Mit großer Euphorie ging es zum zweiten Mal in Folge zum NBC-Pokal. In diesem Jahr fand er in München statt. Das Teilnahmefeld war wieder sehr dicht und wir trauten uns durchaus zu, das Halbfinale zu erreichen. Leider konnten wir keine gute Mannschaftsleistung erzielen und mussten uns schlussendlich mit dem 15. Gesamtrang zufrieden geben.
Am vergangenen Mittwoch traten wir voll motiviert und fokussiert die Reise zum NBC-Pokal in München an. Am Donnerstag standen dann unsere ersten drei Spieler auf der 10-bahnigen Anlage. Die Qualifikation eröffnete für uns Martin Rathmayer, der uns gleichmal in eine gute Position für den Kampf um die ersten vier Plätze bringen sollte. Dies gelang ihm auch. Er kam auf der sehr gut fallenden Bahn sehr gut zurecht und konnte sich mit 659 Kegel weit vorne festsetzen. Trotz der sehr guten Leistung hatte er vor allem im Abräumen noch Potenzial nach oben. Nach dem gelungenen Auftakt sollte nun Patrick Fritz die gute Ausgangslage nutzen und eine ansprechende Leistung nachlegen. Leider war von Beginn weg abzusehen, dass er nicht in sein Spiel finden würde. Nach einem schwachen Volle konnte er sich mit einem starken Abräumen noch auf fast 150 Kegel retten. Doch auf der zweiten Bahn fand er weder ins Volle, noch im Abräumen das richtige Mittel um eine gute Leistung zu bringen und somit versuchten wir mit Erich Kaufmann frischen Wind zu bringen. Erich spielte solide drauf, vergab aber leider auch ein besseres Ergebnis. Gemeinsam spielten die beiden 563 Kegel. Daher lag schon ein gewisser Druck auf Michal Kratochvil, der im letzten Durchgang des ersten Tages startete. Leider fehlte auch ihm die Selbstverständlichkeit im Spiel und so quälte er sich über vier Bahnen durch. Mit 562 Kegel von Michal lagen wir nun weit entfernt vom Halbfinale.
Aufgegeben hatten wir natürlich noch nicht, aber uns war bewusst, dass wir nun drei sehr starke Leistungen benötigten, um das Halbfinale doch noch zu erreichen. Jiri Vesely sollte als erster am zweiten Qualifikationstag für den Umschwung sorgen. Und mit 180 Kegel auf der ersten Bahn ließ er unsere Euphorie auch wieder ansteigen. Doch auf den folgenden zwei Bahnen konnte er bei weitem nicht an diese Leistung anschließen und bremste die aufgekommene Euphorie wieder. Mit einer starken letzten Bahn erspielte sich Jiri noch 610 Kegel, die nicht schlecht waren, aber für unsere Ausgangslage einfach doch zu wenig. Unser jüngster, Lukas Temistokle, musste nun schon wirklich Richtung 650 und mehr spielen. Dass er das Potenzial dafür hat, war uns klar, aber wie die meisten von uns, konnte es auch er nicht ganz auf die Bahn bringen. Sein Spiel war von vielen guten Würfen, aber leider auch von einigen Fehlwürfen geprägt, die so nicht notwendig gewesen wären. Er spielte gute 586 Kegel und machte es für Matthias Zatschkowitsch im letzten Durchgang nochmal etwas schwerer. Für Matthias ging es eigentlich nur mehr darum, für sich selbst eine gute Leistung zu bringen und unser Mannschaftsergebnis noch einigermaßen zu retten. Zu Beginn sah es auch so aus, als würde er das tun. Doch auch bei ihm schlichen sich immer mehr Fehler ein und so beendete auch er mit 567 Kegel enttäuscht sein Spiel. Mit einer Gesamtkegelanzahl von 3547 Kegel waren wir um über 150 Kegel entfernt vom Halbfinale und belegten nur den 15. Gesamtrang.
Zum NBC-Pokal Sieger krönte sich der KC Schwabsberg, der im Finale gegen den SKC Staffelstein deutlich gewann. Dritter wurde Belgrad und Vierter der zweite österreichische Verein, KSV Wien.
Nun kommen wir wieder zurück zum Meisterschaftsalltag und müssen zum Viertplatzierten des NBC-Pokals zum KSV Wien. Die KSVler bewiesen sich nicht nur beim NBC-Pokal als starke Mannschaft, sondern auch in den Meisterschaftsheimspielen, bei denen sie beide Male den Mannschaftsbahnrekord in die Höhe schraubten. Wir fahren daher am kommenden Samstag als Außenseiter nach Wien, wollen aber natürlich für die Überraschung in diesem Spiel sorgen.