Nach dem 6:2-Sieg in der drittletzten Runde der Superliga bei KSK Austria Krems können wir nicht mehr vom dritten Platz verdrängt werden und haben uns somit über die Meisterschaft zumindest für den NBC-Pokal qualifiziert.
Theoretisch besteht noch die Chance auf Platz 2, aber dazu müsste St. Pölten ihre letzten zwei Spiele verlieren und wir beide gewinnen. Fakt ist, wir haben unser Saisonziel erreicht und das zwei Runden vor Schluss mit einer starken Mannschaftsleistung in Krems. Am Pulverturm konnte in dieser Saison nur Mistelbach gewinnen (Neunkirchen spielte noch nicht dort), St. Pölten und KSV Wien fuhren ohne Tabellenpunkte wieder nach hause, weshalb wir vor der starken Kremser Mannschaft gewarnt waren. Diese Stärke bekamen wir unter anderem auch im Herbst bei unserem Heimspiel zu spüren, wo uns die Kremser mit einem Unentschieden einen Tabellenpunkt abnahmen.
Aber nun zum Retourmatch und zum angesprochenen 6:2-Erfolg. Im ersten Durchgang gab es ein tschechisches Duell zwischen unserem Michal und Sobcak Ondrej. Auf der anderen Seite duellierte sich Matthias mit Petr Alexander. Matthias hatte seinen Gegner auf der ersten Bahn schnell unter Kontrolle und konnte ungehindert zum ersten Satzpunkt stürmen. Fast genauso einfach hatte es Michal auf der ersten Bahn, denn Sobcak fand überhaupt nicht ins Spiel. Doch auf der zweiten Bahn änderte sich das bereits. Während der Legionär der Kremser auf 127 Kegel, 164 folgen ließ, musste Michal nach 141 und 141 Kegel seinen Gegner an ihm vorbeiziehen lassen. Auch auf der dritten Bahn war Michal mit 138 (zu 178) Kegel auf verlorenem Posten. Mit Kampfgeist konnte er aber die letzte Bahn mit starken 162 Kegel für sich entscheiden und somit den Rückstand mit einer guten Leistung von 582:624 Kegel in Grenzen halten. Unseren Matchplan befolgte Matthias perfekt, trotz größerer Gegenweh seines Gegners, konnte er sich auch den zweiten Satzpunkt sichern. Wie schon im zweiten Satz, entwickelte sich auch im dritten Satz ein enges Duell, wobei diesmal der Kremser das bessere Ende für sich hatte. Eine sehr starke Schlussbahn mit 159 Kegel sicherte Matthias den ungefährdeten Mannschaftspunkt mit 605:555 Kegel.
Im zweiten Durchgang gingen unsere derzeitigen Punkegaranten auf die Bahn. Martin und Patrick konnten in den letzten vier Spielen immer den Mannschaftspunkt gewinnen und waren in den Schlagerspielen gegen Neunkirchen und St. Pölten somit Erfolgsfaktoren. Martin stellte sich selbst auf den normalerweise stärksten Österreicher der Gäste, Messavilla Johann und Patrick sollte Ohnesorgen Johann den Mannschaftspunkt abluchsen. Es bahnten sich ins Volle zwei enge Duelle an, doch Martin konnte mit einem souveränen Abräumen locker an seinem Gegner vorbeiziehen. Das Nachsehen hatte allerdings doch noch Patrick, der sich aufgrund eines Neuners seines Gegner am vorletzten Wurf doch noch knapp geschlagen geben musste. Während die zweite Bahn bei Martin weniger umkämpft war und er locker auf 2:0 stellte, entbrannte auf der anderen Seite ein hitziges Duell bei dem diesmal Patrick mit starken 164 Kegel die Oberhand behielt. Die drei Kegel Vorsprung baute Patrick auf der dritten Bahn auf 13 Kegel aus und stellte somit auf 2:1. Der Druck von Messavilla auf Martin wurde nun höher, denn nach dem Volle lag unser Kapitän auf der dritten Bahn 13 Kegel zurück, doch im Abräumen kämpfte er sich Kegel um Kegel an seinen Konkurrenten heran und überholte ihn auf den letzten beiden Würfen noch, sodass er den Mannschaftspunkt mit 148:146 Kegel ins Trockene brachte. Auf der letzten Bahn lieferten sich die beiden ein Duell auf niedrigem Niveau. Der stark eingeschätzte Kremser unterlag dabei das vierte Mal an diesem Tag mit 118:133 Kegel und Martin holte mit 581:528 Kegel somit einige Kegel für uns. Ohnesorgen konnte Patrick auf der letzten Bahn nicht mehr entscheidend zusetzen und damit blieb auch der letzte Satzpunkt auf unserer Seite. Mit 585:566 Kegel entschied Patrick das spannende Duell für sich.
Jiri und Erich durften für uns nun den Vorsprung verteidigen, wobei wir damit rechneten, dass Jiri seinen Punkt gegen Ecker machen würde. Und so kam es auch. Aber geschenkt wurde unserem Legionär nichts, denn Jiri musste mit einer sehr guten Leistung von 162 Kegel beginnen, um den Satzpunkt zu holen. Der Kremser schlug jedoch sofort mit 165:141 Kegel zurück und ging somit kegelmäßig auch in Führung. Aber auch Jiri wusste eine passende Antwort darauf und nutzte die Schwächen seines Gegner eiskalt aus. Mit 171:123 Kegel sorgte er auf der dritten Bahn dann doch für die vorzeitige Entscheidung. Und Jiri legte auf der vierten Bahn nochmal nach und sicherte sich mit 158 Kegel auch den letzten Satzpunkt. Mit der Tagesbestleistung von 632 Kegel hielt er seinen Gegner, der sehr gute 585 Kegel spielte in Schach. Für Erich gab es gegen den Tschechen Machala David nicht viel zu holen. Auf der ersten Bahn vermasselten ihn vier Fehlwürfe einen guten Start. Im nächsten Satz konnte er seine schwache Startbahn ausmerzen und holte mit 162 Kegel sogar den Satzpunkt. Danach lief leider nicht mehr viel zusammen. Mit 128 und 126 Kegel sah er gegen den übermächtigen Tschechen kein Land mehr und musste sich mit 535:601 Kegel geschlagen geben.
Mit 3520:3459 Kegel konnten wir die zwei zusätzlichen Mannschaftspunkte einfahren und uns einen 6:2-Sieg sichern. Es war eine starke Mannschaftsleistung mit der wir die Kremser in die Knie zwangen, dies musste auch der Sportkapitän der Heimischen neidlos anerkennen.
Diese zwei gewonnenen Tabellenpunkte bedeuten für uns, dass KSV Wien weiterhin fünf Punkte hinter uns bleibt und wir damit in den zwei ausbleibenden Spielen nicht mehr eingeholt werden können. Wie schon erwähnt ginge nach vorne eventuell noch etwas, aber sehr wahrscheinlich ist es nicht. Wir werden in den letzten beiden Spielen nochmal alles geben, um noch soviele Tabellenpunkte wie möglich zu holen und unser sehr starkes erstes Jahr in der Superliga würdig abzuschließen.