Im Weinviertel-Derby konnte die Superliga Mannschaft mit einem deutlichen 7:1 Erfolg in Mistelbach ihren Tabellenplatz festigen und ihre Form weiterhin halten.
Die Rollen waren im Weinviertelderby klar verteilt. Dennoch erwarteten wir uns aufgrund der schlechten Tabellensituation mehr von Mistelbach. Denn während es für uns um Punkte um Platz 3 geht, geht es für die Bezirkshauptstädter um den Klassenerhalt, der immer weiter in die Ferne rückt. Fakt ist aber, dass wir an diesem Tag wohl auch eine unserer stärksten Auswärtsleistungen gebracht haben, auf einer Bahn die nicht besonders fallfreudig und auch etwas eigen ist.
Den ersten Durchgang eröffnete für Mistelbach Nikolic und Konlechner, auf die wir Martin und Patrick stellten. Ziel war ganz klar, gleich mal mit 2:0 in Führung zu gehen. Unser Kapitän spielte die ersten beiden Bahnen nahezu perfekt, das einzige was fehlte, waren die Neuner. Doch mit 163 und 161 Kegel holte er sich einen komfortablen Vorsprung gegenüber seinem Gegner. Auch die zweiten Wurf agierte er nicht schlecht, doch ein paar Unachtsamkeiten ließen schlussendlich eine höhere Quote nicht mehr zu. Mit 130 und 145 Kegel reichte es aber jeweils für den Satzpunkt und somit gewann Martin mit 4:0 und 599:523 Kegel deutlich den Mannschaftspunkt. Einen schlechteren Start erwischte Patrick. Denn obwohl sein Gegner bereits auf der ersten Bahn zweimal den Spielbereich nach vorne übertrat und somit ein 7er gestrichen wurde, konnte Patrick den ersten Satz nicht gewinnen. Nach der 120er Bahn steigerte er sich allerdings auf 139 Kegel und holte 26 Kegel auf seinen Gegner auf. Somit hatte sich auch Patrick den Mannschaftspunkt so gut wie hergerichtet und machte auf den zweiten 60 Wurf den Sack mit einer starken Leistung zu. 148 und 142 Kegel sicherten ihm die beiden letzten Satzpunkte und damit auch den Mannschaftspunkt. Da Patrick mit seinen 549 Kegel, 62 Kegel plus machte, lagen wir nun schon mit 138 Kegel voran, was schon einer Vorentscheidung gleich kam.
Die Mistelbacher taktierten im zweiten Durchgang, stellten Schwarz Josef aus, wechselten jedoch den Sportkapitän Seimann Erhard mit dem ersten Wurf ein. Mit einer kleinen Vorahnung stellten wir deshalb Jiri auf Schwarz und Michal auf Sünder, der durchaus auch für Gefahr sorgen kann. Während Michal eine tadellose Vorstellung von Beginn weg zeigte, musste Jiri, wie auch schon bereits in Leoben mit einem rätselhaften Faller der Kegel hadern. Auf der ersten Bahn kam er deshalb auch nur auf 126 Kegel, was dennoch um 1 Kegel für den Satzpunkt reichte. Wie bereits erwähnt zeigte Michal eine tadellose Vorstellung und begann mit 156 Kegel (plus 29 gegenüber seinem Gegner). Er ließ 145 Kegel darauf folgen und sicherte sich noch den halben Satzpunkt nachdem er auf den letzten beiden Würfen die Nerven behielt und noch neun Kegel umräumte. Auch Jiri kam jetzt in Fahrt, aber der Faller wurde nicht um viel besser. Trotzdem erzielte er starke 151 Kegel und setzte sich von seinem Gegner ab. Es war nun alles angerichtet um mit einem 4:0 in den letzten Durchgang zu gehen. Die Gegenwehr der beiden Mistelbacher wurde höher und so konnte sich Seimann den ersten Satzpunkt knapp (Jiri wieder kein Glück am vorletzten Wurf) mit 148:146 Kegel gegen Jiri sichern. Michal behielt weiterhin die Oberhand und holte sich mit 2,5 Satzpunkten nach drei Bahnen frühzeitig den Mannschaftspunkt. Auch die letzte Bahn gehörte unserem Tschechen, der mit 574 Kegel unsere zweitbeste Quote an diesem Tag erzielte. Auf der anderen Seite reichten Jiri 135 Kegel um seinen dritten Satzpunkt zu machen und mit 558:522 Kegel sein Duell deutlich zu gewinnen.
4:0 und ein uneinholbarer Kegelvorsprung von 213 Kegel ließ uns nicht mehr an einem Sieg zweifeln. Für Mistelbachen traten die beiden Tschechen Hybl und Dejda im letzten Durchgang an, gegen die wir uns mit Matthias und Erich wehrten. Der Start verlief aber nicht nach unserem Wunsch. Matthias und Erich taten sich schwer in ihr Spiel zu finden und so lagen beide gleich mit 0:1 zurück. Matthias fand aber gleich eine hervorragende Antwort und glich mit 158 Kegel in Sätzen aus. Ein brav ackernder Erich konnte lange mit der Nr. 1 der Mistelbacher auf der zweiten Bahn mithalten, doch am Ende fehlte ihm mit 133 Kegel neun für den Satzpunkt. Auf der dritten Bahn konnte sich Erich weiter steigern und verkürzte auf 1:2. Einer starken Schlussbahn konnte Erich jedoch nichts entgegensetzen und musste sich mit guten 539 Kegel, 1:3 geschlagen geben. Keine besonders gute Schlussbahn gelang Matthias, für den aber 132 Kegel auf der letzten Bahn für den Satzpunkt reichten. Mit 569 Kegel gewann er 3:1 gegen einen schwachen Legionär der Heimischen.
Das Spiel endete mit einem deutlichen 7:1-Erfolg für uns. Mit einem Schnitt von 564,7 Kegel können wir durchaus zufrieden sein und positiv auf die nächsten Spiele schauen. „Bei Mistelbach ist einfach der Wurm drinnen, mittlerweile brauchen sie schon ein kleines Wunder um die Klasse halten zu können“, meinte unser Kapitän zur Tabellensituation von Mistelbach. Zur eigenen Lage in der Tabelle war er positiv gestimmt: „Wir sind nun 5 Punkte vor dem vierten, fünften und sechsten Platz, wobei KSV Wien natürlich noch immer als unser erster Verfolger gilt. Aber wir haben es selbst in der Hand ein Entscheidungsspiel in der letzten Runde zu vermeiden und haben in den letzten beiden Runde bewiesen, dass die Form stimmt. Nachdem wir Neunkirchen zuhause geschlagen haben, ist uns gegen St. Pölten durchaus was zuzutrauen. Es wird wohl wieder auf die Tagesform ankommen.“