Drei Wochen nach dem Hinspiel im Champions League Viertelfinale gegen SK Zeleziarne Podbrezova kam es in der Slowakei zum Rückspiel. Mit einem Vorsprung von 6:2 Mannschaftspunkten bei 12:12 Satzpunkten startete das Rückspiel. Und wie schon im Hinspiel zeigte sich, dass es teilweise nur ein paar Wurf sind, die den Unterschied zwischen Punktgewinn oder -verlust ausmachen.
Im ersten Durchgang traf Martin Rathmayer auf Simon Magala, Lukas Temistokle auf Rostislav Gorecky und Jan Mecerod auf Jiri Vesely. Vom ersten Wurf an war das Publikum voll da. Und das war vor allem Temistokle und Gorecky geschuldet, die sich die 9er auf der ersten Bahn um die Ohren hauten. Luki punktet mit atemberaubenden 197 zu 188 Kegel und stellte somit die Weichen für den Mannschaftspunktgewinn. Auch Martin und Jan konnten den ersten Satz für sich entscheiden und so hatten wir schon 3 Satzpunkte von 12,5 notwendigen auf unserem Konto. Auch die zweite Bahn lief nach unseren Vorstellungen. Martin schnappte Magala mit zwei 9er gegen Ende noch den Satzpunkt weg und stellte auf 2:0 und auch Lukas behielt mit 175 zu 170 Kegel die Oberhand. Nur Jan konnte den zweiten Satz nicht gewinnen. Im dritten Satz machten Martin und Luki ihre Mannschaftspunkte klar. Auch Jan kämpfte erneut brav mit, wurde jedoch nicht mit einem Satzpunkt belohnt. Dafür holte er sich den letzten, nicht unwichtigen Satzpunkt, vor allem da sowohl Martin, als auch Luki die letzte Bahn nicht gewinnen konnten. Luki spielte mit 701 Kegel erneut über 700 Kegel und hielt Gorecky mit seinen 688 Kegel auf Abstand. Martin setzte sich mit 670 zu 665 Kegel in einem ebenfalls spektakulären Duell durch. Jan verlor bei 2:2 Satzpunkten mit 597 zu 612 Kegel.
Die zwei notwendigen Mannschaftspunkte und acht der notwendigen 12,5 Satzpunkten hatten wir nun bereits und natürlich lagen unsere großen Hoffnungen nun auf Matthias Zatschkowitsch, der im zweiten Durchgang auf Bystrik Vadovic traf, doch auch für Patrick Fritz war gegen den formsuchenden Petr Hendrych alles möglich. Und es lief sogar noch besser als wir uns es vorgestellt haben. Denn Matthias holte sich den ersten Satz mit einem 9er am vorletzten Wurf. Patrick gewann ebenso den ersten Satz souverän und auch Michal Kratochvil konnte die Schwächen des vermeintlich stärksten Spielers der Slowaken nutzen und anschreiben. Damit waren nur mehr 1,5 Satzpunkte für den Aufstieg ins Final-4 notwendig. Und es benötigte tatsächlich nur mehr eine weitere Bahn um ihn zu fixieren. Patrick überholte seinen Gegner kurz vor Schluss mit drei 9ern und holte seinen zweiten Satzpunkt. Matthias ließ Vadovic ebenso wenig herankommen und fixierte gemeinsam mit Michal, der sich den Satzpunkt mit seinem Gegner teilte. Der Jubel war natürlich groß, doch der Tenor war, dass wir uns jetzt nun auch den Auswärtssieg holten. Was allerdings leichter gesagt als getan war. Der Druck war weg und das merkte man den Spielern und Betreuern auch an. So konnte Podbrezova Kegel für Kegel aufholen. Matthias gewann am Ende mit 651 zu 654 Kegel bei 3:1 Satzpunkten den Mannschaftspunkt und auch Patrick setzte sich mit 624 zu 596 Kegel mit 3:1 Satzpunkten durch. Michal verlor am Ende doch noch klar mit 586 zu 628 Kegel. Podbrezova hatte mehr Gesamtkegel und somit endete das Spiel mit einem 4:4-Unentschieden.
Mit 3829 Kegel haben wir ein wirklich gutes Spiel gemacht und sind deshalb auch verdient über die beiden Spiele ins Final-4 eingezogen.
Damit geht es jetzt für uns Ende März nach Mörfelden (Deutschland) wo die Halbfinal- und Finalspiele der Champions League stattfinden. Weitere Teams im Final-4 sind Split (CRO), Raindorf (GER) und Zerbst (GER). Die Auslosung für die Halbfinalspiele findet in den kommenden Tagen statt.
Abschließend nochmal ein großes Dankeschön an alle mitgereisten Fans, die uns in der Slowakei so toll unterstützt haben.