In einem hochklassig besetzten NÖ-Cupfinale konnte sich der KSK Union Orth, wie schon 2016 zum NÖ-Cupsieger krönen.
Mit dem SK Wessely Dämmtechnik Neunkirchen und BSV Voith St. Pölten waren jene Mannschaften am Start, die in der Superliga vor uns liegen, und mit dem 1. KSK Gem. Bed. Wr. Neustadt eine Mannschaft aus der zweithöchste Spielklasse, die durchaus für eine Überraschung sorgen kann.
Für das spezielle Cupsystem, bei dem jede Mannschaft pro Durchgang einen Spieler auf die Bahn schickt, der versucht soviele Satzpunkt wie möglich zu machen, haben wir keine besonderen taktischen Maßnahmen vorgenommen und unsere Spieler in der Reihenfolge auflaufen lassen, wie sie es auch bei unseren Heimspielen tun.
Die verdeckte Aufstellung der Mannschaften ergab von den Namen her ein hochklassiges Duell zwischen unserem Martin und Huber Lukas von BSV Voith St. Pölten. Doch Martin konnte mit dem Leitwolf der Landeshauptstädter nur auf einer Bahn mithalten. Auf der ersten Bahn holte er nach schwacher Leistung sogar nur 1,5 Satzpunkte. Die zweite Bahn dominierte er mit 155 Kegel und holte sich die wichtigen vier Satzpunkte. 150 Kegel reichten auf der dritten Bahn gegen einen überragenden Huber nur für 3 Satzpunkt. Im Abschlusssatz konnte er mit 155 Kegel (Huber 156) 3 weitere Satzpunkte holen und mit insgesamt 11,5 Satzpunkten holte er die ersten 3 Mannschaftspunkte für uns.
Einen äußerst schwierigen und vermeintlich ausgeglichenen Durchgang erwischte Patrick, der gegen die Legionäre Holakovsky (Neunkirchen) und Brancsek (Wr. Neustadt), sowie gegen den österreischen Teamspieler Vsetecka antreten musste. Mit 150 Kegel gelang ein Start nach Maß und nur der Ungar der Wr. Neustädter war besser. Weitere 150 Kegel brachten auf der zweiten Bahn erneut drei Satzpunkte, die Big Points gingen mit einer fantastischen Abräumleistung wieder an den Ungarn. Auch auf der dritten Bahn konnten die Akteure von Neunkirchen und St. Pölten keine wichtigen Satzpunkte aufholen und mit weiteren drei Satzpunkten stand Patrick schon als Zweiter fest und damit waren weitere drei Mannschaftspunkte unser. Die vier Mannschaftspunkte gingen an Wr. Neustadt, St. Pölten holte sich zwei und Neunkirchen überraschenderweise nur 1.
Den nächsten schwierigen Durchgang erwischte Michal. Mit Wendl (Neunkirchen) und Bulka (St. Pölten) hatte er jeweils die Nr. 1 der beiden Mannschaften zu besiegen. Eine starke Startbahn von 158 Kegel reichten für "nur" 3 Satzpunkte, da Bulka mit 160 Kegel knapp vor ihm lag. Im zweiten Satz ließ er Wendl hinter sich, allerdings zwickte sich der Wr. Neustädter Spieler zwischen ihm und Bulka und somit blieben nur 2 Satzpunkte für Michal. Ein weiterer Dämpfer folgte auf der dritten Bahn mit 133 Kegel gingen 1,5 Satzpunkte auf unser Konto. Aber Michal gab nicht auf, sah die Chance Wendl noch einzuholen, doch dieser spielte schon wie im Meisterschaftsspiel gegen uns ein tolles letztes Abräumen und hatte mit 169:161 Kegel die Oberhand. Dazwischen spielte sich auch noch Bulka mit 166 Kegel und somit blieben Michal wieder trotz starker Leistung nur 2 Satzpunkte, was uns am Ende mit 8,5 Satzpunkten gesamt 2 Mannschaftspunkte brachte.
