Sensationssieg in Neunkirchen

Unglaublich was sich da im ASKÖ Sportkegelzentrum in Neunkirchen abgespielt hat. Eine halbe Ewigkeit ist es schon her, dass wir in Neunkirchen eine gute Leistung geboten haben und diesmal da haben wir mannschaftlich eine sensationell starke Leistung gebracht und mit 7:1 beim Spitzenteam aus Neunkirchen gewonnen.

Der Matchplan stand für uns schon seit einigen Wochen fest. Wir stellen auf vier mögliche Mannschaftspunkte auf und sind mit einem damit resultierendem Unentschieden zufrieden. Hört sich alles gut und schön an, aber Mannschaftspunkte gegen Essmeister, Gollubits, Dimitrovski und Spreng zu machen ist keine leichte Sache, vor allem müssen wir für das Unentschieden ja alle vier Duelle für uns entschieden, also einen Ausrutscher durften wir uns nicht leisten. Und wir schwierige es werden würde zeigte bereits das Duell zwischen unserem Honza Mecerod und Christoph Essmeister. Denn während Honza noch nicht richtig ins Spiel fand, war Essmeister bereits in Spiellaune und sicherte sich mit 167 zu 131 Kegel gleich den ersten Satzpunkt und versetzte uns den ersten Dämpfer. Aber Honzas Antwort war beeindruckend. Mit 188 Kegel im zweiten Satz nahm er einem nun schwächelnden Essmeister 64 Kegel ab und lag nun kegelmäßig deutlich voran. Doch Essmeisters Kampfgeist war nicht gebrochen, bereits in einem engen dritten Satz konnte er Honza erneut den Satzpunkt mit 169 zu 164 Kegel abnehmen. Wer nun den letzten Satz für sich entschied, würde den Mannschaftspunkt in sein Team holen. Honza zeigte keine Anzeichen von Nervosität und brachte den Mannschaftspunkt schlussendlich souverän mit 169 Kegel im letzten Satz und insgesamt 652 Kegel nach Hause, somit war das erste Duell für uns entschieden. Wie lief das zweite Duell im ersten Durchgang ab. Gegen den kroatischen Legionär der Neunkirchner Bojan Vlakevski durfte Marco Brandner, der für den verhinderten Michal Kratochvil eingesprungen war, ran. Auf der ersten Bahn sah es zunächst nach einer klaren Sache für den Kroaten aus, doch aufgrund einer bärenstarken Abräumleistung hatte Marco am Ende sogar noch die Chance auf den Satzpunkt, der ihm allerdings mit 158:160 Kegel verwehrt bliebt. Die zweite Bahn misslang Marco leider total. Doch aufgeben war keine Option. Im dritten Satz konnte er sich wieder fangen und im vierten Satz zeigte er mit 169 Kegel sein ganzes Potenzial und lieferte im Endeffekt mit 575 Kegel eine anständige Leistung ab. Vielleicht war es gerade seine Leistung auf der letzten Bahn kombiniert mit dem toll eroberten Punkt von Honza, der uns an diesem Tag zur Bestleistung trieb.

Doch der Beginn im zweiten Durchgang war alles andere als vielversprechend. Martin Rathmayer verhaute den Start seines Spiels total und lag nach zwei Bahnen mit 0:2 und minus 29 Kegel gegen Michael Gollubits zurück. Matthias Zatschkowitsch spielte zeitgleich zwar besser als Martin, aber auch er lag mit 0:2 gegen den neuen Legionär der Neunkirchner Dimitar Dimitrovski zurück und auch bei ihm waren es bereits über 20 Kegel Rückstand. Aus dem Publikum hörte man schon die ein oder andere Stimme, dass das Spiel schon entschieden wäre, aber was dann passierte war ein unglaublicher Wendepunkt. Martin schüttelte seine Selbstzweifel nach den ersten beiden Bahnen ab und legte eine 183er Bahn hin, womit er nicht nur den Satzpunkt holte, sondern sich kegelmäßig gegen Gollubits in Führung brachte, somit musste er die letzte Bahn für den Mannschaftspunkt gewinnen. Matthias stand Martin im dritten Satz mit 179 Kegel um nichts nach, konnte aber dennoch nur 8 Kegel auf einen famos spielenden Dimitrovski aufholen. 13 Kegel lag er noch hinten, diese mussten für den Mannschaftspunkt auf der letzten Bahn noch aufgeholt werden. Während Martin sein Duell mit einer stabilen Schlussbahn gegen Gollubits für sich entschied und mit 631 Kegel doch noch eine gute Leistung brachte, spielte Matthias weiterhin eine annähernd fehlerlose Partie. Mit 191 Kegel auf der letzten Bahn sicherte er sich sensationell überlegen noch den Mannschaftspunkt mit 687 zu 665 Kegel.

Plötzlich waren wir wieder vollkommen auf Kurs Richtung Unentschieden und nicht nur das, wir lagen sogar 27 Kegel voraus und hatten durch diese Aufholjagd einen gewissen Wind im Rücken.

Zu Beginn des dritten Durchganges waren es ausgeglichene Duelle. Luki Temistokle verpasste es im ersten Satz gegen Manuel Spreng den Deckel drauf zu machen und so nutzte Spreng diese Gelegenheit und holte sich den ersten Satz um einen Kegel. Patrick Fritz hielt mit Lukas Huber sehr gut mit, vermieste sich allerdings selbst die Chance auf den Satzpunkt mit einem langen Brettl zum Schluss, so ging auch dieser Satzpunkt an Neunkirchen. Die Euphorie bei den heimischen stieg also wieder an. Doch Luki und Patrick wussten diese Euphorie im Keim zu ersticken und holten sich souverän, allerdings auch unter mit Hilfe der Gegner die Satzpunkte und plötzlich lagen wir um 70 Kegel in Führung. War es tatsächlich möglich, dass wir für die große Sensation sorgen? Huber wirkte im dritten Satz angeschlagen und Patrick konnte weiter mit ihm mithalten. Luki vermasselte seinen Start auf der dritten Bahn total und lag ins Volle über 20 Kegel zurück. Mit einem starken Abräumen sicherte er sich doch noch den dritten Satz und sorgte gewissermaßen für eine kleine Vorentscheidung. Denn er lag nun 37 Kegel voran und somit war unser vierter Mannschaftspunkt und das damit verbundene Unentschieden so gut wie fix. Da aber Patrick nur 10 Kegel auf Huber verlor, lag unser Vorsprung weiterhin bei 67 Kegel und Patrick hatte zudem ebenfalls noch die Chance auf den Mannschaftspunkt. Und tatsächlich…mit einem 170er Finish holte sich Patrick den letzten Satzpunkt und setzte sich mit 623 zu 616 Kegel gegen Lukas Huber durch. Auch Luki konnte den letzten Satz gewinnen und gewann sein Duell klar mit 619 zu 568 Kegel.

Die Sensation war perfekt. 7:1 in Neunkirchen. 631 Kegel Schnitt. Die Freude war riesengroß. Auch Neunkirchen erkannte unsere Topleistung nach dem Spiel bei der Verabschiedung an und zeigte sich auch gleichzeitig kämpferisch. Am Schluss bleibt noch zu sagen, dass wir Lukas Huber alles Gute für seine bevorstehende Operation wünschen und hoffen, dass er bald wieder auf die Kegelbahn zurückkehren kann. Außerdem nochmal ein riesen Glückwunsch an die ganze Mannschaft zu dieser sehr starken Leistung.

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