Sieg im Spitzenspiel

In der 6. Herbstrunde war der SK FWT Composites Neunkirchen bei uns zu Gast. Der Titelfavorit kassierte mit einem 6:2 seine zweite Saisonniederlage und liegt nun mit zwei Tabellenpunkten hinter uns und St. Pölten auf Platz 3 in der Tabelle.

Mit gestärktem Selbstvertrauen, aufgrund des Auswärtssieges gegen KSV Wien, gingen wir in das Spitzenspiel gegen den SK FWT Composites Neunkirchen. Das zu Beginn allerdings die Spitzenquoten fehlten, lag wohl ebenfalls daran, dass jeder um die Wichtigkeit des Spiels wusste. Den besseren Start ins Spiel erwischten die Neunkirchner Dieter Konrath und Christoph Eßmeister. Doch im Abräumen kämpften sich unsere beiden Akteure Martin Rathmayer und Patrick Fritz nochmal zurück und Martin konnte sich sogar noch den Satzpunkt mit 166 Kegel sichern. Auf der zweiten Bahn holte dann Patrick knapp den Satzpunkt (153:148) und Martin musste sich nach einer schwachen Leistung geschlagen geben (139:144). Martin agierte im dritten Satz weit besser, lieferte wieder ein gutes Spiel ab und sorgte mit 171:131 Kegel bereits für die kegelmäßige Vorentscheidung in seinem Duell. Nicht mehr ganz so stark agierte er auf der letzten Bahn, aber auch hier reichte es für den Satzpunkt und mit 627 zu 565 Kegel ging er als eindeutiger Gewinner aus dem Duell hervor. Zwischen Patrick und Nationalteamspieler Eßmeister blieb es weiterhin spannend, nur der vergebenen Strara vermasselte Patrick den zweiten Satzgewinn und so lag Eßmeister in der Pole-Position für den Mannschaftspunkt. Auch im Volle auf der letzten Bahn lagen sie nahezu gleichauf. Doch im Abräumen spielte Eßmeister eine ganze Latte von 9er, während Patrick nur selten keinen geraden Anwurf hatte und sich das Blatt somit eindeutig zu Gunsten des Neunkirchners mit 618:587 Kegel wendete.

Im zweiten Durchgang kamen für Neunkirchen die beiden Neueinkäufe dran. Der serbische Nationalteamspieler Milos Simijonovic traf auf unseren tschechischen Legionär Michal Kratochvil und Michal Gollubits auf unser Küken Lukas Temistokle. Den besten Start der vier erwischte Gollubits mit 171 Kegel. Nicht wirklich in sein Spiel fand nebenan Luki, der sich mit 132 Kegel begnügen musste. Doch obwohl er bereits 39 Kegel zurücklag, war keineswegs der Gewinn des Mannschaftspunkt unmöglich. Auf der zweiten Bahn hielt er weit besser mit, obwohl Luki weiterhin unter seinen Möglichkeiten blieb. Am Ende des Satzes entschied das Glück zu Gunsten des Neunkirchners den Satzgewinn für die Gäste (139:140). Von diesem Zeitpunkt weg, war der Neunkirchner aber weiterhin verwundbar, nur schade, dass auch Luki absolut nicht seinen besten Tag erwischte. Er kämpfte sich brav weiter, aber auch der dritte Satzpunkt blieb ihm mit 136 zu 138 Kegel knapp verwehrt. Auf der letzten Bahn klappte es aber mit dem Ehrensatzpunkt und ein paar Gutkegel. Mit 555:588 Kegel hielt Lukas den Kegelverlust noch etwas in Grenzen. Es war wahrlich nicht sein bestes Spiel, aber er hat bis zum Schluss gekämpft und sich nie aufgegeben und mit einigen Würfen auch gezeigt, dass es bereits in der nächsten Partie wieder besser laufen kann. Im Duell der Legionäre setzte sich unser Michal mit 155:143 Kegel auf der ersten Bahn durch. Den zweiten Satzpunkt teilte er sich mit Simijonovic mit je 153 Kegel. Die Vorentscheidung konnte Michal auf der dritten Bahn leider nicht bringen, denn der Serbe schlug mit 162 zu 149 Kegel zurück. Michal war damit in einer schwierigen Situation, denn während der Neunkirchner im Aufschwung war, hatte Michal im Hinterkopf, dass er die letzten knappen Punkte nicht machen konnte. Doch diesmal lief es anders. Michal präsentierte sich weiterhin sehr konstant gut und holte sich mit 155 Kegel und insgesamt 612 zu 600 Kegel den Mannschaftspunkt.

10 Kegel Vorsprung blieben für unseren Schlussdurchgang noch übrig. Jiri Vesely traf auf den stärksten Österreicher der Gäste Franz Wendl und Matthias Zatschkowitsch auf die unumstrittene Nr. 1 von Neunkirchen, dem Serben Radovan Vlajkov. Und was sich im letzten Durchgang abspielte war nichts für schwache Nerven. Matthias und Vlajkov starteten ähnlich gut. Matthias musste im Abräumen 5 Kegel auf den Serben gut machen (107:112 Volle). Bereits mit den ersten drei Würfen im Abräumen (3x 9) konnte sich Matthias in Front bringen, doch der Serbe schlug kurz vor dem Ende der Bahn nochmal zurück und behielt in einem sensationellen Duell mit 195:188 Kegel die Oberhand. Doch vielleicht hatte gerade dieser knappe hochklassige erste Satz Matthias nochmal angeheizt um seinen Gegner noch mehr besiegen zu wollen. Er feuerte 175 Kegel im zweiten Satz nach und setzte sich etwas von seinem Gegner ab. Das Duell des Spiels gestaltete sich auch im dritten Satz spannend weiter. Mit 158:153 Kegel blieb Matthias erneut der Sieger und er konnte sich auch mit 166 Kegel den letzten Satzpunkt holen. Er gewann mit Tagesbestleistung und persönlichem Rekord von 687:664 Kegel den so wichtigen Mannschaftspunkt und korrigierte unsere eher mäßige Mannschaftsleistung aus den beiden Durchgängen davor, mächtig nach oben. Das zweite Duell gestaltete sich zu Beginn ähnlich spannend, auch hier blieb der Neunkirchner im ersten Satz knapp mit 167:165 Kegel siegreich. Doch während Jiri immer stärker wurde, hatte der Neunkirchner Routinie mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und konnte nicht mehr an seine erste Bahn anschließen. Nachdem Jiri den zweiten Satz mit 167:136 Kegel gewann und Wendl im dritten Satz nach 24 Wurf ausgetauscht werden musste, war das Duell entschieden. Jiri gewann das Duell wie Matthias mit 3:1 und unserer zweitbesten Quote von 654 Kegel. Die beiden trieben unsere Gesamtkegel so sehr in die Höhe, dass wir noch 620 Schnitt erreichten und mit 6:2 um 123 Kegel gewannen.

Durch diesen weiteren Heimsieg stehen wir weiterhin an der Tabellenspitze, punktegleich mit BSV Voith St. Pölten, vor den beiden Verfolgern SKC Kleinwarasdorf und SK FWT Composites Neunkirchen.

In der nächsten Runde wartet auswärts der ESV Leoben auf uns. Es wird erneut ein schweres Spiel in dem wir durchaus unsere Chance haben werden, aber es bestimmt eine sehr gute Leistung brauchen wird um weitere zwei wichtige Tabellenpunkte zu holen.

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