So wie unsere Damen krasser Außenseiter beim Cupfinale waren, waren die Herren der große Favorit. Denn mit Gänserndorf, Auersthal und Amstetten waren die drei Gegner allesamt Landesligisten. Aber einer der drei sollte unsere Schwächen ausnutzen und uns bis zur vorletzten Bahn einen engen Kampf liefern.
Wir vermuteten Gänserndorf als ersten Verfolger. Im ersten und zweiten Durchgang sah es auch so als. Michael Hlavaty hielt im ersten Durchgang lange mit unserem Lukas Temistokle mit. Erst im letzten Satz konnte sich Luki die vier Mannschaftspunkte sichern. Einen völlig verpatzten Start legte Patrick Fritz hin. Nachdem er auf der zweiten Bahn zurückschlagen konnte, verlor er die darauffolgenden beiden Bahnen und machte lediglich einen Mannschaftspunkt. Und da lag plötzlich Amstetten einen halben Mannschaftspunkt vor uns. Gleich auf mit uns war Gänserndorf und Auersthal folgte mit einem halben Mannschaftspunkt dahinter.
Im dritten Durchgang kam Georg Müllner zu seinem Kampfmannschaftsdebüt nach seiner Rückkehr aus Wien. Nach zwei Bahnen hatte er sieben Satzpunkte auf seinem Konto und 315 Kegel auf der Anzeigetafel. Weitere drei Satzpunkte auf der dritten Bahn brachten ihm in die Poleposition für die vier Mannschaftspunkte. Mit drei 2-schübigen zum Abschluss auf der letzten Bahn holte er sich die vier Mannschaftspunkte auch und brachte uns somit wieder einen halben Mannschaftspunkt vor Amstetten.
Matthias Zatschkowitsch ließ in Durchgang vier nichts anbrennen, holte 15 Satzpunkte, vier Mannschaftspunkte und mit 661 Kegel auch die Tagesbestleistung. Aber erneut war Amstetten unser erster Verfolger und somit war der Vorsprung “nur” auf 1,5 Mannschaftspunkte gewachsen.
Im vorletzten Durchgang duellierte sich Michal Kratochvil mit seinem tschechischen Trainingspartner Krejci. Nach einem Bahngebrechen auf der letzten Bahn fand der Amstettner Legionär besser zurück ins Spiel und holte sich somit die vier Mannschaftspunkte. Somit betrug der Vorsprung vor dem letzten Durchgang nur einen halben Mannschaftspunkt.
Honza Mecerod kam direkt vom Nationalteamtraining zum Cupfinale und zeigte von Beginn weg, dass er nichts mehr anbrennen lassen wird. Er holte 13,5 Satzpunkte und weitere vier Mannschaftspunkte und erzielte mit 631 Kegel die zweitbeste Tagesleistung.
Mit 20 Mannschaftspunkten setzten wir uns vor Amstetten (16,5MP), Gänserndorf (13MP) und Auersthal (10,5MP) letztendlich klar durch.
Ende Juni steigt dann das Österreichcupfinale im burgenländischen Ritzing!