Team Weltmeisterschaft 2017

Bei der Team Weltmeisterschaft waren erstmals drei Orther Kegler im Einsatz. Matthias Zatschkowitsch und Martin Rathmayer wurden für Österreich ins Nationalteam berufen und Jiri Vesely (vorm. Vicha) für die Tschechische Republik. Für beide Nationen war im Viertelfinale und damit eine Runde vor den Medaillenrängen Endstation.

Am besten der dreien präsentierte sich Jiri Vesely. Auf ihm war im tschechischen Team immer verlass. Er wurde stets im letzten Durchgang eingesetzt und konnte in allen vier Spielen sein Duell für sich entscheiden. Mit 655 Kegel gelang im der WM-Auftakt. Dazu gewann Tschechien mit 7:1 gegen die Franzosen und standen damit schon mit einem Fuß unter den letzten Acht. Im zweiten Gruppenspiel gegen die klar unterlegenen Dänen spielte er seine schwächste Partie mit 640 Kegel. Im alles entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen die sehr starken Ungarn spielte er gegen den Ausnahmekönner Kiss Norbert groß auf. Mit einem sensationellen vorletzten Wurf (Kegel 3, 4, 6 und 8) holte er sich knapp den Mannschaftspunkt mit bärenstarken 677:674 Kegel. An der Niederlage der Tschechen änderte dies allerdings nichts und somit gingen sie als Tabellenzweiter gegen Deutschland in das Viertelfinale. Dort waren sie bis zum Schluss eng an den Deutschen dran und auch Jiri brillierte wieder auf der Bahn. Mit 671 Kegel schoss er seinen deutschen Gegner von der Bahn und zeigte einmal mehr eine überragende Leistung. Mit 3819 Kegel in diesem Spiel brauchte sich die Spieler rund um Jiri nicht zu verstecken, aber gegen die zu favorisierenden Deutschen reichte es um 47 Kegel nicht.

Nun zu unseren Österreichern, die ebenfalls gute Leistungen zeigten, aber mit denen von Jiri nicht mithalten konnten. Im ersten Gruppenspiel sollte Matthias, der die U-18 Weltmeisterschaft noch in den Beinen hatte, geschont werden, um für die vermeintlich stärkeren Gegner wieder vollkommen fit zu sein. Gegen Bosnien sollte ein klarer Sieg her, um die Kroaten (direkter Konkurrent um den Gruppensieg) unter Druck zu setzen. Mit geballter Kraft von Philipp Vsetecka und Martin Rathmayer sollte das gelingen. Doch bereits auf der ersten Bahn erwiesen sich die Bosnier alles andere als ein leichter Gegner. Mit 162 Kegel sicherte sich Martin geradeso den ersten Satz, doch schon auf der zweiten Bahn verlor er 21 Kegel auf seinen Gegner. Wieder ins Spiel um den Mannschaftspunkt brachte er sich, als er am vorletzten Wurf auf der dritten Bahn einen Neuner spielte und sich somit wieder knapp den Satzpunkt sicherte. Doch im letzten Satz konnte er nicht entscheidend zusetzen und somit verlor er am Ende deutlich mit 640:653 Kegel. Vsetecka konnte sein Duell knapp gewinnen und somit für das 1:1 sorgen. Im zweiten Durchgang begann Jürgen Ertl denkbar schlecht und so kam Matthias doch zu seinem Einsatz. Mit vollem Einsatz versuchte er seinem Gegner wieder näher zu kommen. Auf der zweiten Bahn schaffte er mit 147 Kegel einen halben Satzpunkt und dank eines ganzen Satzpunktes mit 154 Kegel forderte er die Entscheidung auf der letzten Bahn. Dort verfehlte er knapp mit 151:155 Kegel den Satzgewinn und somit blieb auch dieser Satzpunkt bei Bosnien. Als Fels in der Brandung erwies sich das österreichische „Urgestein“ Reinhard Gruber, der mit 663 Kegel nicht nur deutlich den Mannschaftspunkt machte, sondern auch wichtige Kegel gewann. Der Start im letzten Durchgang war dann von Martin Janits und Lukas Huber alles andere als gut, aber danach bäumten sich die zwei auf und wäre Janits nicht die 113er Bahn im dritten Satz passiert, wär die Partie wohl schon früher zu den Gunsten Österreichs entschieden worden. So wurde es ein richtiger Zittersieg bis auf den letzten Wurf. Aber Österreich setzte sich am Ende mit 5:3 und plus 24 Kegel durch.

Im zweiten Gruppenspiel gelang nun der deutliche Sieg gegen unser Nachbarland Italien. Martin startete wieder im ersten Durchgang. Er agierte etwas schwächer als im ersten Spiel. Auf der ersten Bahn misslang ihm das Volle, auf der zweiten Bahn das Abräumen und so lag er zur Halbzeit kegelmäßig zurück. Mit 154 Kegel auf der dritten Bahn brachte er sich wieder in Führung und vollendete sein Spiel mit 174 Kegel auf der letzten Bahn. In diesem Spiel kam Matthias nicht zum Einsatz und wurde diesmal tatsächlich geschont. Beim 7,5:0,5 Sieg wurde auch die Kegelzahl auf 3765 Kegel hochgeschraubt.

