Champions League Abenteuer vorbei

Im Rückspiel der 1. Champions League Runde setzte sich erneut Podbrezova durch. Vor vollem Haus entschieden die Slowaken das Spiel mit neuem Bahnrekord mit 5:3 für sich. Wir boten allerdings eine tolle Leistung und dürfen mit unserem Champions League Auftritt zufrieden sein.

Der Titelverteidiger kam etwas angespannt nach Orth. Denn nach einem nicht zufriedenstellenden 4. Platz beim Weltpokal im Oktober und Leistungsschwankungen in der Meisterschaft war die Brust nicht besonders breit. Allerdings zeigte sie eine starke mannschaftliche Leistung und holten sich somit auch den Mannschaftsbahnrekord. Die Ausgangslage für uns war klar, wir mussten mit 6:2 gewinnen um den Aufstieg zu schaffen. Dass die Aufgabe sehr schwierig war, war uns bewusst und so blieb uns nichts anderes übrig, als auf die taktische Möglichkeit zurückzugreifen 4 Spieler auszutauschen. Regulär aufgestellt wurden im ersten Durchgang Michal Kratochvil und Martin Rathmayer. Die Slowaken überließen nichts dem Zufall und stellten mit Erik Kuna und Vilmos Zavarko ihre zwei besten Spieler gleich im ersten Durchgang auf. Dies führte gleich dazu, dass wir einen Haufen Kegel in Rückstand gerieten. Zavarko startete mit fantastischen 197 Kegel und nahm Martin, der mit 170 Kegel eine starke Bahn spielte, 27 Kegel ab. Michal stand total auf verlorenem Posten und verlor über 60 Kegel auf der ersten Bahn. Die zweite Bahn lief schon mehr nach unserem Geschmack. Martin nahm Zavarko den Ehrensatzpunkt mit weiteren 170 Kegel ab und auch Michal konnte mit einem knappen Satzgewinn ausgleichen. Zavarko ließ ab dann einem schwächer werdenden Martin keine Chance mit und siegte deutlich mit 3:1 und 712:636 Kegel. Michal konnte erneut mit Kuna mithalten und die beiden teilten sich den dritten Satzpunkt. Sollte Michal nun auch die letzte Bahn gewinnen, würde er trotz viel weniger Kegel den für uns so wichtigen Mannschaftspunkt holen. Aber leider, er fand nicht mehr ins Spiel und Kuna setzte sich am Ende mit 2,5:1,5 Satzpunkten und 658:578 Kegel durch.

Was nun folgte war der Taktierung unsererseits geschuldet, denn auch der Titelverteidiger taktierte mit zwei Ersatzspielern im Mitteldurchgang und so warteten beiden Mannschaften auf die Einwechslung der anderen um die Wunschpaarungen zu erzielen. Amüsiert davon, dass nun vier Ersatzspieler mit den Probewürfen begonnen und beide Teamkapitäne auf die Auswechslung des anderen warteten, verloren wir zuerst die Geduld und brachten Jiri für Marco und Patrick für Erich ins Spiel. Die logische Antwort von Podbrezova war Daniel Tepsa auf Patrick zu bringen und Peter Nemcek auf Jiri. Jiri hatte Nemcek wie erwartet vom ersten Wurf weg im Griff, hatte aber zwischendurch auch etwas zu kämpfen. Er lieferte allerdings erneute eine bärenstarke Leistung ab. Mit 173, 178 und 189 Kegel legte er den Grundstein für seine neue persönliche Bestleistung und seinen zweiten 700er. Mit 168 Kegel im letzten Satz beendete er sein Spiel mit 708 Kegel und holte sich unseren ersten Mannschaftspunkt. Beim Duell Patrick gegen Tepsa ging es für Podbrezova mehr oder weniger schon um den Aufstieg, denn sollten wir noch einen Mannschaftspunkt abgeben, wäre Podbrezova fix in der 2. Runde. Zu Beginn sah es auch so aus, als würde Patrick keine Chance haben, doch dank einem fantastischen Abräumen brachte er sich bis auf 2 Kegel an seinen Gegner heran. Im zweiten Satz bestimmte er, wieder dank starken Abräumen, das Duell und ging mit 170:152 auch kegelmäßig recht deutlich in Führung. Patrick war nun in einem Flow und legte 111 Kegel ins Volle nach. Leider misslang ihm ein Anwurf und dies kostete ihm auf der dritten Bahn den Satzpunkt. Nun kam der Showdown auf seiner ungeliebten 1er Bahn. Der Satzpunkt musste für unsere letzte Chance her. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand Patrick zurück ins Spiel und konnte das Duell noch länger offen halten. 155 Kegel reichten im letzten Satz leider nicht für den Satzpunkt und somit blieb Tepsa mit 3:1 Sätzen der Sieger. Patrick erzielte allerdings eine neue persönliche Bestleistung mit 642 Kegel.

Für unsere beiden jungen Spieler ging es im letzten Satz somit nur mehr um Ergebniskosmetik, da Podbrezova die drei benötigten Mannschaftspunkte schon hatten. Sowohl Matthias, als auch Lukas wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Matthias zeigte gegen Tomka auf drei Bahnen ein relativ durchwachsenes Spiel, hatte aber dennoch zwei Satzpunkte auf seiner Seite. Mit 176 Kegel beendete er sein Spiel und gewann mit 633:620 Kegel das Duell. Luki startete mit zwei Bahnen knapp über 150 und hatte einen Satzpunkt inne. Im dritten Satz brillierte er sowohl ins Volle, als auch ins Abräumen. Es resultierten 182 Kegel daraus. Auf der letzten Bahn verpasste er es eine ähnlich gute Bahn nachzulegen, 144 Kegel reichten dennoch erneut für den Satzgewinn und mit 634 Kegel reihte er sich mit einer weiteren starken Leistung in unsere tolle Mannschaftsleistung ein. Mit 3894 Kegel stellte Podbrezova einen neuen Mannschaftsbahnrekord bei uns auf. Mit 3831 Kegel fehlten für uns wieder erneut knapp über 60 Kegel auf die Slowaken. Sie gewannen somit auch das Rückspiel, diesmal mit 5:3 und setzten sich am Ende mit 10,5: 5,5 Mannschaftspunkten und 23:25 Satzpunkten durch.

„Wir dürfen durchaus mit unserer Champions League Premiere zufrieden sein. Wir haben den Titelverteidiger zumindest etwas nervös gemacht und haben zuhause unsere bisher zweitstärkste Leistung gezeigt. Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns vor Ort(h) unterstützt haben und für einen besonderen Nachmittag für uns gesorgt haben. Natürlich möchte ich mich auch im Namen der Mannschaft bei allen Helfern bedanken, die uns einen tollen Champions League Auftritt beschert haben. Gratulation nochmal an Podbrezova und viel Erfolg für die weiteren Runde. Und schlussendlich nochmal ein Kompliment an meine Mannschaft, die bewiesen hat, dass sie international durchaus konkurrenzfähig ist.“ so Kapitän Martin Rathmayer über die gelungene CL-Premiere.

Spielbericht

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