Der KSK Union Orth/Donau konnte am vergangenen Wochenenden seinen Cuptitel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen und krönte sich damit zum zweiten Mal hintereinander zum Österreich-Cupsieger.
Am 10. und 11. Juni wurde der Österreich-Cupsieger 2016/17 ausgespielt. Mit dabei waren aus jedem Bundesland eine Mannschaft. In der Qualifikation kämpften also insgesamt 9 Mannschaften um den Einzug ins Finale, aber nach wenigen Startern kristalisierten sich bereits die 5 Mannschaften heraus, die tatsächlich bis zum Schluss Chancen auf den Einzug hatten.
Für uns ging Martin Rathmayer als erster auf die Bahn und griff gleich mal den bestehenden Bahnrekord von 609 Kegel an. Am Ende wurden es sehr starke 637 Kegel und er holte sich somit souverän den Bahnrekord. Abgesehen davon lagen wir nun bereits über 70 Kegel vor dem zweitplatzierten. Als zweites betritt Patrick FRITZ die 6-bahnige Anlage, auf der er sich nach seiner ausgeheilten Knöchelverletzung sehr schwer tat. Mit 508 Kegel von Patrick kamen uns die restlichen Mannschaften wieder näher, aber die Führung gaben wir trotzdem nicht ab. Unseren Vorsprung baute Michal Kratochvil wieder aus. Mit einer beherzten Leistung spielte er starke 581 Kegel und schraubte damit auch unseren Mannschaftsschnitt wieder in die Höhe. Als Jiri Vesely mit 597 Kegel noch einen drauflegte, war uns die Qualifikation eigentlich nicht mehr zu nehmen. Nach verhaltenem Start zeigte auch Erich Kaufmann so richtig was er kann und spielte drei blitzsaubere Bahnen und insgesamte 590 Kegel. Damit hatten wir nun die vier besten Quoten im Bewerb bis dato. Im letzten Durchgang zeigte der Ritzinger und Nationalteamspieler Roman Gerdenitsch mit 602 Kegel und Leoben Spieler Gerhard Plank mit 593 Kegel noch auf. Aber auch Matthias zeigte mit 582 eine starke Leistung und vollendete unsere tolle Qualifikation. Wir erreichten mit 3495 Kegel (582,3 Schnitt) einen neuen Mannschaftsbahnrekord und gingen als Nr. 1 ins Finale.
Im Finale am Sonntag veränderten wir unsere Spielreihenfolge nicht, was vielleicht nicht die beste Idee war, aber am Ende hat es minimal für den Sieg gereicht. Da wohl Ritzing, Leoben, als auch Schwaz erwartet hatten, dass Martin bei uns begann, starteten sie nicht mit ihren stärksten Spielern und ging auf die drei Mannschaftspunkte los. Martin stellte im ersten Satz mit 164 Kegel seine Favoritenstellung klar und ließ die anderen drei weit hinter sich. Doch auf der zweiten Bahn passiert ihm ein Missgeschick, dass ihn für das restliche Spiel beeinflusste und so konnte er nicht mehr an die Leistung von der ersten Bahn anschließen. Mit je drei Satzpunkten im zweiten und dritten Satz und vier im letzten Satz holte er sich mit insgesamt 14 Satzpunkte die wichtigen vier Mannschaftspunkte zu Beginn. Ritzing und Leoben holten 2,5 Mannschaftspunkte und Schwaz 1.
Im zweiten Durchgang wollte Patrick beweisen, dass er es besser als am Vortag kann und spielte zwei sehr gute Bahnen. Mit 4 und 2 Satzpunkte wurde er im stark besetzten Durchgang dafür belohnt. Leider lief es auf den restlichen 60 Wurf nicht mehr ganz so gut und auch der Schwazer Spieler wurde stärker, sodass er nur mehr je 1 Satzpunkte holen konnte. Patrick holte 2 Mannschaftspunkte und zeigte mit 555 Kegel wieder ein deutliche Leistungssteigerung.
Nun lag Ritzing mit einem halben Mannschaftspunkt vor uns, doch dieses Manko sollte Michal im dritten Durchgang nun wieder wett machen. Er tat sich aber an diesem Tag schwerer als am Tag zuvor und wechselte unzufrieden nach zwei Bahnen auf die dritte Bahn. Zu diesem Zeitpunkt hatten alle vier Spieler fünf Satzpunkte. Auf der dritten Bahn setzte sich der Leobner Legionär schnell ab und holte sich die wichtigen vier Satzpunkte. Für Michal blieben mit guten 144 Kegel 3 Satzpunkte über und er war somit noch immer im Rennen um die volle Mannschaftspunktezahl. Im letzten Satz brillierte Michal und Eller von Schwaz. Nun begann für uns ein kleines Rechenspiel, wie es das Cupsystem gerne zulässt. Michal machte dabei alles richtig, blieb einen Kegel hinter Eller und holte drei Satzpunkte, die ihm zu 11 Satzpunkten insgesamt verhalfen. Schwaz und Leoben holten beide insgesamt 10 Satzpunkte und Ritzing 9, damit blieb unserem bis dahin stärksten Konkurrenten nur 1 Mannschaftspunkt über und nun war Leoben unser erster Verfolger, dicht gefolgt von Ritzing.
