Mit einem Sieg über den amtierenden Vizestaatsmeister BSV Voith St. Pölten stehen wir nun kurz vor dem erreichen unsere Saisonziels. Trotz nicht all zu starker Leistung konnten wir das Spitzenspiel mit 5:3 gewinnen.
Für einen grandiosen Auftakt sorgten, wie schon gegen Neunkirchen, Martin und Patrick, wobei sich Patrick zum Tschechenschreck entwickelt. Denn trotz des besseren Starts seines Gegner, Kotyza Jan, konnte Patrick nach schlechten Vollen (78) den Rückstand noch in Grenzen halten (150:158 Kegel). Danach setzte er seine Gassensicherheit vom Abräumen der ersten Bahn fort und zog mit 155:145 Kegel an seinem Gegner vorbei. Ein weiterhin enges Duell lieferten sich die beiden auf der dritten Bahn, dass Patrick wieder für sich entscheiden konnte und mit 2:1 und 10 Kegel plus auf die letzte Bahn ging. Im letzten Satz konnte der tschechische Legionär der St. Pöltner Patrick ins keinster Weise zusetzen und somit ging auch dieser Satzpunkt an unseren Startspieler. Mit 622 Kegel stellte Patrick einmal mehr seine derzeitige gute Form unter Beweis und sicherte uns einen wichtigen Mannschaftspunkt. Damit war der Aufstellungsplan der St. Pöltner schon mal zunichte gemacht und auch ihr zweiter Spieler konnte nicht für eine Überraschung zu sorgen. Zu konstant und wenig fehlerhaft war das Spiel von unserem Kapitän Martin Rathmayer, der gegen Alexander Tischler nur selten ins straucheln geriet. Martin gelang mit 166 Kegel ein gelungener Start, den er sich aber auf der zweiten Bahn mit 142 Kegel etwas kaputt machte. Trotzdem lag er 2:0, aber nicht allzu viele Kegel in Führung. Doch mit 177 Kegel im dritten Satz machte er den Sack endgültig zu und holte zudem weitere wichtige Kegel für uns. Mit einer soliden 150er Abschlussbahn erzielte er die Tagesbestleistung von 635 Kegel und gewann mit 4:0.
Michal und Erich bekamen es mit Lukas Huber und Gernot Buchinger zu tun, weshalb der 87 Kegel Vorsprung aus dem ersten Durchgang sehr wichtig für den weiteren Spielverlauf war. Sowohl Erich als auch Michal erwischten einen schlechten Start, den Michal jedoch mit einer guten Abräumleistung noch halbwegs ausbesser konnte und mit 139 (zu 166) Kegel den Rückstand relativ in Grenzen hielt. Gott sei Dank erwischte auch Erichs Gegner die erste Bahn nicht übermäßig gut und so verlor er mit 122 nur 17 Kegel. Dennoch war nun bereits die Hälfte des Vorsprungs schon dahin und auch auf der zweiten Bahn wurde er minimiert. Michal sicherte sich mit 158:157 Kegel den Satzausgleich, aber Erich verlor trotz Leistungssteigerung mit 144:155 Kegel. Ein enges Duell lieferte sich Michal auch auf der dritten Bahn mit Huber, der aber die Nerven behielt und auf 1:2 für den Gastspieler stellte. Fast uneinholbar war der österreichische Teamspieler damit vorne und auch Michal konnte nicht mehr das notwendige Feuerwerk auf der letzten Bahn zünden um ihn noch abzufangen. Mit einem guten Abschluss von 151 Kegel hielt er den Kegelrückstand in Grenzen. Mit 594:630 Kegel war es aber dennoch eine deutliche Sache für den Landeshauptstädter. Erich spielte die zweiten 60 Wurf besser und konnte auf der letzte Bahn seinen Gegner sogar noch einen Satzpunkt abnehmen. Mit seinen 554 Kegel verlor aber auch er deutlich um 40 Kegel.
Der beruhigende Vorsprung war damit auf einen minimalen von 11 Kegel geschrumpft und zudem hatten die Gäste noch ihren besten Mann im letzten Durchgang auf der Bahn. Doch auch wir konnten uns mit unserem altbewährten Schlussduo Hoffnungen auf den Sieg machen. Zudem erwischte der zweite St. Pöltner Schlussspieler Manuel Spreng einen miserablen Auftakt mit 119 Kegel. Doch Jiri konnte diese Schwäche mit 144 Kegel nicht zur Gänze ausnutzen und „nur“ 25 Kegel auf seinen Gegner gut machen. Matthias sah sich auf der ersten Bahn aufgrund des schwächeren Abräumens ins Hintertreffen geraten und gab den ersten Satzpunkt an Bulka ab. Unser Kegelvorsprung war damit marginal auf 16 Kegel gestiegen, doch von einer beruhigten Situation war nicht die Rede. Es bahnte sich eine weitere Nervenschlecht bis zu den letzten Würfen an. Matthias konnte sich steigern und Bulka auf der zweiten Bahn mit 154:152 Kegel abfangen. Doch nun fand auch Spreng besser ins Spiel, sodass er Jiri ganz schön unter Druck setzte und nur knapp mit 146:153 Kegel unterlag. Von den 25 Kegel, die wir nun in Führung lagen, blieben nach dem dritten Satz noch 7 Kegel über. 149 Kegel von Jiri reichten im dritten Satz nicht für den Satzpunkt und auch bei Matthias blieben die 152 Kegel punktelos. Wie erwartet kam es damit zum Showdown auf der letzten Bahn, der sich doch relativ schnell in unsere Richtung entwickelte. Matthias und Jiri fanden besser ihre Gasse und hatten auch den besseren Schlag auf ihrer Kugel. Während die St. Pöltner mit 133 (Spreng) und 132 (Bulka) Kegel ihr Spiel beendeten, konnte Jiri mit 157 Kegel noch die 600er Marke mit 603 Kegel überschreiten und Matthias blieb mit 142 Kegel und insgesamt 597 Kegel knapp darunter. Mit 3605 Kegel hatten wir um 41 Kegel mehr als die St. Pöltner und durften uns deswegen über einen 5:3-Sieg gegen den Vizestaatsmeister von letztem Jahr freuen.
Wir stehen damit kurz vorm finalisieren unseres Saisonziels, denn es fehlt uns nur mehr ein Sieg um nicht mehr vom dritten Platz verdrängt werden zu können. Diesen würden wir uns natürlich gerne bereits im nächsten Spiel auswärts gegen Krems sichern. Doch dass es dort alles andere als leicht wird beweist, dass sowohl St. Pölten, als auch KSV Wien in Krems untergingen. Zudem waren die Kremser bis jetzt die einzigen, die uns zuhause einen Tabellenpunkt abnehmen konnten, somit würden wir uns gerne mit einem Auswärtssieg bei ihnen revanchieren.