SIEG IM SPITZENSPIEL

In einem wahren Schlagerspiel beim BSV Voith St. Pölten konnten wir uns nach 0:2 Rückstand noch deutlich mit 6:2 durchsetzen und damit den Rückstand auf Neunkirchen halten.

Den besseren Start erwischte eindeutig der BSV Voith. Sie stellten wiedermal unter Beweis wie stark ihr Startdurchgang doch ist. Thomas Langbauer erzielte in einem hart umkämpften Duell mit Martin Rathmayer die Mannschaftsbestleistung von 633 Kegel, während Martin sich mit 617 Kegel geschlagen geben musste. Michal konnte mit der Nr. 1 der Landeshauptstädter Philipp Vsetecka auf der ersten Bahn gut mithalten und teilte sich Satz 1 mit dem Deutschland-Rückkehrer. Doch obwohl Vsetecka von seiner Topleistung weit entfernt war, konnte Michal die Schwächen seines Gegner nicht nutzen und ging am Ende deutlich mit 567:616 Kegel unter. Das einzige Positiv daran war, dass sich der Kegelrückstand mit 65 Kegel in Zaum hielt.

Die große Wende folgte im zweiten Durchgang. Bei Patrick Fritz sah es zum Start im Duell mit Filip Dejda zunächst so aus, als könnte er dem Tschechen gleich enteilen, doch der St. Pöltner Legionär konnte sich im Abräumen wieder herankämpfen und Patrick fast noch den Satzpunkt streitig machen. Im zweiten Satz konnte der Tscheche dann ausgleichen und es entbrannte ein enges und spannendes Duell bis zum Schluss. Währenddessen hatte Luki Temistokle mit seinem Gegner wenig Probleme. Markus Vsetecka erwischte keinen guten Tag und Luki wusste dies eiskalt auszunutzen. Mit einem glatten 4:0 Sieg setzte er sich deutlich mit 620:555 Kegel durch. Auf der anderen Seite spitzte sich die Lage immer mehr zu. Den dritten Satz entschied Patrick mit einem 9er am vorletzten Wurf für sich und hatte nun 8 Kegel Vorsprung auf Dejda. Doch das Volle ging bei Patrick total in die Hose. Mit einem starken Abräumspiel kam er im Kampf um den Mannschaftspunkt nochmal zurück. Mit zwei „Kunstwürfen“, einmal Kegel 3, 4, 6 und einmal Kegel 2, 4, 6, 7, und einem 9er holte er sich am Ende den Mannschaftspunkt und brachte das Momentum nun auf unsere Seite.

Mit 9 Kegel plus bei einem 2:2 startete der letzte Durchgang. Matthias bekam den wiedergenesenen Kroaten Matko Bulka als Gegner und Jiri Vesely sollte sich gegen Alexander Tischler durchsetzen. Matthias zeigte gleich von Beginn weg, dass Bulka ein Traumcomeback feiern musste, um ihn schlagen zu wollen. Mit 170 Kegel setzte er sich gleich mal 13 Kegel vom Kroaten ab. Doch von einer Matchentscheidung waren wir noch weit entfernt, da Jiri gleichzeitig 20 Kegel auf Tischler im ersten Satz verlor. Die Vorentscheidung zu unseren Gunsten fiel im zweiten Satz. Bulka spielte sehr starke Volle, Matthias hielt mit ihm mit und setzte sich im Abräumen erneut von ihm ab. Mit 177:166 Kegel ging ein weiterer Satz an Matthias. Jiri schlug im Duell mit Tischler zurück und erzielte mit 186 Kegel die höchste Bahn an diesem Tag. Gemeinsam spielten Matthias und Jiri also 363 Kegel im zweiten Satz und brachten uns einen Kegelvorsprung von 54 Kegel ein. Die Partie flaute danach etwas ab. Die Sätze waren alle hart umkämpft, aber eine richtig hohe Bahn gab es keine mehr. Matthias konnte das Duell im dritten Satz mit einer Punkteteilung für sich entscheiden. Im letzten Satz holte sich Bulka den Ehrenpunkt. Matthias spielte mit 642 Kegel unsere Tagesbestleistung. In zwei engen Sätzen konnte sich Jiri zweimal knapp durchsetzen und holte unseren vierten Mannschaftspunkt mit 622:593 Kegel. Mit einem Schnitt von 616 Kegel konnten wir endlich zum ersten Mal in St. Pölten gewinnen und somit erster Verfolger hinter Neunkirchen bleiben. Ausschlaggebend für den Sieg war für Kapitän Martin Rathmayer vor allem die kompakt starke Mannschaftsleistung, aber auch der hart umkämpfte Mannschaftspunkt von Patrick, der uns mental auf jeden Fall einen Schub für den letzten Durchgang gegeben hat.

Nächste Woche geht es zum Tabellen 9. KSK Austria Krems. Ein leichtes Auswärtsspiel? Wohl eher nicht, denn obwohl die Kremser erst 2 Tabellenpunkte haben, sind sie zuhause auf keinen Fall zu unterschätzen, wir sind auf ein schweres Auswärtsspiel eingestellt.

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