Revanche mit Bahnrekord

Nach der letztjährigen knappen Niederlagen in Leoben, bekamen wir in der 7. Herbstrunde die Chance zur Revanche bei den Steirern. Mit einem knappen 6:2 Sieg und neuem Bahnrekord gelang uns die erhoffte und angepeilte Revanche und schraubten damit unser Punktekonto auf 12 Punkte hinauf.

Im ersten Durchgang spielten für uns Martin Rathmayer gegen Armin Stocker und Lukas Temistokle gegen die Nr. 1 der Steirer György Pinter. Martin konnte sich letztes Jahr auf der eher schwierig zu spielenden Leobener Bahn mit einem 600er auszeichnen und auch heuer stellte er zu Beginn die Weichen auf 600. Doch nach einem ausgezeichnetem Volle lief ihm beim Abräumen nichts mehr zusammen und er musste sich den ersten Satzpunkt teilen. Auch im zweiten Satz spielte er wieder ausgezeichnete Volle, doch wieder verschlief er das Abräumen, sodass es zwar für den Satzpunkt, nicht allerdings für einen angenehmen Kegelpolster reichte. Die dritte Bahn dominierte sein Gegner, Martin konnte mit einem verbesserten Abräumen aber noch Schadensbegrenzung betreiben und ging mit einem Kegel Rückstand auf die letzte Bahn. Beide Akteuren starteten auf dieser Bahn schwach und nervös. Erst ab dem 7. Wurf wurde das Duell wieder auf einen ansprechenderen Level angehoben. Aber wie schon auf den ersten zwei Bahnen spielte Martin wieder ein verkorkstes Abräumen und so blieb der Mannschaftspunkt mit 582:579 Kegel bei den heimischen. Es wirkte so als hätte Lukas den Ernst der Lage erkannt. Er fand auf der ersten Bahn noch nicht zu seinem Spiel und riss bereits einen Kegelrückstand von 23 Kegel auf. Danach startete er ein wahres Feuerwerk. Wie ausgewechselt präsentierte sich Luki auf der zweiten Bahn voller Selbstvertrauen und gassensicher und entnervte damit sichtlich seinen Gegner. Mit sensationellen 183 Kegel gewann er 41 Kegel und ließ die Überraschung des ersten Durchgangs bereits erahnen. Der dritte Satz gehörte wieder dem ungarischen Legionär, der die gesamten Kegel wieder zurückholte und mit 2:1 und 9 Kegel wieder in Führung ging. Im letzten Satz konnte Luki seinen Gegner ins Volle nicht wirklich attackieren, erst als er auf Wurf 16 und 17 mit Neunern glänzte brachte er Pinter wieder so richtig ins wackelt und sicherte sich schlussendlich mit bärenstarken 596:588 Kegel den für uns so wichtigen Mannschaftspunkt.

Mit tschechischer Urgewalt wollten wir nun im zweiten Durchgang die nächsten zwei Mannschaftspunkt holen, doch es kam so wie im ersten Durchgang wieder anders als gedacht. Michal begann verhalten ins Volle und musste im Abräumen einige Kegel gut machen um den Punkt zu holen. Gegen den Teamweltmeister Marco Linzer konnte er sich im Abräumen mit 146:136 Kegel durchsetzen. Auch im zweiten Satz forderte der junge Leobner unseren Tschechen. Die beiden teilten sich den zweiten Satz mit je 143 Kegel. Auf den zweiten 60 Wurf präsentierte sich Michal der weit stärkere Spieler. Mit 156 Kegel im dritten Satz und 166 im vierten, ließ er seinem jungen Kontrahenten keine Chance mehr und erzielte mit 611 Kegel Tagesbestleistung. Alles andere als gut zurecht fand sich Jiri. Wie schon im letzten Jahr hatte er seine Probleme mit der Bahn und dazu kamen noch viele unglückliche Faller. Den ersten Satzpunkt versemmelte er im Abräumen, nachdem er ins Volle noch vorne war. Auf der zweiten Bahn verhaute er das Volle, konnte sich aber im Abräumen stark zurückkämpfen. Für den Satzpunkt reichte es dennoch nicht. Jiri kämpfte brav weiter, aber das Glück blieb ihm verwehrt. Auch die zwei letzten Bahnen verlor er knapp und so ging das Duell mit 576:547 Kegel deutlich an den Steirer.

Mit einem 2:2 und 25 Kegel Vorsprung ging es ähnlich angespannt in den letzten Durchgang, wie letztes Jahr. Und es wurde wieder zur wahren Nervenschlacht. Matthias spielte gegen den zweiten Ungarn der Leobener, der zuhause bis dato noch kein gutes Spiel ablieferte, auch zu Beginn sah es nicht so aus, als könnte er sich steigern und so ging Satz Nr. 1 an Matthias. Anders herum verlief die Startbahn beim Duell Patrick gegen Haubmann. Der Steirer erwischte mit 149 Kegel einen blitzsauberen Start und nahm Patrick gleich mal 26 Kegel ab. Gott sei Dank tat sich Haubmann dann zunehmend schwerer, doch auch Patrick hatte seine Probleme mit der Bahn. Mit 128:125 Kegel entschied er den zweiten Satz knapp für sich. Zum Durchatmen war uns dennoch nicht, da Matthias gleichzeitig mit 164:147 Kegel verlor. Neun Kegel lagen wir nun hinten. Bei Matthias schaltete sich aber jetzt endgültig der Wettkampf-Modus ein und auch Patrick spielte besser. Zu unserem großen Glück fand Haubmann nicht mehr zurück in sein Spiel und wurde nach 14 Wurf auf der dritten Bahn ausgetauscht. Der eingetauschte Köstinger hatte seine Probleme gleich ins Spiel zu finden und so setzte sich Patrick im dritten Satz deutlich mit 137:112 Kegel durch. Matthias teilte sich zeitgleich den Satzpunkt und so lagen wir nun 16 Kegel voran. Für den erhofften Sieg brauchten wir nun einen Satzpunkt und mussten den Kegelvorsprung halten. Es waren zwei Duelle auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für uns. Dies war einem guten Abräumen von Patrick und einer guten Schlussbahn von Matthias geschuldet. Beide konnten den letzten Satz gewinnen und holten für uns noch einen 6:2 Auswärtssieg. Mit 3451 Kegel spielten wir neuen Mannschaftsbahnrekord in Leoben und bleiben weiterhin punktegleich mit St. Pölten an der Tabellenspitze.

Nächste Woche kommt die noch punktelose SPG SKH/Post 1036 zu uns. Die Wiener schlagen sich zurzeit definitiv unter ihrem Wert und brennen nur darauf für eine Überraschung zu sorgen. Wir sind deshalb gewarnt und wissen, dass wir zuhause erneute eine starke Leistung benötigen um den gewünschten Heimsieg zu holen.

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