Im Champions League Hinspiel der 1. Runde setzte es eine knappe 2,5:5,5 Niederlage gegen den Titelverteidiger in Podbrezova. Herausragender Akteur war bei uns Matthias Zatschkowitsch mit 668 Kegel!
Auf der herrlichen 6-bahnige Anlage in Podbrezova durften wir unsere Champions League Premiere feiern. Mit zwei Dutzend mitgereisten Fans hatten wir jede Menge Unterstützung vor Ort und wurde sichtlich davon beflügelt. Vor allem Jiri Vesely und Matthias Zatschkowitsch zeigten eine starke Leistung im ersten Durchgang. Die beiden hatten mit ihren Gegner wenig Mühe und Matthias spielte den slowakischen Teamspieler Bystrik Vadovic mit 4:0 und 668 zu 590 Kegel an die Wand. Auch Jiri machte mit dem serbischen Teamspieler Daniel Tepsa kurzen Prozess. Mit 3:1 Satzpunkten und 636 zu 605 Kegel ging auch er als klarer Sieger von der Bahn. Damit war unser Plan in diesen beiden Duellen aufgegangen, allerdings zog Kapitän Martin Rathmayer nicht mit. Gegen Milan Tomka verschlief er die ersten beiden Bahnen total und rannte somit einem 0:2 Rückstand und einiges an Kegeln hinterher. Nachdem er im dritten Satz anschreiben konnte, musste er nun auf der letzten Bahn die restlichen Kegeln aufholen. Er spielte starke 170 Kegel zum Schluss, allerdings reichte diese Zahl nur um 14 Kegel aufzuholen und somit blieb Tomka mit 604:603 Kegel siegreich.
Wir lagen in Podbrezova 108 Kegel und mit 2:1 in Führung. Allerdings kam noch Vilmos Zavarko, das Um und Auf im Kegelsport und somit war es natürlich nicht leicht, diesen Kegelvorsprung über die Runden zu bringen. Wichtig für uns war, noch einen weiteren Mannschaftspunkt zu holen und einiges an Satzpunkten mitzunehmen. Zavarko zeigte gleich auf der ersten Bahn, dass er nichts dem Zufall überlassen wollte. Josef versuchte sein bestes, musste aber nach 60 Wurf verletzungsbedingt durch Marco Brandner ersetzt werden. Dieser begann mit wenig Scheu gegen den besten Kegler der Welt und spielte 104 Volle. Leider misslang ihm das Abräumen total und so ließ er einiges an Kegel liegen. Im letzten Satz lieferte er allerdings die große Sensation. Er nahm Zavarko mit 156:154 Kegel den Satzpunkt ab und kann nun als einer von wenigen Spielern sagen, dass er keine negative Bilanz gegen den Serben hat. Mit 681 zu 561 Kegel war Zavarko dennoch deutlich der Sieger. Auch Michal war gegen Erik Kuna auf verlorenem Posten. Obwohl ihm sich immer wieder Chancen auf vereinzelte Satzpunkte boten, reichte es am Ende für keinen einzigen und so verlor er ein Duell mit 0:4 und 622:572 Kegel. Das wichtigste Duell im zweiten Satz war allerdings das zwischen Lukas Temistokle und Peter Nemcek. Hier sollte der dritte Mannschaftspunkt eingefahren werden. Luki startete gut, ließ nur ins Volle einige Kegel liegen. Nach zwei Bahnen stand es 1:1 und Luki lag 3 Kegel vorne. Im dritten Satz verpatzte er das Abräumen und ließ sich so die Chance auf seinen zweiten Satzpunkt entgehen. So ging der Slowake mit einer knappen Führung auf die letzte Bahn. Luki konnte das Steuer bereits ins Volle wieder herumreißen und brachte sich auf Siegeskurs. Doch am Ende machten ihm zwei schlechte Anwurf und Pech am letzten Wurf einen Strich durch die Rechnung. Die beiden teilten sich mit 610 Kegel den Mannschaftspunkt, was Podbrezova fürs Rückspiel sicher mehr hilft als uns. Mit 3650 zu 3712 Kegel war es kein Spiel auf allerhöchstem Niveau auf der sehr ergiebigen Bahn in Podbrezova, aber wir haben gezeigt, dass wir nicht all zu weit weg von ihnen sind.
Kapitän Martin Rathmayer fand klare Worte zu dem Spiel und bedankte sich nochmals bei allen Fans: „Wir dürfen auf keinen Fall unzufrieden mit diesem Spiel sein, aber angesichts der sich gebotenen Chancen haben wir es einfach verabsäumt eine weit bessere Ausgangslage fürs Rückspiel zu haben. Auf diesem Niveau kann man sich einfach nicht viele Aussetzer leisten. Wir möchten uns nochmal bei allen mitgereisten Fans für die tolle Unterstützung bedanken, es hat dank eurer Unterstützung wahnsinnig viel Spaß gemacht. Wir hoffen auch im Rückspiel auf ein volles Haus und werden alles versuchen um Podbrezova nochmals ordentlich zu ärgern.“