Erster gegen Letzter. 12 gegen 0 Tabellenpunkte. Heimspiel für Orth. Besser konnten die Vorzeichen auf einen klaren Sieg gegen die SPG SKH/Post SV 1036 gar nicht stehen. Dennoch unterschätzten wir die Wiener kein bisschen. Deshalb war der klare 8:0-Sieg über die Wiener doch eine kleine Überraschung für uns.
Die Wiener stellten mit vollem Risiko auf und wollten uns gleich im ersten Durchgang gehörig unter Druck setzen. Mit ihrer Nummer 1 Milan Blecha gingen sie auf unseren Martin Rathmayer. Mit dem routinierten Altstar Peter Pelzlbauer wollten sie gegen Patrick Fritz den Mannschaftspunkt gewinnen. Blecha und Martin lieferten sich auf der ersten Bahn ein enges Duell, das Martin mit 170 zu 159 Kegel für sich entscheiden konnte. Auch auf der zweiten Bahn blieb Martin relativ knapp mit 152:140 Kegel voran. Somit war der Tscheche im dritten Satz schon zum Punkten gezwungen. Doch während Martin auf einem sehr guten Level weiter agierte, fiel Blecha etwas ab und hatte im dritten Satz nie eine Chance auf den Satzpunkt. So holte sich Martin frühzeitig nach drei Bahnen den Mannschaftspunkt. Die letzte Bahn dominierte dann der Wiener, der sich mit 171 zu 142 Kegel von Martin noch einige Kegel zurückholte. Martin gewann mit 3:1 und 632 zu 609 Kegel. Auf der anderen Seite hatte Patrick auf den ersten beiden Bahnen allerhand zu tun um seinem Gegner die ins Volle verlorenen Kegel wieder abzunehmen. Und dies gelang ihm auf beiden Bahnen. Im ersten Satz reichte es noch für einen halben Satzpunkt mit jeweils 138 Kegel. Im zweiten Satz setzte sich Patrick mit 151:149 Kegel noch knapp durch. Aufgrund der 1,5 Satzpunkte, seines guten Abräumens und seiner Nervenstärke war Patrick dementsprechend positiv eingestellt, dass er den Mannschaftspunkt nach Orth holte. Sein Gegner spielte nun auch ins Volle nicht mehr so stark und dadurch hatte Patrick leichtes Spiel, auch dieses Duell für sich zu entscheiden. Nach drei Bahnen waren damit beide Mannschaftspunkte auf unserer Seite und der Plan der Wiener, uns mit einem 0:2 Rückstand unter Druck zu setzten, durchkreuzt. Auf der letzten Bahn drehte Pelzlbauer nochmal auf und betrieb mit 168:148 Kegel Ergebniskosmetik. Patrick setzte sich mit 586:575 Kegel durch.
Aufgrund der letzten starken Bahn der Spielgemeinschaft betrug der Kegelvorsprung allerdings nur 34 Kegel. Und auch der Start im zweiten Durchgang gelang dem Tabellenletzten gut. Aber Michal brillierte im ersten Satz gleich mit 174 Kegel, sodass die 160 Kegel von Vsetecka nicht für den Satzpunkt reichten. Lukas begann mit einer Aufholjagd nach dem Vollen und kam noch bis an zwei Kegel an seinen Gegner heran. Aber diesem Zeitpunkt kontrollierte er Dobler bis zum Schluss. Mit 158:139 Kegel spielte er sich im zweiten Satz locker an seinem Gegner vorbei. Auch Michal konnte sich weiter von seinem Gegner absetzen und stellte auf 2:0. Im dritten Satz schien es lange so, als könnte Michal das Duell frühzeitig für sich entscheiden, aber Vsetecka räumte nach schwachem Volle stark ab und hielt sich damit am Leben. 24 Kegel musste Michal verteidigen und er wurde zunehmend von seinem Gegner unter Druck gesetzt. Doch immer wenn es drohte, dass das Duell kippt, spielte Michal einen Neuner und setzte sich wieder etwas von seinem Gegner ab. Mit 620:602 Kegel rettete er 18 Kegel ins Ziel und holte unseren dritten Mannschaftspunkt. Lukas Gegner kam mit ihm nicht mehr mit und Lukas zeigte wie schon in Leoben eine blitzsaubere Partie. Diesmal spielte er die Bahnen etwas gleichmäßiger und sicherte sich Satz 3 und 4 mit 149 und 155 Kegel. Mit seiner neuen Heimbestleistung von 618 Kegel gewann er 55 Kegel und verdoppelte damit unseren Kegelvorsprung.
Mit diesem 4:0 stand uns ein ruhiger letzter Durchgang bevor. Matthias hatte gegen das junge Talent Schmidt Christian von Anfang an alles im Griff. Mit 151:124 Kegel gewann er Satz 1 locker. Im zweiten Satz konnte der 16-jährige mithalten. Matthias behielt aber erneut mit 160:152 Kegel die Oberhand. Auch der dritten Satz war umkämpft, da Matthias absolut nicht mehr in sein gewohnt starke Spiel fand. Doch auch hier blieb er der Sieger und somit stand ein weiterer Mannschaftspunkt fest. Im letzten Durchgang gab es nochmal eine Machtdemonstration von Matthias und er spielte noch starke 617 Kegel. Jiri spielte gegen seinen Landsmann Holec, der letztes Jahr auf unserer Bahn brillierte. Dieses Jahr tat er sich aber weit schwerer und so ging Jiri mit 149 und 173 Kegel mit 2:0 und jeder Menge Kegel deutlich in Führung. Ein letztes Aufbäumen von Holce auf der dritten Bahn konnte den Mannschaftspunkt von Jiri auch nicht in Gefahr bringen. Die letzte Bahn gewann Jiri wieder und gewann mit 598:555 Kegel.
Damit endete das Spiel mit einem deutlichen 8:0 Sieg für uns. Mit einem Schnitt von 611 Kegel brachten wir wieder eine starke und kompakte Heimleistung. Im letzten Spiel der Hinrunde geht es nun ins Burgenland zum SKC Kleinwarasdorf. Die Burgenländer haben bis jetzt zwei Spiele verloren und sind zuhause noch ungeschlagen. Es erwartet uns auswärts erneut ein sehr harter Brocken.