Mit dem 8. Saisonsieg im 9. Spiel krönte sich unsere 1er in der Superliga zum Herbstmeister. Mit einem 6:2-Sieg blieben sie auch gegen den SKC Kleinwarasdorf siegreich und lachen weiterhin von der Tabellenspitze herunter.
Nachdem das Spiel von St. Pölten in Leoben bereits erledigt war und die St. Pöltner erneut einen 5:3 Sieg feierten, wussten wir bereits, dass wir den Sieg für den Herbstmeistertitel brauchten. Voll motiviert traten wir im Burgenland gegen den SKC Kleinwarasdorf an. Jene Mannschaft, die den einzigen Sieg in dieser Saison gegen St. Pölten feiern konnte. Von dem her waren wir natürlich auch gewarnt und wussten, was auf uns wartet.
In besonders guter Form bei den Burgenländern präsentierte sich bis jetzt Martin Janits, Nationalteamspieler und aktuell überragender Mann der Kleinwarasdorfer. Er spielte gleich im ersten Durchgang und so bekam er von uns Patrick FRITZ als seinen Gegner. Im zweiten Duell des ersten Durchgangs starteten für uns Martin Rathmayer gegen den Neuzugang der Mittelburgenländer Radek Holakovsky. Das Duell zwischen unserem Kapitän und dem Tschechen sollte hochklassig und spannend werden, spannend war es dann schlussendlich auch. Auf der ersten Bahn behielt Martin mit 137 zu 130 Kegel gerade noch die Oberhand. Im zweiten Satz zeigte sich der Tscheche stark verbessert, während Martin weiterhin kein gutes Spiel zeigte. Patrick war gegen Janits auf verlorenem Posten, obwohl er nach einem ersten mittelmäßigen Satz, mit 158 Kegel einen sehr guten zweiten folgen ließ. Auch im dritten Satz wendete sich das Blatt nicht. Patrick spielte weitere starke 150 Kegel, doch wieder war Janits um einen Tick besser. Die Trendwände leitete im dritten Satz Martin ein. Holakovsky spielte ähnlich gut wie im zweiten Satz, nur konnte Martin endlich besser ins Spiel finden und stellte mit 165 einen 2 Kegel Vorsprung her. Im letzten Satz konnte Patrick nicht mehr an die Leistung der ersten drei Sätze anschließen und ging mit 564:644 Kegel klar als Verlierer von der Bahn. Zwischen Martin und Holakovsky war es die ersten 15-20 Würfe im letzten Satz noch spannend, dann setzte sich der Orther ab und holte mit 607:573 Kegel doch noch recht deutlich den Mannschaftspunkt.
Mit diesem 1:1 konnten wir gut leben, allerdings lagen wir 46 Kegel zurück. Dieser Rückstand wurde von unseren Teamküken im zweiten Durchgang in einen Vorsprung verwandelt. Ein ähnliches Duell wie das zwischen Holakovsky und Martin gab es im zweiten Durchgang. Matthias Zatschkowitsch traf auf den Ungarn und Bahnrekordhalter Peter Kovacs. Matthias tat sich schwer ins Spiel zu finden und so ging der erste Satz an den Ungarn. Auch im zweiten Satz fand Matthias nicht wirklich seine Gasse, doch ab dem 16. Wurf legte er den Schalter um und holte sich nach hervorragendem Abräumen den zweiten Satz. Wie auch bereits die ersten beiden Bahnen war die dritte hart umkämpft. Einer regelrechten Neunerflut von Kovacs konnte Matthias allerdings nicht standhalten und somit benötigte er auf der letzten Bahn sechs Kegel mehr für den Mannschaftspunkt. Die Führung wechselte im letzten Satz immer wieder. Kovacs war mit 593 Kegel fertig und Matthias hatte noch drei Wurf und alle neun Kegel stehen. Für den Sieg musste er mit zwei Würfen abräumen und mehr als zwei Kegel am letzten Wurf treffen. Der Anwurf hätte besser sein können, das Bild war allerdings nicht unspielbar. Leider gelang es ihm nicht, die vier Kegel mit einem Wurf abzuräumen und somit verlor Matthias mit 590 Kegel. Wesentlich besser lief es bei Lukas Temistokle, der mit seinem Gegner Christian Pinter auf der ersten Bahn ins Volle noch ziemlich gleichauf lag. Danach brach der Burgenländer weg und Lukas zeigte seine bestechende Form einmal mehr. Der erste Satz ging mit 141:125 Kegel an Lukas, den zweiten gewann er mit 149:137. Die Gegenwehr von Pinter wurde zwar etwas größer, aber Lukas verlor nie die Kontrolle über das Duell und entschied es frühzeitig im dritten Satz mit 150:136 Kegel für sich. Eine weitere starke Bahn brachten ihm nochmal 149 Kegel und eine Gesamtkegelzahl von 589 Kegel.
Wir hatten nun einen Kegelvorsprung von 9 Kegel und auf dem Papier die besseren Spieler auf der Bahn. Allerdings war nicht klar, ob Michal durchspielen konnte, da er seit mehreren Wochen mit muskulären Problemen kämpfte. Es war auch sichtbar, dass er seinen Wurf nicht zu 100% durchziehen konnte, jedoch war er immer wieder in der Lage in den wichtigen Situation mit einem 9er den Sack zuzumachen. Nach langsamen herantasten erreichte er auf der ersten Bahn 135 Kegel und den Satzpunkt. Mit 137 Kegel auf der zweiten Bahn holte er auch den zweiten Satzpunkt. Die Kleinwarasdorfer hofften nach dem dritten Satz, den der heimische Spieler gewinnen konnte, auf eine Trendwende. Doch während es auf der letzten Bahn immer schlechter für Michal aussah, holte er sich mit einem 9er auf den letzten Würfen wieder die Führung und machten den Sack mit 545:530 Kegel zu. Ebenfalls siegreich blieb Jiri in seinem Duell gegen Peter Brandstetter. Der Burgenländer begann ganz schwach. Jiri gewann auf der ersten Bahn mit 140 bereits 28 Kegel. Nachdem er in den Mittelsätze hervorragend agierte und mit 164 und 168 Kegel die weiteren Satzpunkte gewann, stand der Mannschaftspunkte bereits fest. Leider erwischte er wie so viele von uns die 2er Bahn nicht besonders gut und so verhaute er sich schlussendlich mit 136 Kegel ein noch besseres Kegelergebniss. Mit 608 Kegel war er an diesem Tag dennoch unser Mannschaftsbester.
Wir hatten eine engere Partie erwartet, aber nachdem wir, wie die ganze Saison bereits, eine gute Mannschaftsleistung bringen konnten und die Kleinwarasdorfer nicht ihren besten Tag hatten, war das Spiel schlussendlich schnell zu unseren Gunsten gekippt. Mit diesem 6:2-Sieg holten wir uns sensationell den Herbstmeistertitel und liegen mit St. Pölten weiterhin punktegleich an erster Stelle. Neunkirchen liegt mit 4 Punkten Rückstand in Lauerstellung und wird sicher noch ein Wörtchen im Titelkampf mitreden. Dahinter befinden sich mit KSV Wien, Sonnensee Ritzing und Kleinwarasdorf drei Mannschaften mit 6 Punkten Rückstand. Die Tabelle und die Auslosung fürs Frühjahr versprechen ein spannendes Frühjahr.