In der letzten Herbstrunde trafen wir auf den verlustpunktelosen Tabellenführer aus Neunkirchen. Mit einem 4:4-Unentschieden war dem Tabellenführer mehr geholfen als uns…
Der SK FWT Composites Neunkirchen war diese Saison der große Favorit auf den Staatsmeistertitel. Mit Lukas Huber von Voith St. Pölten verstärkten sie sich am Österreichersektor und eben dieses holte das Unentschieden für die Neunkirchner. Der Beginn war alles andere als spitzenspielwürdig. Martin Rathmayer fand absolut gar nicht ins Spiel, hatte nur ein Glück das sein Gegner noch unfähiger war als er und somit stand er trotzdem nach drei Bahnen als Duellsieger fest. Mit 596 Kegel war er dennoch weit entfernt von Zufriedenheit. Allerdings sollte seine magere Quote im Endeffekt keinen Einfluss auf das Spielergebnis haben. Das zweite Duell im ersten Durchgang zwischen Patrick FRITZ und Michael Gollubits war bis zum Schluss ausgeglichen. Patrick spielte ins Volle eine blitzsaubere Partie, aber ließ im Abräumen eine Menge Kegel liegen. Und so wurde es ihm auch auf der letzten Bahn zum Verhängnis. Mit 107 Volle brachte er sich 15 Wurf vor Schluss in Führung, doch das Abräumen misslang ihm komplett. Gollubits behielt mit 579:573 Kegel die Oberhand und somit ging Neunkirchen mit Glück mit 1:1 in den zweiten Durchgang.
In diesem traf Michal Kratochvil auf Radovan Vlajkov und Lukas Temistokle auf Luzan Janze. Vlajkov gehörte die erste Bahn, doch Michal schlug postwendend retour. Im dritten Satz verpasste Michal den Satzpunkt zu gewinnen, lag aber noch auf Tuchfühlung zum Serben. Leider konnte Michal nicht nochmal einen drauflegen um den Mannschaftspunkt noch zu holen. Mit 647:621 Kegel blieb der Mannschaftspunkt bei Neunkirchen. Ein wahres Spitzenspiel entfachte zwischen Luki und Luzan. Lukis starte toll ins Spiel, ebenso wie der starke Slowene und so teilten sich die beiden nach zwei Bahnen die Satzpunkt und Luki lag mit drei Kegel voran. Im dritten Satz setzte sich der Neuzugang der Neunkirchner mit 169 Kegel ab und Luki musste nun auf eine starke Schlussbahn hoffen. Er setzten den Slowenen nochmal gehörig unter Druck und letztendlich entschied ein schlechter Anwurf das Duell. Leider zu Gunsten von Luzan, der mit 648:642 Kegel voran blieb.
Der Kegelrückstand war minimal, allerdings brauchten wir aus den letzten beiden Duellen zwei Mannschaftspunkt. Franz Wendl wurde, noch während der Probewürfe durch die Nummer 7 der Neunkirchner Roland Schwarzer, aufgrund einer Verletzung ersetzt. Obwohl Schwarzer nicht annähernd unserem Jiri die Stirn bieten konnte, blieb der Kampf um den Spielausgang spannend. Jiri zerlegte Schwarzer mit 4:0 und 639:532 Kegel. Das vollgefüllte Kegelsportzentrum blickte gespannt auf das Duell Zatschkowitsch gegen Huber. Etwas genervt von den Freudengeräuschen Hubers, spielte Matthias groß auf und brachte die österreichische Kegelsportlegende zum Wanken. In einem Duell auf allerhöchsten Niveau standen sich die beiden um nichts nach. Matthias wusste stets eine Antwort und hielt das Duell bis zum Schluss offen. Wieder war es ein verpatzter Anwurf, der Matthias das Duell kostete. Er versuchte zwar die schwere Kegelstellung am vorletzten Wurf zu treffen und somit nochmal ins Volle zu kommen, um den Sack zu zumachen zu können, doch leider gelang es nicht und so blieb Huber mit 681:679 Kegel der Sieger. Die Freude kannte bei den Neunkirchnern keine Grenzen, wussten sie, dass sie mit diesem 4:4-Unentschieden den drei Punkte Vorsprung in der Tabelle gehalten haben und wir nun aus eigener Kraft sie nicht mehr überholen können. Vielleicht hätte doch die Regeländerung beim Austausch von Kapitän Martin Rathmayer angewendet werden müssen, so wären die drei Mannschaftspunkte möglich gewesen und wir wären jetzt auf einen Punkt an die Neunkirchner herangekommen. Er selbst sah das Unentschieden mit gemischten Gefühlen: „Wir sind zwar die ersten in dieser Saison, die Neunkirchen einen Tabellenpunkt wegnehmen konnten, aber im Endeffekt hilft es uns halt nichts. Im Frühjahr heißt es von Spiel zu Spiel zu schauen und soviele Punkte wie möglich zu sammeln, damit wir uns im Kampf um Platz 2 Luft verschaffen und wer weiß, vielleicht passiert Eßmeister, Schwarzer, Gollubits & Co. doch noch ein Ausrutscher, dann könnten wir zur Stelle sein!“