Nach den beiden erfolgreich absolvierten Heimspielen, setzte es in der Superliga für uns die erste Niederlage. In St. Pölten setzte es gegen den BSV Voith eine 5:3-Niederlage. Damit blieben die Big Points bei den Landeshauptstädtern und wir reisten ohne Tabellenpunkt ab.
Fährt man zum BSV Voith St. Pölten gibt es im Grunde nur einen Plan um dort erfolgreich zu sein. Den beiden Spitzenspielern Huber und Bulka aus dem Weg zu gehen und die anderen vier Duelle für sich zu entscheiden. Auch wir verfolgten am vergangenen Samstag diesen Plan und hofften insgeheim auch darauf mit den Kegeln an den Voithlern dran zu bleiben um mit einem Sieg für die große Überraschung sorgen zu können. Im ersten Durchgang spielte Patrick Fritz auf Lukas Huber. Der Start gelang Patrick alles andere als gut. Mit 118:165 Kegel verlor er gleich eine Menge an Kegel und wir liefen gleich mal einem riesen Rückstand hinterher. Auf der zweiten Bahn konnte er mit seinem Gegner besser mithalten und hatte vor dem Abräumen einen komfortablen Kegelvorsprung. Dieser schrumpfte bis zum Ende der Bahn auf einen Kegel. Auch im dritten Satz hielt Patrick wieder gut mit Huber mit, doch auch hier verlor er im Abräumen wieder eine Vielzahl an Kegel und so ging der dritten Satz an Huber. Patrick spielte mit 144 Kegel seine stärkste Bahn zum Schluss, aber auch Huber legte nochmal zu und gewann deshalb auch locker den letzten Satz. Patrick verlor mit 535:627 Kegel. Das zweite Duell im ersten Durchgang begann aus unserer Sicht zu spannend. Denn Jiri hatte Mühe Alexander Tischler auf Abstand zu halten. Mit 135:133 Kegel blieb er knapp vor dem St. Pöltner. Das Blatt wendete sich auf der zweiten Bahn. Tischler glich mit 142:134 Kegel aus. Jiri fand nun besser in sein Spiel. Auf ein gutes Ergebnis in die Vollen ließ er eine 9er-Serie im Abräumen folgen und spielte bärenstarke 181 Kegel. Dies brachte ihn nun in eine komfortable Ausgangslage für die letzte Bahn. Mit 144:158 Kegel verlor er diese zwar, aber er gewann den Mannschaftspunkt mit 594:571 Kegel.
69 Kegel betrug der Rückstand nach dem ersten Durchgang. Die große Überraschung war also bereit in die Ferne gerückt, aber der Plan mit einem Unentschieden blieb noch aufrecht. Matthias und Martin sollten nun im zweiten Durchgang gegen Martin Eder bzw. Filip Dejda die Mannschaftspunkte gewinnen. Die erste Bahn gehörte allerdings den heimischen. Denn obwohl Matthias und Martin keine schlechte Leistung auf der ersten Bahn brachten, blieben die Satzpunkte in St. Pölten. Auf der zweiten Bahn wendete sich allerdings das Blatt. Martin spielte fantastische Volle und ließ auch im Abräumen nicht nach. Mit 164:143 Kegel konnte er auch kegelmäßig an seinem Gegner vorbeiziehen. Auch Matthias brachte sich in eine aussichtsreichere Position und glich zum 1:1 aus. Aber Eder ließ nicht locker und konnte Matthias den dritten Satzpunkt abluchsen. Kegelmäßig lag Matthias aber weiterhin vorne, sodass er „nur“ den Satzpunkt auf der letzten Bahn für den Mannschaftspunkt benötigte. Es blieb beim engen Duell, dass erst auf den letzten Würfen entschieden wurde. Nach einem geraden Anwurf spielte Matthias mustergültig die sechs Kegel auf zwei Wurf weg und sicherte sich somit den letzten Wurf ins Volle und den damit verbundenen Satz- und Mannschaftspunkt. Er gewann mit 600:580 Kegel. Martin hatte vor der letzten Bahn 18 Kegel Vorsprung. Im Volle hatte er knapp die Nase vorne. Der Tscheche konnte Martin mit 9er im Abräumen nochmal unter Druck setzen, aber unser Kapitän wusste immer eine passende Antwort und ließ so nichts mehr anbrennen. Mit 630 Kegel erzielte er Tagesbestleistung und unseren dritten Mannschaftspunkt.
Aufgrund der geschlossenen starken Mannschaftsleistung der St. Pöltner konnten wir mit den Gesamtkegeln nicht viel näher kommen. Es blieben 25 Kegelrückstand übrig. Lukas sollte im letzten Durchgang so wenig Kegel wie möglich auf die Nr. 1 der St. Pöltner verlieren und Michal hatte die Aufgabe den vierten Mannschaftspunkt für uns zu holen. Lukas startete sehr gut ins Volle und hielt mit dem Kroaten wunderbar mit. Doch im Abräumen ließ er viele Kegel liegen und so landete er auf der ersten Bahn bei 129 Kegel. Bulka agierte im Abräumen weit besser und so gewann er 34 Kegel auf unser Teamkücken. Auch auf der zweiten Bahn hielt Luki ins Volle wieder tadellos mit seinem Gegner mit. Aber auch hier musste er sich im Abräumen wieder klar beugen. Unzufrieden und bereits mit ein wenig Frust ging Luki auf die dritte Bahn und agierte zunehmend stärker. Er konnte zwar keinen Satzpunkt mehr gegen den übermächtigen Gegner machen. Aber mit 149 und 150 Kegel spielte er noch ein annehmbares Ergebnis von 562 Kegel. Das entscheidende Duell um den erhofften Tabellenpunkt fand aber auf der anderen Seite statt. Michal lieferte sich über weite Strecken ein spannendes Duell mit Manuel Spreng. Auf der ersten Bahn verabsäumte es Michal nach einem sehr starken Vollenspiel sich im Abräumen abzusetzen. Mit 152:149 Kegel ging er 1:0 in Führung. Spreng schlug auf der zweiten Bahn sofort retour. Michal verlor mit 135:142 Kegel aufgrund seines ersten Brettls, da er dafür sieben Wurf benötigte. Man merkte wie die Stimmung zunehmend spannender wurde. Im dritten Satz lagen Michal und Spreng bis zum 22 Wurf gleichauf, dann spielte Spreng zwei 9er und konnte sich absetzen. Der St. Pöltner hatte vor der letzten Bahn nun 15 Kegel Vorsprung. Michal musste nun nochmal alles in die Waagschale werfen. Er startete gut, aber sein Gegner ließ nicht locker und so konnte er nicht entscheidend an Kegeln aufholen. Im Abräumen erwies sich Spreng an diesem Tag wieder als der Bessere und ließ Michal keine Chance. Mit 573:594 Kegel verlor Michal leider das Duell.
Das bedeutete einen 5:3-Sieg für die St. Pöltner. Wir mussten neidlos anerkennen, dass die Voithler an diesem Tag einfach mannschaftlich besser und konstanter waren. Aber für uns ist es kein Beinbruch, denn die Leistung war nicht schlecht. Im nächsten Spiel können wir hoffentlich zuhause gegen den Aufsteiger aus Tirol, den KV Schwaz, unserer Favoritenrolle gerecht werden. Aber die Tiroler sind auf keinen Fall zu unterschätzen, denn in Wien konnten sie gegen die SPG SKH/Post 1036 bereits für die erste Überraschung sorgen.