Der KV Schwaz verlangte uns in der 8. Runde wie erwartet alles ab und wir brachten am Ende, nach schlechtem Start, einen knappen 5:3-Sieg über die Runden.
Wie erwartet wurde unser Gastspiel beim KV Schwaz zur Zitterpartie. Die Tiroler haben sich im Sommer mit Michael Hechenberger und dem Ungarn Adam Budai zusätzlich verstärkt und dürfen sich diese Saison berechtigte Hoffnungen auf die vorderen Plätze machen. Sportkapitän Martin Rathmayer erwähnte bereits bei der Begrüßung, dass der Respekt vor der starken Schwazer Mannschaft größer ist, als vor der schwierig zu spielenden Bahn. Bei der sympathischen Tiroler Gruppe begann Adam Budai und Roland Gstrein. Auf den Ungarn stellte sich unser Martin selbst und auf den Ur-Tiroler Gstrein brachte er Patrick. Martin hatte zu Beginn die Bahn tadellos im Griff, spielte starke Volle und konnte mit einem soliden Abräumen den ersten Punkt deutlich gewinnen. Im zweiten Satz schlug der Ungar allerdings zurück und die Konzentration von Martin schien zu schwinden und so war der Kegelvorsprung gleich wieder weg. Im dritten Satz sah Martin nach dem Volle wie der sichere Sieger aus, aber auch hier zeigte er wieder deutliche Schwächen im Abräumen und brachte den Satzpunkt somit nur mit Mühe über die Runden. Mit jeweils 447 Kegel wechselten die beiden auf die letzte Bahn und auf dieser startete Budai besser. Doch der Ungar zeigte sich als angreifbar im Abräumen. Auf erbärmliche Weise schaffte es Martin allerdings nicht dem Ungarn gefährlich zu werden, da er seine Chance mit drei Fehlwürfen besiegelte. Mit 574 brachte er zwar keine schlechte Leistung, aber von Zufriedenheit war er weit entfernt. Der Mannschaftspunkt blieb mit 585 Kegel bei den Tirolern. Patrick holte sich gegen Gstrein den ersten Satzpunkt, verlor allerdings die darauffolgenden Sätze und jeweils 9 Kegel. Somit blieb ein Rückstand von 16 Kegel für die letzte Bahn übrig. Besonders ins Volle hatte Patrick schwer zu kämpfen und gab daher auch die zwei Mittelsätze ab. Mit guten Abräumwürfen kämpfte er sich allerdings immer wieder ins Spiel zurück und so auch auf der letzten Bahn. Plötzlich lag er mit Gstrein wieder gleichauf und es wurde ein enger Kampf um den Mannschaftspunkt. Patrick musste am vorletzten Wurf zwei Kegel abräumen, um nochmal aufs volle Bild zu kommen und so den Mannschaftspunkt zu holen. Leider traf er nur einen und so benötigte Gstrein mit seinen letzten beiden Würfen 6 Kegel für den Mannschaftspunkt. Es wurden sieben und somit gewann der Tiroler knapp mit 535:533 Kegel.
