Sensationell!!! Wahnsinn!!! Es gehen einem die Superlative aus, wenn man Matthias gestern im letzten Durchgang bei seinen überragenden 650 Kegel gesehen hat, mit denen er Österreich zu Gold im U-18 Teambewerb männlich führte.
Ein weiters Mal beweist Matthias seine Nervenstärke und dass auch 87 Kegel Rückstand auf den Führenden bei einer Weltmeisterschaft aufholbar sind.
Begonnen hat der Teambewerb für Österreich denkbar schlecht. Marco Linzer, fixer Bestandteil der Superliga Mannschaft vom ESV Leoben, kam mit dem Druck des Startspielers nicht zurecht und musste nach unterdurchschnittlichen 255 Kegel ausgetauscht werden. Sein Ersatz, Stefan Herzog, machte seine Sache um einiges besser und rettet mit 299 Kegel die Gesamtkegelzahl der beiden auf 554 Kegel. Dadurch wurde der Start etwas gerettet, aber um eine Medaille mitreden zu können, brauchte es nun eine sehr starke Leistung von Lukas Temistokle. Nur auf der ersten Bahn erreichte er nicht sein Leistungsniveau, ansonsten spielte er vor allem ein starkes Volle und setzte mit 618 Kegel eine erste Duftmarke und brachte Österreich damit wieder ins Spiel um die Medaillen. Um die Chancen auch auf Gold aufrecht zu erhalten, musste Andreas Eisl schon zu seiner persönlichen Bestleistung hinspielen. Der Start gelang ihm und er konnte mit über 290 Kegel in den zweiten 60er starten. Die nächsten 30 Wurf verliefen allerdings überhaupt nicht nach Wunsch und so verlor er wieder deutlich an Boden. Eine starke Schlussbahn brachte sein Gesamtergbnis auf 565 Kegel.
Auf die in Führung liegenden Deutschen fehlten schon 87 Kegel. Matthias war sich der Schwierigkeit durchaus bewusst, doch mit der Einstellung nicht auf die Andere zu schauen fuhr er gut. Denn während die Deutschen schwächelten und Kroatien an Deutschland vorbeizuziehen scheinte, mischte sich Matthias nochmal ordentlich ins Geschehen um Platz 1 ein. Nach 310 Kegel auf den ersten beiden Bahnen sah man bei ihm kaum noch schlechte Würfe. Und so kämpfte er sich Kegel um Kegel wieder an die Deutschen ran. Auch ein Wechsel unseres Nachbarn konnte an der Tatsache nichts ändern, dass Matthias nach drei Bahnen bis auf 1 Kegel alle aufgeholt hatte und, nachdem Kroatien schon etwas weggebrochen war, mit Deutschland nun um den ersten Platz und damit um den Weltmeistertitel kämpfte. Unbeeindruckt von der großen Chance den Weltmeistertitel zu holen, zeigte er weiterhin ein extrem starkes Spiel. Auch der Kommentator des Livestreams musste neidlos anerkennen, dass Matthias kaum aufzuhalten war. Mit einer bärenstarken Volleleistung überholte er den Deutschen und vollendete im Abräumen den Überholversuch einwandfrei. Mit 650 Kegel nahm er dem deutschen Schlussduo 103 Kegel ab und holte für Österreich sensationell Gold im Mannschaftsbewerb.
Zudem qualifizierte er sich mit der Bestleistung von 650 Kegel für das Einzelfinale am Freitag. Ebenso wie Lukas Temistokle, der mit 618 Kegel den vierten Platz in der Kombination momentan inne hat.
Am Mittwoch geht es nun mit dem männlichen und weiblichen Tandem weiter. Für Österreich gehen bei den Herren Matthias Zatschkowitsch und Lukas Temistokle im Kamf um das nächste Edelmedall an den Start.
Der KSK Union Orth/Donau gratuliert nicht nur Matthias zu seiner hervorragenden Leistung und zu Gold, sondern der ganzen Mannschaft, wo jeder seinen Teil dazu beigetragen hat. Natürlich gratulieren wir auch dem Trainerteam.
Für die nächten Wettkämpfe wünschen wir der österreichischen Delegation viel viel Erfolg und hoffen auf weitere Medaillen für unser Land.