste Bahn um 5 Kegel verlor, konnte er die zweite mit 4 Kegel Abstand gewinnen. Der dritten Satz gehörte leider ganz Bojan Vlakevski, der vor dem letzten Satz nun 24 Kegel vorne. Aber Lukas gab nicht auf, er zeigte einen tollen Kampfgeist und kämpfte sich mit einer tollen Schlussbahn nochmal ordentlich an den Kroaten heran. Am Ende fehlte mit 674 zu 676 auch ihm nur ein paar Kegel für den Mannschaftpunkt.

Unglaublich aber wahr, mit 9 Kegel Rückstand hatten wir nur einen halben Mannschaftspunkt am Konto und beide Mannschaften wussten, dass die beiden letzten Duelle zwei klare Favoriten hatten. Lukas Huber war gegen unseren Michal Kratochvil klarer Favorit, ebenso wie Matthias Zatschkowitsch gegen den Neunkirchner Routinier Michael Gollubits. Somit rechneten wohl die meisten mit einem 4,5 zu 3,5 Sieg für Neunkirchen. Und so kam es dann auch. Obwohl Lukas Huber mit einer verkorksten Startbahn uns nochmal Hoffnungen machte. Michal lag damit 1:0 in Führung und Matthias startete bärig mit 192 Kegel. Im zweiten Satz drehte das Duell zwischen Huber und Michal aber leider schon wieder, während Matthias weiterhin alles im Grifft hatte. Michal kam auch im dritten Satz nicht an Huber heran und so war unsere Niederlage so gut wie besiegelt. Im letzten Satz setzte Michal nochmal alles daran, den Neunkirchner noch irgendwie einzuholen, allerdings hielt dieser dem gewaltigen Druck stand und setzte sich mit 641 zu 615 Kegel durch. Matthias zeigte erneut seine Sonderklasse in Österreich und erzielte in diesem Spitzenspiel mit 714 Kegel die absolute Tagesbestleistung und ließ Gollubits mit 633 Kegel keine Chance.

Somit kam es wirklich zum Ausnahmefall, dass die Mannschaft mit mehr Kegel verliert, denn wir hatten zwar mit 3902 zu 3856, 46 Kegel mehr auf dem Konto, aber wir waren nicht fähig mehr als 1,5 Duelle für uns zu entscheiden und so gehen wir als verdienter Verlierer aus diesem Duell. Schmerzhaft, enttäuschend, aber der Blick geht nach vorne und die nächste Aufgabe steht bereits kommenden Samstag in Tirol mit dem KSK Jenbach vor der Tür. Gegen den Aufsteiger soll ein Sieg her und mit einer guten Auswärtsleistung wollen wir weiterhin Selbstvertrauen für den anstehenden Weltpokal sammeln.

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