Tolle Aufholjagd, knapper Sieg

In der 4. Herbstrunde war der SKC Kleinwarasdorf in Orth zu Gast. Mit 701 Kegel setzte Martin Janits von den Gästen das Highlight an diesem Tag. Gott sei Dank konnte wir uns aber dennoch mit einem knappen 5:3 um lediglich einen Kegel durchsetzen.

Bereits in der letzten Saison zeigten die Burgenländer mit einem starken Spiel bei uns auf. Diesmal kamen sie verstärkt nach Orth und erhofften sich einen engen Kampf um den Sieg mit uns. Wir wollten zuhause im zweiten Spiel nun endlich punkten, auch wenn es gegen einen Mitfavoriten um die vorderen Plätze nicht leicht werden sollte. Die Kleinwarasdorfer stellten Offensiv auf, wurden aber glücklicherweise für ihren Mut nur teilweise belohnt. Unser Kapitän Martin Rathmayer bekam es mit seinem Nationalteamkollegen Martin Janits zu tun, der bereits in Sommer in Orth mit Turnierbestleistung aufgezeigt hatte. Und auch an diesem Tag war er wieder überragend. Von Beginn an hatte er das Zepter in der Hand und ließ unseren Captain richtig alt aussehen. Auf der ersten Bahn bekam Martin trotz 159 Kegel eine Packung von 30 Kegel aufgebrummt und diese wurden von Bahn zu Bahn mehr. Er war damit beschäftigt, nicht allzu viel an Boden auf den Burgenländer zu verlieren. Trotz 646 Kegel hatte er absolut keine Chance und unterlag Janits mit 0:4. Janits erzielte dabei mit 701 Kegel seinen ersten 700er. „Es war mir von Anfang an bewusst, dass es ein schweres Duell für mich werden würde, aber Martin (Anm. Janits) war heute klar der bessere und hat überragend gespielt, “ so Martin Rathmayer zu seiner knappen Niederlage. Auf der anderen Seite traf Patrick Fritz doch etwas überraschend auf Marco Linzer. Auch sein Gegner fand zunächst besser ins Spiel als er, doch mit einer starken zweiten Bahn konnte er den Rückstand wettmachen und sich wieder zurück ins Spiel kämpfen. Auf der dritten Bahn erkämpfte sich Patrick dann einen 18 Kegel Vorsprung, sodass er als Favorit auf den Mannschaftspunkt auf die letzte Bahn ging. Doch dann wurde das Duell zu einem Spiel Not gegen Elend. Gott sei Dank hielt Patrick seine Nerven besser im Griff. Trotz 126 Kegel von ihm, konnte Linzer diese Schwäche überhaupt nicht nutzen und gewann um lediglich einen Kegel diese Bahn. Damit blieb Patrick zu unserer großen Erleichterung mit 592:575 Kegel siegreich.

Damit hatten wir unser Mindestziel für den ersten Durchgang erreicht und es stand 1:1 und minus 38 Kegel. Im Mitteldurchgang stellten wir uns auf zwei spannende Duelle ein. Der sich im Formtief befindende Michal Kratochvil bekam es mit Peter Kovacs zu tun und Lukas Temistokle traf auf György Pinter. Die erste Bahn war auf beiden Seiten hart umkämpft, leider mit dem besseren Ende für die Gäste. Michal konnte auf der zweiten Bahn knapp zurückschlagen, allerdings konnte Luki die Schwächen seines Gegners nicht nutzen und lag nun 0:2 zurück. Nach einem starken dritten Satz von Luki hatte dieser plötzlich Pluskegel und musste sich nun den letzten Satzpunkt sichern. Alles andere als gut sah es währenddessen bei Michal aus. Er verlor im dritten Satz klar an Boden und war von einem Punktgewinn weit entfernt. Auch die vierte Bahn gelang ihm nicht mehr und somit verlor er das Duell deutlich mit 579:630 Kegel. Luki und Pinter lieferten sich einen harten Kampf auf der letzten Bahn. Im Volle war noch alles okay, doch das Abräumen verlief ganz klar zu Gunsten des Ungarn und so blieb uns auch dieser Mannschaftspunkt mit 1:3 und 600:601 Kegel verwehrt.

Nun musste eine Huszarenritt von Jiri und Matthias im letzten Durchgang her, denn wir lagen mit 1:3 und 90 Kegel im Rückstand. Dank Matthias konnten wir auf der ersten Bahn den Rückstand gleich halbieren. 46 Kegel waren es nun und Jiri und Matthias holten beiden ihren Satzpunkt. Auch auf der zweiten Bahn blieben beide siegreich, allerdings wurde der Kegelrückstand nur marginal kleiner. Im dritten Satz konnte Jiris Gegner überzeugen und luchste ihm knapp den Satzpunkt ab. Matthias machte im dritten Satz alles klar und sicherte sich seinen dritten Satzpunkt. Nun wurde es zum wahren Krimi. 31 Kegel lagen wir noch immer zurück und alle vier Spieler starteten wahnsinnig gut auf der letzten Bahn. Das Spiel gipfelte in einem wahren Spitzenspiel mit Topquoten am Schluss. Vor allem Brandstetter machte uns mit 9ern das Leben schwer. Schon als wir nicht mehr an den Sieg glaubten, legte Jiri drei 9er in Serie hin und plötzlich waren es nur mehr 8 Kegel die uns auf die Kleinwarasdorfer fehlten. Alle anderen waren fertig. Matthias hielt super mit Brandstetter mit (176:179) und Jiri musste nun die letzten 8 Kegel mit drei Würfen holen. Sein Gegner war ebenfalls schon fertig. Jiris Anwurf missglückte, lediglich 2 Kegel von der Dame. Der vorletzte Wurf musste nun gelingen. Jiri lief an und ballte die Faust bereits bevor die Kugel die Kegel traf. 6 Kegel fielen, damit war das Unentschieden schon fix. Der König stand noch und wenn Jiri diesen mit seinem letzten Wurf treffen sollte, würden wir als Sieger von der Bahn gehen. Erneut ballte Jiri seine Faust bevor die Kugel noch den Kegel traf und der Jubel kannte bei uns keine Grenzen mehr. Nach 1440 Wurf lagen wir mit 3746:3745 lediglich einen Kegel vor den Kleinwarasdorfer und holten uns somit unseren ersten Heimsieg in dieser Saison.

Martin Rathmayer zu dem knappen Sieg: „Es war ein unglaublich spannendes Spiel. Matthias und Jiri haben sensationell gespielt auf der letzten Bahn. Am Ende ist es natürlich auch etwas Glück wenn man um einen Kegel gewinnt. Nochmal herzliche Gratulation an Martin Janits, er hat heute sensationell gut gespielt.“

Link zum Herzschlagfinale

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