Nach dem knappen Sieg in der Vorwoche, besiegten wir in Kleinwarasdorf den SKV Schlaining klar mit 6:2 und holte uns gleichzeitig drei neue Bahnrekorde.
Der Aufsteiger aus der Bundesliga Ost war aufgrund der ersten Saisonspiele schwierig auszurechnen. Im ersten Saisonspiel starteten die Schlaininger gleich mit zwei Spielern über 640 Kegel. Einer davon war Stefan Baumgartner, den sich Martin Rathmayer gleich zur Brust nahm. Eine relativ konstante Leistung brachte Peter Treiber in den ersten Spielen, weshalb Lukas Temistokle auf diesen Punkten sollte. Unser Plan ging nicht ganz auf, aber wir sorgten mit dem ersten Durchgang für unser altbewehrtes Ergebnis von 1:1. Lukas Temistokle lieferte sich ein enges Duell mit dem routinierten Treiber, aber am Ende fehlte immer der ein oder andere gute Wurf, um den Satzpunkt zu holen. Und so war das Duell auch bereits nach drei Bahnen verloren. Auch der letzte Satzpunkt blieb ihm verwehrt und so landete Luki bei 574 Kegel. Sicher keine schlechte Zahl, aber er kann auf jeden Fall mehr. Im Duell Rathmayer gegen Baumgartner ging es ins Volle eng her, erst aufgrund der schlechten Abräumleistung des Schlainingers konnte sich Martin absetzen und mit 153:138 Kegel punkten. Im zweiten Satz sahen die Zuseher eine atemberaubende Leistung von unserem Kapitän. Mit 205 Kegel (108 Volle, 97 Abräumen) konnte sich auch Martin das Lachen nicht verkneifen und gewann fast 70 Kegel auf seinen Gegner. Er legte 173 Kegel im dritten Satz nach, entschied das Duell somit vorzeitig für sich und lag nun laut Hochrechnung auf 700er Kurs. Dies sah man ihm auf der letzten Bahn dann auch an, denn er agierte unkonstanter und unkonzentrierter als auf den zwei Bahnen davor und landete schlussendlich mit neuem Bahnrekord bei 669 Kegel. Da sein Gegner gar nicht ins Spiel fand, lag unser Kegelvorsprung bereits bei 87 Kegel.
Diesen sollten unsere beiden Legionäre im Mitteldurchgang nun ausbauen. Michal spielte gegen den zweiten 640 Spieler von Schlaining, Laszlo Jarfas. Michal zeigte nun endlich, dass er das Kegeln nicht verlernt hatte und hielt mit dem Ungarn gut mit. Mit 154 Kegel ging er mit 1:0 in Führung. Auch die zweite Bahn war hart umkämpft, lediglich ein kleiner Schnitzer kostete ihm auf dieser Bahn den Satzpunkt. Somit gingen die beiden punktegleich auf die dritte Bahn. Auch auf dieser Bahn vergab Michal die Chance den Satzpunkt zu holen und lag nun mit 1:2 zurück. Mit dem wiedergefundenen Selbstvertrauen spielte er eine sehr starke Schlussbahn und konnte den Ungarn doch noch abfangen. Mit 164 Kegel holte er sich seinen zweiten Satzpunkt und gewann das Duell mit 601:592 Kegel. Ihm fiel ein wahrer Stein vom Herzen und die ganze Mannschaft merkte, dass es bei Michal nun eindeutig wieder bergauf gehen wird. Jiri machte währenddessen mit seinem Gegner kurzen Prozess, obwohl Waldhauser nicht schlecht spielte, machte Jiri in der entscheidenden Phase einfach immer das richtige und holte sich mit 156 Kegel den ersten Satzpunkt. Den zweiten Satz teilten sich die beiden mit 158 Kegel. Im dritten Satz fiel dann die Entscheidung. Der Schlaininger konnte mit unserem Tschechen nicht mehr mit und somit entschied Jiri das Spiel für sich. Auf der letzten Bahn fand er sich nicht mehr so gut zurecht und musste den vierten Satz knapp abgeben. Mit 611 Kegel brachte er trotzdem wieder eine sehr gute Leistung und holte weitere Kegel für uns.
Der beruhigende Zwischenstand lautete 3:1 und plus 132 Kegel für uns. Nun sollten wir wirklich nichts mehr anbrennen lassen. Doch die beiden Schlussspielern von Schlaining machten unserem neuformierten Schlussdurchgang das Leben nicht gerade leicht. Rene Lassakovits hielt mit unserem Matthias sehr gut mit, aber Matthias konnte sich mit Nervenstärke vor einem Satzpunktverlust bewahren. Mit zweimal 157 Kegel holte er sich die ersten beiden Sätze, lag aber nur 8 Kegel voran. Patrick Fritz war gegen seinen ehemaligen Teamkollegen auf verlorenem Posten. Mit 138 und 131 Kegel hatte er gegen den Slowenen Mark Bortek keine Chance. Etwas verbessert spielte er auf der dritten Bahn, aber noch immer nicht so gut, dass er zufrieden war damit, noch dass es für einen Satzpunkt reichen würde. In der Zwischenzeit machte Matthias im hochklassigsten Duell des Tages den Sack zu. Mit 165 Kegel nahm er Lassakovits auch den dritten Satzpunkt weg und fixierte somit den Mannschaftspunkt. Im letzten Satz spielte der Burgenländer nochmal groß auf und holte sich mit 170 Kegel den verdienten Ehrensatzpunkt und die Mannschaftsbestleistung mit 629 Kegel. Matthias beendete sein Spiel mit sehr starken 636 Kegel. Patrick fand sich im letzten Satz am besten zurecht und konnte seine Quote noch mit 568 Kegel retten. Ganz wichtig war, dass er sich nicht aufgab und damit auch seinen Beitrag zum neuen Mannschaftsbahnrekord mit 3659 Kegel leistete. Mit diesem überragenden 6:2 Sieg gegen starke Schlaininger (593 Schnitt) blieben wir auswärts weiterhin ungeschlagen und festigten somit unseren Platz in der oberen Tabellenhälfte.