Gegen Kroatien reichte nun im letzten Gruppenspiel ein Unentschieden um als Tabellenerster ins Viertelfinale zu gehen und damit Serbien auszuweichen. Martin erwischte diesmal einen besseren Start und ging mit 2:0 in Führung. Im dritten Satz spielte er wohl seine beste Wurfserie der ganzen WM, blieb aber dennoch bei 165 Kegel, dank eines Fehlwurfes am vorletzten Wurf, hängen. Trotzdem sorgte er damit für die Vorentscheidung in seinem Duell, dass er schlussendlich mit 3:1 und 640:618 Kegel gewann. Ein wichtiger Punkt, da Philipp Vsetecka diesmal punktlos blieb und somit ein 0:2 verhindert wurde. Für die Vorentscheidung sorgten Janits und Gruber im Mitteldurchgang mit 609 und 685 Kegel, die jeweils für den Mannschaftspunkt reichten. Vollendet wurde der Sieg von Matthias und Huber. Matthias begann mit bärenstarkem Volle und sicherte sich auch dadurch den ersten Satzpunkt. Auf der zweiten Bahn war sein starkes Abräumen für den Satzgewinn verantwortlich. Mit 164 Kegel im dritten Satz konnte er ebenso wie Martin den Sack frühzeitig zumachen und Österreich den entscheidenden vierten Mannschaftspunkt sichern. Da das Spiel nun schon gegessen war, konnte Matthias etwas zurückschrauben und mit 139 Kegel sein Spiel beenden. Mit 619 Kegel schloss er leistungsmäßig an die Mannschaftsleistung der Österreicher an.

Mit einem klaren 6:2 Sieg über Kroatien ging es nun in das Spiel um die Medaillen gegen die starken Slowaken, die den Serbien das Fürchten gelehrt hatten. Wieder begannen Martin und Philipp Vsetecka. Vsetecka legte eine blitzsaubere Partie hin und erreichte mit 700 Kegel eine Wahnsinnszahl, die auch klarerweise deutlich für den Mannschaftspunkt reichte. Martin fand leider nicht so eindrucksvoll in sein Spiel und so lag er auch mit etwas Pech schnell 0:2 zurück. Doch aufgeben kennt unser Kapitän der 1er nicht und so holte er sich knapp aber doch den dritten Satz mit 173:171 Kegel. 16 Kegel betrug der Rückstand noch auf seinen großen slowakischen Gegner. Aber leider passierten Martin einfach zu viele schlechte Würfen um seinen Gegner mehr unter Druck zu setzen und als er dann noch am vorletzten Wurf zwei Kegel nicht traf, war die Chance um den Mannschaftspunkt vorbei und er musste sich schlussendlich mit 639:647 Kegel geschlagen geben. Die Kegel waren allerdings auf der Seite von Österreich und deshalb durfte weiter auf den Halbfinaleinzug gehofft werden. Janits hatte gegen Cech keine Chance und ging mit 572:658 Kegel unter. Auf der anderen Seite war das Bild ähnlich, nur setzte sich hier der Österreicher Gruber mit einer weiteren starken Leistung von 657 Kegel klar durch. Im letzten Durchgang mussten nun Matthias und Huber einen Mannschaftspunkt holen und die Kegel halten, doch die beiden Slowaken machten es ihnen nicht leicht. Matthias gewann die erste Bahn glatt mit 167:149 Kegel, doch Pasiak holte sich Satzpunkt zwei und glich somit aus. Auf der dritten Bahn behielt ebenso der Slowake die Oberhand und da Huber keine Chance mehr auf den Mannschaftspunkt hatte, lag nun die ganze Last auf den Schulter von Matthias. Sein Gegner präsentierte sich aber auch auf der letzten Bahn sehr sehr stark und so kam Matthias immer mehr unter Zugzwang. Leider gelang es ihm dann nicht sein Spiel perfekt durchziehen und sein Gegner setzte sich mit 625:587 Kegel deutlich durch. Zum Schluss hatten die Slowaken auch um 9 Kegel gesamt mehr, sodass sie das Spiel sogar noch mit 6:2 gewannen. Die Enttäuschung bei den Österreichern war natürlich groß, aber am Ende konnte sie einfach nicht genug Sätze gewinnen und in den entscheidenden Phasen den Gegner unter Druck setzen.

Dennoch war es auch von Martin und Matthias eine gute Weltmeisterschaft und in zwei Jahren kommt für die beiden bestimmt die nächste Chance für eine Medaille bei der Team-WM.

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