Jiri sollte nun mit 4 Mannschaftspunkten für eine kleine Vorentscheidung sorgen, doch sein Start war alles andere als gut. Nach zwei Bahnen hatte er lediglich drei Satzpunkte im Gepäck und lag schon 5 Punkte hinter Ritzing zurück. Und dann lief es mal wieder blendend für uns. Jiri machte mit 143 Kegel vier Satzpunkte und Ritzing musste sich mit 1 Satzpunkt begnügen. Nun war Jiri wieder bis auf zwei Punkte am Ritzinger Legionär dran und auf der letzten Bahn spielte er nun wieder sein gewohnt souveränes Spiel. Mit 168 Kegel zum Abschluss holte er sich weitere vier Punkte und da Ritzing nur zwei Satzpunkte zum Schluss holte, teilten wir uns mit Ritzing den ersten Platz zu je 3,5 Mannschaftspunkten.
Es ging in die absolut heiße Phase. Mit 13,5 zu 11 Satzpunkten lagen wir vor Ritzing in Führung. Zwischen Erich und Jaskulski ging es auf in den ersten drei Sätzen immer sehr eng her, wobei der Ritzinger in den ersten beiden Sätzen immer das bessere Ende für sich hatte. Den dritten Satz gewann allerdings Erich und kam somit wieder bis auf einen Satzpunkt an Jaskulski heran. Holte Erich auf der letzten Bahn einen Satzpunkt mehr als dieser, so würden die Punkte zwischen den beiden wieder geteilt werden und wir würden mit 2,5 Punkten Vorsprung in den letzten Durchgang gehen. Doch Erich fand sich auf der letzten Bahn leider nicht mehr so gut zurecht und musste sich mit einem Satzpunkt zufrieden geben. Ritzing holte damit die 4 Mannschaftspunkte und wir wichtige 3.
Für Matthias hieß es nun maximal einen Platz hinter Ritzing zu sein, um den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Gefährlich dabei war natürlich, dass sich die abgeschlagenen Leobner und/oder Schwazer noch einmischten und das taten sie auch teilweise. Im ersten Satz holte Matthias nämlich nur 2 Satzpunkte, denn Ritzing holte 4 und Leoben drei, damit stieg die Anspannung bei uns wieder. Matthias hatte dann aber im Abräumen auf der zweiten Bahn die richtige Antwort parat und holte sich knapp den Sieg in diesem Satz. Ritzing holte weitere drei Satzpunkte und Leoben zwei. Matthias kam nun immer besser ins Spiel und legte eine 160er Bahn nach, die ihm vier Satzpunkte einbrachten und zu unserem großen Glück holte Ritzing nur zwei Satzpunkte und wir lagen damit satzpunktemäßig in Führung. Auf der letzten Bahn starteten Leoben und Ritzing weit besser als Matthias und auch Schwaz kämpfte plötzlich wieder mit. Matthias brauchte zwei Satzpunkte, damit wir den Cupsieg holten und dies erwies sich bis zum Schluss als sehr schwer. Denn während Ritzing und Leoben davonzogen, kämpfte er gegen den Schwazer um die zwei Satzpunkte. Als er auf dem vorletzten Wurf Kegel 1, 3, 4, 5, 6 und 8 treffen musste stockte uns nochmal kurz der Atem, aber wie wenn es um nichts gehen würde, spielte Matthias diese Stellung weg und holte sich die siegbringenden zwei Satzpunkte. Dies brachte ihm 3 Mannschaftspunkte ein und er verlor somit nur einen Mannschaftspunkt auf Ritzing.
Mit 19,5 Mannschaftspunkten sicherten wir uns somit den zweiten Cuperfolg in der Geschichte des Vereins. Dicht gefolgt von Ritzing mit 19 Mannschaftspunkten. Dritter wurde Leoben und Vierter Schwaz.
Als Kapitän der Superliga-Mannschaft möchte ich mich nochmal bei allen Spielern für ihren Einsatz in dieser Saison bedankten, für jede Minute die ihr euch Zeit genommen habt um für den größtmöglichen Erfolg zu sorgen. Außerdem bedanke ich mich bei allen Fans, Daumendrückern und Unterstützern in jeder Art und Weise. Es war ein mehr als gelungene Saison und mit dem Cupsieg ein mehr als würdiger Abschluss für dieses Jahr.