Im vierten Durchgang war schwer einzuschätzen, wie die Chancen von Erich standen und so entwickelte sich auch das Spiel. Im ersten Satz holte Erich mit sehr guten 145 Kegel 3 Satzpunkte. 130 Kegel reichten auf der zweiten Bahn immerhin für 2 Satzpunkte. Nachdem der Neunkirchner Spieler einen schlechten Start hatte, legte er auf den zweiten 60 Wurf richtig los und auch der St. Pöltner spielte zwei starke letzte Bahnen. Daher blieb für Erich auf der dritten Bahn mit 136 Kegel 2 Satzpunkte und auf der letzten Bahn mit 128 Kegel 1 Satzpunkt. Er hatte damit insgesamt 8 Satzpunkte geholte, gleichviele wie der Wr. Neustädter und damit erhielten die beiden 1,5 Mannschaftspunkte. Die vier Mannschaftspunkte gingen erneut an St. Pölten, die nun in der absoluten Pole-Position waren. Denn aus den letzten zwei Durchgängen brauchten sie nur mehr 4 Mannschaftspunkte um als Sieger von der Bahn zu gehen.
Uns halfen als nur mehr 4 Mannschaftspunkte pro Durchgang und diese sollten Jiri und Matthias jeweils holen, damit wir zumindest als Zweiter Krems verlassen können. Jiri stand seinem tschechischen Landsmann Kotyza gegenüber, der einen schlechten Start erwischte und nur einen Satzpunkt machen konnte. Jiri holte mit nur 3 Kegel mehr, drei Satzpunkte. Die zweite Bahn dominierte Jiri mit 158 Kegel und konnte auch den Ungarn von Neunkirchen satzpunktemäßig überholen. Danach fand auch Kotyza besser ins Spiel und holte sich zum ersten Mal vier Satzpunkte. Jiri verlor allerdings mit drei Satzpunkten nicht viel und hatte für die vier Mannschaftspunkte die besten Karten. 131 Kegel reichten auf der letzten Bahn für 3 Satzpunkte und somit für die erhofften vier Mannschaftspunkte. Da Kotyza mit 128 Kegel 2 Satzpunkte holte und damit für ihn 2 Mannschaftspunkte blieben, musste nun Matthias den 4er holen und zudem durfte der St. Pöltner Spreng nur 1 Mannschaftspunkt gewinnen.
Und Matthias war einmal mehr unsere Schlussgranate, den nichts aus dem Konzept bringen konnte. Auf der ersten Bahn brachte er mit 158 Kegel die vier Satzpunkte ins Trockene und zu unserem großen Glück blieb für St. Pölten trotz 146 Kegel nur 1 Satzpunkt. Mit überragenden 163 Kegel gewann Matthias deutlich die zweite Bahn und hielt damit weiterhin beim Punktemaximum. Im dritten Satz ließen wir Matthias die letzten drei Würfe nicht mehr machen, damit der Wr. Neustädter die vier Satzpunkte behielt, Matthias zwischen Wr. Neustadt und St. Pölten reinspielte und somit Wr. Neustadt einen Satzpunkt vor St. Pölten war. Neunkirchen lag mit St. Pölten nun satzpunktemäßig gleichauf und somit mussten wir hoffen, dass der Neunkirchner vor dem jungen St. Pöltner blieb. Matthias hatte seine 4 Mannschaftspunkte zu diesem Zeitpunkt schon fix und konnte nich mehr aktiv ins Geschehen eingreifen. Mit 144 Kegel behielt der Neunkirchner die Oberhand und auch der Wr. Neustadt Legionär lag vor dem St. Pöltner und somit trat das fast unmögliche noch ein und wir holten uns nach 2016 erneut den Cupsieg in Niederösterreich.
Damit dürfen wir nun alss Titelverteidiger am Österreich-Cup im Juni in Salzburg teilnehmen und wollen auch dort unseren Titel verteidigen.