Ein denkbar schlechter Start, denn obwohl der Kegelrückstand nur 13 Kegel betrug, hatten wir noch keinen Mannschaftspunkt und dadurch kannte die Freude bei den Tirolern auch keine Grenzen. Im zweiten Durchgang nahm unsere tschechische Power den Kampf an. Gegen den sehr konstant agierenden und jungen Patrik Gruber ritt Michal ein und gegen den Neuzugang Michael Hechenberger ging Jiri auf die Bahn. Und unsere beiden Tschechen konnte gleichmal den ersten Satz für sich entscheiden. Michal behielt mit 5 Kegel knapp die Nerven und Jiri blieb um 7 Kegel der Sieger. Im zweiten Satz machte Jiri dann einen riesen Sprung Richtung Mannschaftspunkt. Mit 170:124 Kegel lief er seinem Gegner förmlich davon, da konnte er die Retourkutsche im dritten Satz (130:149) locker wegstecken. Etwas spannender blieb das Duell bei Michal, der allerdings auch den zweiten Satz knapp für sich entschied und somit mit 2:0 führte. In Satz drei verpasste er es leider den Sack zuzumachen, vergab die Chance den letzten Wurf nochmal ins Volle zu spielen und verpasste die Vorentscheidung mit 125:130 Kegel. Auf der letzten Bahn brachten ihn zwei Übertritte hintereinander aus der Fassung und nun hatte der junge Tiroler alle Karten in der Hand. Mit 153:135 Kegel holte sich Gruber den entscheidenden Satz und somit ging ein weiterer Mannschaftspunkt mit 550:534 Kegel an den KV Schwaz. Am Leben hielt uns wie bereits erwähnt Jiri, der auf der letzten Bahn nochmal stark spielte, den Satzpunkte holte und mit 589 Kegel Tagesbestleistung erzielte.
1:3 zurück, aber 12 Kegel vorne lautete der Zwischenstand. Somit war klar, unsere zwei jüngsten benötigten jeweils den Mannschaftspunkt um den Sieg zu holen. Der Start war für uns wenig verheißungsvoll. Obwohl Matthias 152 Kegel zu Fall brachte, hatte er gegen Hannes Arnold mit 157 Kegel das Nachsehen und auch Luki blieb der Punkt mit 136:142 Kegel verwehrt. Matthias schlug zu unserer großen Erleichterung auf der zweiten Bahn mit starken 155 Kegel zurück und stellte auf 1:1. Weiterhin das Nachsehen hatte Luki mit 128 Kegel, allerdings betrug der Rückstand auf seinen Gegner nur 18 Kegel. Und bereits nach der dritten Bahn hatte er diesen Rückstand aufgeholt. Mit 142:124 Kegel holte er sich seinen ersten Satzpunkt und öffnete uns die letzte Chance auf den Sieg. Matthias reichten auf der dritten Bahn 133 Kegel für den Punktgewinn. 29 Kegel lagen wir nun in Führung. Von seinen Emotionen wurde Luki annähernd zur Höchstleistung getrieben, er war nun eindeutig der spielbestimmende Akteur im Duell mit Christian Reichart und so sicherte er sich mit 142:124 Kegel den zweiten Satzpunkt und gewann somit das Duell mit 548:530 Kegel. Matthias machte den Sack ebenfalls zu, holte sich seinen dritten Satzpunkt und erzielte mit 581 Kegel unsere zweitbeste Leistung. Mit 3359 Kegel spielten wir knapp keine 560 Schnitt und dürfen uns über einen wichtigen 5:3 Auswärtserfolg freuen. Martin Rathmayer war sichtlich beeindruckt von der Nervenstärke der beiden Teamkücken: „Alles was Patrick, Michal und ich in den entscheidenden Momenten falsch gemacht haben, haben die beiden hintenraus richtig gemacht. Da können wir uns eine Scheibe davon abschneiden und uns bei den beiden bedanken.“ Die Freude über den Sieg kannte jedenfalls für die Mannschaft keine Grenzen. „Schwaz ist eine starke und wahnsinnig sympathische Mannschaft. Wir wissen was der Sieg hier wert ist und dass es alles andere als leicht war, zeigte der Spielverlauf, “ so Martin Rathmayer zu der Euphorie nach dem knappen Sieg.
Im letzten Spiel der Herbstsaison kommt es zum Spitzenspiel gegen Neunkirchen im Kegelsportzentrum Orth. Huber, Vlajkov, Luzan & Co. sind sicher das Um und Auf momentan in Österreich. Aber wir hoffen mit der neuen Tauschregelung und unserem Heimvorteil doch auf ein ausgeglichenes Duell mit ihnen und freuen uns auf zahlreiche Zuschauer, wenn es um den Anschluss an den Spitzenreiter der Tabelle geht.