In der 5. Herbstrunde der Superliga ging es auswärts gegen den KSV Wien. Die Wiener spielten in den ersten beiden Heimspielen jeweils Mannschaftsbahnrekord und galten, nicht zuletzt wegen des Erfolges beim NBC-Pokal, als schwerer Brocken. Es gelang uns allerdings die Gunst der Stunde zu nutzen und die KSVler, nach einer nicht so starken Leistung wie bisher, mit 5:3 zu besiegen und uns damit wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Ränge zu sichern.
Im ersten Durchgang traf Patrick auf den starken Serben Arpad Antal und Martin auf den wohl konstantesten Spieler der Wiener Peter Strohmayer. Patrick hielt von Beginn weg, brav mit dem Serben mit, doch immer wieder vergab er im Abräumen den möglichen Satzpunkt. Auf der ersten Bahn hatte er mit 144:152 und auf der zweiten mit 136:147 Kegel das Nachsehen. Auch Martin musste sich auf der ersten Bahn seinem Gegner knapp mit 152:155 Kegel beugen. Doch auf der zweiten Bahn war bereits ein Aufwärtstrend bei ihm bemerkbar. 159:152 Kegel bedeuteten den Satzausgleich nach zwei Bahnen. Man merkte dem Startdurchgang der Wiener die Rekonvaleszenz vom NBC-Pokal an. Denn Antal konnte nicht an seine gewohnte Heimleistung anschließen und machte sich damit für Patrick angreifbar. Auch Strohmayer konnte nicht nachlegen und an seine gewohnte Leistung und auch die Leistungen vom NBC-Pokal anschließen. Martin legte auf den zweiten 60 Wurf so richtig los und holte sich mit 174 und 173 Kegel beide Satzpunkte und mit 658:604 Kegel den Mannschaftspunkt. Patrick lieferte sich ein enges Duell mit Antal, machte aber im Abräumen einen schlechten Anwurf zu viel und musste sich leider bereits nach drei Bahnen geschlagen geben. Im letzten Satz gelang im mit 153:150 Kegel noch ein wichtiger Ehrenpunkt und konnte somit auch den Kegelrückstand mit 575:600 Kegel in Grenzen halten.
Wir erwischten also einen guten Start und auch mit dem Beginn des zweiten Durchgangs konnten wir zufrieden sein. Michal hatte Riccardo Hennebichler auf den ersten 60 Wurf im Griff und agierte sehr gut. Er lag mit 316:289 Kegel mit 2:0 in Führung. Doch während sich Michal nun schwerer tat, kam Hennebichler immer besser in die Gänge. Nach der dritten Bahn lag Michal nur mehr 6 Kegel voran. Vor dem letzten Abräumen lagen die beiden dann fast gleichauf. Im Abräumen musste Michal seinen Gegner allerdings ziehen lassen, denn dieser spielte nun viele Neuner mit denen Michal nicht mit konnte. Somit ging der Mannschaftspunkt mit 612:589 Kegel doch noch an die Heimischen. Lukas traf auf den zweiten Legionär der Wiener Peter Bugar. Auf seiner ehemaligen Heimbahn tat sich Luki anfangs sichtlich schwer seinen Rhythmus zu finden. Der Slowake holte sich sicher mit 166:145 Kegel den Satzpunkt. Auf der zweiten Bahn spielte Luki besser, aber leider fehlte im etwas das Glück und nachdem er mit einem Fehlwurf den Strara verhaute, blieb er bei 130 Kegel hängen. Mit mehr Selbstvertrauen und Entschlossenheit sollte er nun die zweiten 60 Wurf absolvieren. Er hielt besser mit Bugar mit und rang mit ihm um die beiden Satzpunkte. Auf der dritten Bahn reichte es mit 152:153 Kegel knapp nicht und auf der letzten Bahn teilten sich die beiden den Satzpunkt mit jeweils 151 Kegel. Luki rettete seine Quote noch auf 578 Kegel, hatte aber gegen die 625 Kegel von Bugar keine Chance.
Wir lagen vor dem letzten Durchgang 41 Kegel zurück und mussten für den Sieg beide Mannschaftspunkte und die Kegel holen. Es war also die perfekte Aufgabe für unseren Schlussdurchgang bestehend aus Matthias und Jiri. Während Matthias eine wahre Neunerflut ins Volle spielte, tat Jiri sich schwer. Unser tschechischer Legionär verlor auf der ersten Bahn mit 141:158 gleich mal 17 Kegel. Matthias gewann hingegen mit 160:134 Kegel deutlich. Sein Gegner und Nationalteamspieler Jürgen Ertl wurde nach 38 Wurf aufgrund von Rückenschmerzen ausgetauscht und Reinhard Strohmayer kam neu ins Spiel. Nun liefen die Maschinen von Jiri und Matthias auf Hochtouren. Matthias brachte uns mit 184:141 Kegel wieder in Front und Jiri glich mit 165:152 Kegel aus. Als Matthias auf der dritten Bahn erneut deutlich den Satz gewann (158:121) war das Unentschieden schon zu 95% fix. Auch Jiri gewann die dritte Bahn, lag allerdings nur hauchdünn vor seinem Gegner. Die Entscheidung ob Sieg oder Unentschieden fiel also zwischen Jiri und Andreas Pedevilla. Nach dem Vollen lag Jiri 3 Kegel zurück. Bei den Anwürfen hatte er zunächst nicht viel Glück, doch er ließ sich davon nicht rausbringen und brachte den Punkt mit einem „Yesss“-Schrei nach dem letzten Wurf nachhause. Mit 157:146 Kegel gewann er die letzte Bahn und mit 626:612 Kegel den so wichtigen 3. Mannschaftspunkt für uns. Weiter stark spielte Matthias und holte sich mit 663 Kegel die Tagesbestleistung.
Das Spiel endete aufgrund unseres fantastischen letzten Durchgangs mit 5:3 für uns und brachte uns damit einen viel umjubelten Sieg. Auch wenn die Wiener klar unter ihren Verhältnissen agiert haben, muss man diesen Sieg erstmal holen und 3689 Kegel von uns, sind auf keinen Fall eine zu verachtende Leistung.
Damit gehen wir als Tabellenführer ins Spitzenduell mit dem SK FWT Composites Neunkirchen am kommenden Samstag und hoffen, auch nach diesem Spiel die Tabelle weiter anzuführen.